Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
| Datum: Freitag, 13.03.2026 | |
| 8:00 - 11:00 | Ankunft und Anmeldung Ort: Foyer vor S12/13/14 (Alte Brauerei, EG) |
| 8:30 - 10:30 | Skills-Lab-Leiter*innen-Treffen Ort: S21 (Alte Brauerei, OG) Teilnehmerbegrenzte Veranstaltung, verbindliche Buchung bis 04.03.2026 erforderlich. Zielgruppe: Leiter*innen von Skills Labs Teilnehmerbegrenzte Veranstaltung, verbindliche Buchung bis 04.03.2026 erforderlich: Login Conftool ➡ "Anmelden als Teilnehmer*in" bzw. "Teilnahmedaten bearbeiten" ➡ "2. Veranstaltungen und Artikel" wählen ➡ gewünschte Veranstaltung buchen. |
| 8:30 - 10:30 | Tutor*innen-Treffen Ort: TheSiMa Lernkrankenhaus (Haus 37, Ebene 3) Zielgruppe: Studentische Tutor*innen |
| 10:30 - 11:00 | Welcome Coffee Ort: Catering Areas (EG & OG, Alte Brauerei) |
| 11:00 - 12:45 | Eröffnung des ISLS 2026 und Keynotes Ort: Hörsaal 02 (Alte Brauerei, EG) |
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Von Basis Skills zu Signature Skills – Wie viel Individualität darf sein? Medizinische Fakultät Mannheim, Deutschland Die Keynote beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Standardisierung und Individualität in der medizinischen Ausbildung und Praxis. Ausgehend vom Konzept der „Signature Skills“ werden historische, theoretische und metaphorische Perspektiven – von Laborarbeit über Kompetenzmodelle bis hin zum Eiskunstlauf – genutzt, um die Rolle der ärztlichen Person im professionellen Handeln neu zu verorten. Ohne die inhaltlichen Details vorwegzunehmen, lädt der Vortrag dazu ein, Professional Identity Formation nicht nur als Anpassung an Standards, sondern als gestaltbares Handwerk mit eigener Handschrift zu verstehen. Über den Nährwert von Keksen und Zitronen: Feedback neu gedacht Schweizerisches Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung SIWF/ISFM, Bern, Schweiz. Feedback in der medizinischen Lehre wurde in der Vergangenheit oftmals als Mitteilung einer Differenz zwischen Soll- und Ist-Zustand definiert. Die Literatur dazu widmete sich häufig der Frage, wie das Feedback übermittelt werden könnte, um einen bestmöglichen Lerneffekt zu erreichen. Mit dieser Bestrebung wurde eine Vielzahl von Gesprächs-Modellen und best-practice-Empfehlungen kreiert. Hierher stammt auch das weit verbreitete Bild der Kekse und Zitronen, die nur in der richtigen Kombination wirksam seien. Mittlerweile wird die Komplexität der sozialen Interaktionen in die Forschung und Empfehlungen einbezogen und die Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Lernenden stärker in den Fokus gerückt. Auch die Inhalte, zu denen Feedback gegeben wird, sind nicht mehr auf standardisierte Fertigkeiten begrenzt sondern können weiter gefasst werden, um eine individuelle Begleitung zu ermöglichen. In dieser Keynote gebe ich eine Übersicht zum aktuellen Stand der internationalen Forschung zu Feedback in der medizinischen Lehre und zeige anhand eigener Studien, welche unerwarteten Nährwerte enthalten sein können, wenn wir es wagen, Feedback neu zu denken. |
| 13:00 - 14:15 | Mittagspause Ort: Restaurant & Café "ZWEI" (Cubex One, EG) |
| 14:30 - 16:00 | Vorträge 1: Signatures Ort: Hörsaal 02 (Alte Brauerei, EG) Chair der Sitzung: Ioanna Pechlivanidou |
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Medizindidaktik zwischen Anspruch und Wirklichkeit - Ein Erfahrungsaustausch am Beispiel eines OSCE-Prüfenden-Trainings 1: Abt. Medizinische Ausbildungsforschung, GB Studium und Lehrentwicklung, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Mannheim, Deutschland; 2: Lernkrankenhaus TheSiMa, GB Studium und Lehrentwicklung, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Mannheim, Deutschland Hintergrund: In der Medizindidaktik erheben Lehrkonzepte oftmals den Anspruch, aufgrund ihrer theoretischen Fundierung und der evidenzbasierten Wirksamkeit, effektiv und nachhaltig zu sein. In der praktischen Umsetzung zeigen sich jedoch Stolpersteine. In diesem Beitrag sollen anhand eines Beispiels diese Stolpersteine und mögliche Lösungen dargestellt werden. Beschreibung des Projekts oder Konzepts: An der Medizinischen Fakultät Mannheim wurde das Mannheimer Training für OSCE-Prüfende (Ma-TOP) entwickelt. Dieses Blended-Learning-Konzept, bestehend aus Online-Training, Präsenz- und stationsspezifischer Schulung sowie Hospitation qualifiziert OSCE-Prüfende und ist seit 2014 Voraussetzung für ihre Tätigkeit an der Fakultät. Das Ma-TOP ist didaktisch fundiert und beruht auf der Theorie des handlungsorientierten Lernens. Die Lernelemente des Konzepts zeichnen sich durch Anknüpfung an Vorwissen, Praxisnähe, Selbsttätigkeit, Erfahrungslernen sowie Feedbackprozesse aus (1, 2). Die Wirksamkeit des Konzepts wurde in einer Studie belegt (3). Eine Übertragbarkeit des Konzepts auf andere Standorte ist gegeben. Evaluation: Im Sinne eines kontinuierlichen Qualitätssicherungsprozesses wird die Umsetzung des Ma-TOP regelmäßig analysiert. Trotz seiner Wirksamkeit zeigten sich in der praktischen Umsetzung Herausforderungen, wie z. B. Zugänglichkeit zum Online-Training, unterschiedliche Voraussetzungen und Motivation der Lernenden sowie Transferprobleme bei der 1:1-Übertragung des Konzepts auf andere Standorte. Um die Herausforderungen anzugehen wurden die didaktischen Kernziele definiert und im Austausch zwischen Konzeption und Umsetzung alternative Lösungen gesucht, welche die Ziele ebenfalls erreichen lassen. Schlussfolgerung: Das Fokussieren auf didaktische Kernziele einzelner Elemente eines didaktischen Konzepts ist ein zentraler Ansatz bei der Sicherung der Praxistauglichkeit. Darauf aufbauend erfolgt die Analyse, inwiefern einzelne Ziele auf alternativen Wegen erreicht werden können, ohne die Wirksamkeit des Konzeptes zu beeinträchtigen. Ausblick: Die im Rahmen des beschriebenen Praxisprojekt gewonnenen Erkenntnisse erscheinen übertragbar auf andere evidenzbasierte (medizin-) didaktische Formate. Bei der Umsetzung von Lehr- bzw. Prüfungsformaten gilt es kritisch zu prüfen, ob die Funktionsweise auch am eigenen Standort gegeben ist. Von 0 auf 100 – Entwicklung eines neuen Skillslab am Medizincampus Chemnitz der TU Dresden Medizincampus Chemnitz der TU Dresden, Chemnitz, Deutschland Am 01.10.2020 startete der Medizincampus Chemnitz mit dem 1. Jahrgang des Modellstudienganges MEDiC der Medizinischen Fakultät der TU Dresden. Zentrale Leitidee war neben dem modularen Aufbau des Studiums die frühzeitige Verzahnung von Theorie und Praxis im Medizinstudium. Eine leistungsfähige Skillslab-Infrastruktur war dafür die Grundvoraussetzung. Wir möchten Euch kurz mitnehmen von der 1. Idee über die Konzeption, Umsetzung und Etablierung eines interdisziplinären Skillslabs, welches die klinisch-praktischen Kompetenzen von Studierenden über alle Semester hinweg stärkt und die verschiedenen Kommunikationsmethoden fördert, sowie die Integration von Kommunikationsmodulen im Medizinstudium unterstützt. Ziel ist zudem die Ausweitung auf klinikübergreifende Module und externe Kurse sowie die Etablierung eines Zentrums für zertifizierte Reanimations- und Notfalltrainings. Gleichzeitig mit der Umgestaltung ehemaliger Räume der Radiologie in ein modernes, multimodales Lernzentrum innerhalb von sechs Monaten einschließlich der Implementierung von Simulatoren, Medizintechnik und Audio-Video-Technik erfolgte der Aufbau von Lernpfaden von Semester 1 bis 7 im Rahmen der curricularen Lehre, der Aufbau eines SP-Programms in Kooperation mit dem Theater Chemnitz, sowie ein Programm für Notfall- und Reanimationsübungen. Für die curricularen Lehre wurden Blended- Learning-Formaten für die klinisch-praktische Medizinerausbildung an unserem Campus erarbeitet und etabliert. Im Peer-Teaching-Format wurden in den letzten 5 Jahren mehrere Kursformate (freies Training, Grund- und Aufbaukurs Ultraschall, etc.) implementiert und verstetigt. Begleitend werden alle Kursformate der curricularen Lehre evaluiert und entsprechend ausgewertet. Dem zunehmenden Bedarf entsprechend wird das Lab auch für Aus- und Weiterbildung am Klinikum Chemnitz, einschließlich unserer Medizinischen Berufsfachschule genutzt. Ausblick: Unsere weitere Entwicklung umfasst die kontinuierliche Erweiterung der Angebotsvielfalt in der curricularen Lehre, besonders im Bereich interprofessioneller Lehre und die Verankerung als bedeutendes Modell für Lerninfrastruktur am Medizincampus Chemnitz der TU Dresden und für die Region Süd-West-Sachsen. Perspektivisch angestrebt wird auch die Festigung als Zentrum für zertifizierte AHA-Reanimationskurse und spezialisierte Simulationstrainings (Schockraumversorgung, Versorgung von Neu- und Frühgeborenen, etc.), sowie die kontinuierliche Erweiterung der Angebotsvielfalt. Gemeinschaftsgefühl trotz Fluktuation? – Soziale Integration und Teamkohäsion im SkillsLab PERLE SkillsLab Perle Erlangen, Universitätsklinikum Erlangen, Deutschland Hintergrund Ein ausgeprägtes Gemeinschaftsgefühl ist mit höherer Zufriedenheit in der Arbeit, stärkerer Identifikation, sowie besserer Zusammenarbeit assoziiert. Im medizinischen SkillsLab PERLE des Universitätsklinikums Erlangen sind neben der ärztlichen Leitung ca. 50 studentische Tutor*innen angestellt. Wie viele Skills Labs steht auch das SkillsLab PERLE des Universitätsklinikums Erlangen jedes Semester vor der Herausforderung neue Tutor*innen in das Team zu integrieren und erfahrene Tutor*innen verabschieden zu müssen. In diesem Kontext mit hoher personeller Fluktuation stellt die Aufrechterhaltung eines stabilen Gemeinschaftsgefühls eine besondere Herausforderung dar, da Teamkohäsion und soziale Integration kontinuierlich behandelt werden müssen. Teambildende Maßnahmen, wie soziale Aktivitäten oder Buddy-Programme gelten im Allgemeinen als wirksame Maßnahmen, deren Einfluss im Kontext von Skills Labs untersucht wird. Zielsetzung Ziel dieser Erhebung ist es, das Gemeinschaftsgefühl der Tutor*innen des SkillsLab PERLE quantitativ zu erfassen und den Zusammenhang zwischen teamfördernden Aktivitäten und dem wahrgenommenen Gemeinschaftsgefühl zu untersuchen. Methodik Durchgeführt wird eine querschnittliche anonyme Fragebogenerhebung unter den Tutor*innen des SkillsLab PERLE. Das Gemeinschaftsgefühl wird primär mithilfe einer adaptierten Version der Brief Sense of Community Scale (BSCS) erfasst. Ergänzend werden Aspekte der Teamkohäsion anhand ausgewählter Items des Group Environment Questionnaire (GEQ) sowie Dimensionen des Teamklimas auf Basis des Team Climate Inventory (TCI) erhoben. Die Teilnahme an teamfördernden Aktivitäten sowie deren subjektiv wahrgenommene Wirkung werden separat abgefragt. Die gewonnen Daten werden daraufhin statistisch ausgewertet und interpretiert, um Zusammenhänge zwischen Aktivitätsteilnahme und Gemeinschaftsgefühl zu untersuchen. Die Ergebnisse sollen im März im Rahmen des ISLSs 2026 in Mannheim präsentiert werden. Vom Einstieg zur Handlungssicherheit - Handbuch, Mentoring, Feedback: Onboarding im SkillsLAB nachhaltig standardisieren Medizinische Lehr- und Lernforschungseinheit, SkillsLAB, Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Hannover, Deutschland Hintergrund: Skills Labs sind komplexe Lernumgebungen mit vielfältigen organisatorischen, didaktischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen. Im SkillsLAB der Medizinischen Hochschule Hannover hat die betriebliche Komplexität in den letzten Jahren deutlich zugenommen: Das Tutor:innen-Team wächst kontinuierlich (aktuell 40 Personen), Tutor:innen aus allen Studienjahren sind vertreten, die Zahl und Vielfalt der Veranstaltungen steigt, und das Portfolio an Peer-to-Peer-Angeboten wird fortlaufend erweitert. Parallel steigen die Erwartungen sowohl seitens der Tutor:innen als auch der Leitungsebene, insbesondere da das SkillsLAB zunehmend curricularen Unterricht unterstützt. Neue studentische Tutor:innen übernehmen dabei früh Verantwortung in Lehre, Organisation und Simulation, häufig bei heterogenen Vorerfahrungen. Unstrukturierte Einarbeitungsprozesse können zu Unsicherheiten, ineffizienten Abläufen und erhöhter Fehleranfälligkeit führen. Ziel war die Entwicklung eines standardisierten, transparenten und zugleich adaptierbaren Onboarding-Konzepts zur Stärkung von Handlungssicherheit, Rollenverständnis und Teamzugehörigkeit. Projektbeschreibung: Im SkillsLAB der Medizinischen Hochschule Hannover wurde ein mehrstufiges Onboarding implementiert, dessen Kern ein modular aufgebautes Onboarding-Handbuch bildet. Dieses bündelt organisatorische Abläufe, Zuständigkeiten, digitale Tools (Dienstplanung, Raumbuchung, Teamkommunikation etc.), Sicherheits- und Hygienestandards sowie didaktische Erwartungen in strukturierter Form. Checklisten für den Einstieg und für wiederkehrende Dienste unterstützen eine sichere und konsistente Durchführung des SkillsLAB-Alltags und entlasten die neuen Tutor:innen und das Team in frühen Einsatzphasen. Ein kollegiales Mentoring-Programm begleitet neue Tutor:innen über bis zu sechs Monate: Mentor:innen unterstützen bei Orientierung, Hospitationen, ersten eigenständigen Aufgaben und Rollenklärung. Zwei strukturierte Reflexionszeitpunkte (nach 2 sowie nach 5 Monaten) dienen Feedback, Entwicklungsplanung und frühzeitiger Klärung von Unterstützungsbedarfen. Ein Qualifikationspfad mit Pflichtfortbildungen (Didaktik, Non-Technical-Skills, Organisation/Selbstmanagement, Resilienz, Feedback/Debriefing) stärkt die tutorielle Rolle nachhaltig. Evaluation & Ausblick: Das Onboarding-Projekt wird evaluativ begleitet, insbesondere hinsichtlich Handlungssicherheit, Rollenverständnis und Teamintegration. In der Pilotphase testeten 12 neue Tutor:innen das Onboarding; die Begleitung erfolgte durch 8 freiwillige Mentor:innen. Neben individuellen Outcomes werden auch Prozessaspekte adressiert, die aus dem Teamwachstum und der steigenden Formatvielfalt resultieren (z. B. wahrgenommene Übersichtlichkeit, Konsistenz der Abläufe, Einarbeitungsaufwand). Perspektivisch wird das Handbuch als dynamisches, adaptierbares Format weiterentwickelt; das Konzept eignet sich für die standortübergreifende Übertragung auf andere SkillsLABs und vergleichbare Lehrsettings. Schlussfolgerung: Ein strukturiertes Onboarding aus Handbuch, Mentoring und Feedbackgesprächen unterstützt neue Tutor:innen wirksam beim Einstieg und leistet einen Beitrag zur Qualitätssicherung von Lehre, Teamarbeit und Patient:innensicherheit. Peer-Tutor:innen als Examinierende im Skills-OSCE des 3. Studienjahrs - Feedbackschulung für gelungene Lernmomente im formativen Setting Medizinische Fakultät der Universität Zürich, Zürich, Schweiz Hintergrund: Klinische Untersuchungstechniken erfordern frühzeitig strukturierte Übungsmöglichkeiten in einer realitätsnahen Lernumgebung. Objektive Prüfungsformate wie das OSCE bieten hierfür eine verlässliche und kompetenzorientierte Grundlage. Beschreibung des Kurskonzeptes: Der extracurriculare Skills-OSCE im 3. Studienjahr dient der strukturierten Standortbestimmung der klinischen Untersuchungskompetenzen und schafft zugleich einen Lernmoment innerhalb eines geschützten Rahmens. Die Veranstaltung ist als objektiviertes Prüfungsformat aufgebaut, bei dem Studierende an sechs Stationen standardisierte Aufgaben bearbeiten und ihre praktischen Fähigkeiten an Simulationspersonen demonstrieren. Jede Station fokussiert auf einen spezifischen Untersuchungsbereich. Die Themen pro Station lauten: Abdomenstatus, Lymphknoten- und Gefässstatus, kardiopulmonaler Status, neurologischer Status – Hirnnerven & Koordination sowie neurologischer Status – Gang/Stand, Kraft, Sensibilität und Reflexe. Die sechste Station widmet sich dem Anamnesegespräch. Eine Besonderheit des Formats ist der Einbezug von Peer-Tutor:innen aus dem 6. Studienjahr als Examinierende. Diese absolvieren eine mehrstündige Schulung mit Fokus auf standardisierte Bewertungsraster und konstruktives Feedback. Mehrwert des Peer-Ansatzes: Aus Sicht der Studierenden senkt der Einsatz von Peertutor:innen die Hemmschwelle im Prüfungs- und Lernsetting. Peers werden häufig als weniger einschüchternd wahrgenommen als ärztliche Prüfende, was ein offeneres Annehmen von Feedback erleichtert. Gleichzeitig trägt das Format zur Entlastung des klinischen Lehrpersonals bei. Durch die gezielte Schulung der Peertutor:innen wird zudem eine konsistente, strukturierte und vergleichbare Bewertung sichergestellt. Auch für die Peertutor:innen selbst ergibt sich ein deutlicher pädagogischer Mehrwert. Im Sinne von „Teaching is Learning Twice“ führt das Anleiten und Beurteilen jüngerer Studierender zur Vertiefung eigener Kenntnisse. Die Evaluationskriterien werden internalisiert, wodurch eine klarere Vorstellung guter klinischer Praxis entsteht. Dies wirkt sich positiv auf die eigene OSCE-Performance und die Vorbereitung auf das Staatsexamen aus. Schlussfolgerung: Der Skills-OSCE fördert eine realitätsnahe, reflexionsorientierte und kompetenzbasierte Ausbildung. Er stärkt Untersuchungs- und Kommunikationskompetenzen, schafft einen integrativen Lern- und Prüfungsraum und generiert sowohl für Teilnehmende als auch für Peertutor:innen einen nachhaltigen Lerngewinn. Evaluation und Ausblick: An der Universität Zürich wird der Skills-OSCE im März 2026 zum vierten Mal für insgesamt 96 Studierende zusammen mit 24 Peertutor:innen und 18 Simulationspersonen durchgeführt. Evaluationen zeigen eine hohe Akzeptanz; eine curriculare Verankerung wird befürwortet und derzeit geprüft. Als zentrale Herausforderung für den Roll-Out gilt der große Bedarf an Peertutor:innen (ca. 70 – 80 Personen) sowie deren erfolgreiche Rekrutierung. |
| 14:30 - 16:00 | Posters 1: Ready to Act - Notfall- und Praxiskompetenzen Ort: S22 (Alte Brauerei, OG) Chair der Sitzung: Meike Dirmeier |
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Basic-Life-Support-Kompetenz im Verlauf des Medizinstudiums – Ergebnisse einer OSCE-Vergleichsstudie zwischen dem 1. und 5. Semester 1: Skills Lab, Medizinische Hochschule Brandenburg - Theodor Fontane, Neuruppin, Deutschland; 2: Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg, Neuruppin, Deutschland Hintergrund Die Fähigkeit zur Durchführung des Basic Life Support (BLS) stellt eine Basiskompetenz dar. Studien zeigen, dass die BLS-Kompetenz bereits wenige Monate nach dem Training abnimmt und nur durch regelmäßige Wiederholung erhalten bleibt (1). Entsprechend empfehlen internationale Leitlinien eine jährliche Auffrischung der Reanimationskenntnisse (2). Im Brandenburgischen Modellstudiengang Medizin (BMM) ist die Notfallmedizin longitudinal im Curriculum verankert. Im 1. Semester werden grundlegende BLS-Maßnahmen vermittelt und geprüft, während im 5. Semester der Fokus auf Inhalten des Advanced Life Support (ALS) liegt. Ziel/Fragestellung Ziel dieser Studie ist es, die Entwicklung der BLS-Kompetenz im Verlauf des Medizinstudiums innerhalb eines longitudinalen Curriculums zu untersuchen und mögliche Kompetenzverluste zwischen dem 1. und 5. Semester zu identifizieren. Methodik Zur Evaluation der BLS-Kompetenz wurden die Ergebnisse einer objektiv strukturierten klinischen Prüfung (OSCE) von Studierenden des 1. Semesters (n= 68) und 5. Semesters (n= 66) im Sommersemester 2025 miteinander verglichen. Die OSCE-Station umfasst die Durchführung von Basismaßnahmen der Reanimation, insbesondere Thoraxkompressionen, Einsatz eines Automatisierten-Externen-Defibrillators (AED) und Beutel-Masken-Beatmung. Gesamt- und itemspezifischen Punktwerte wurden zwischen beiden Semestern verglichen. Die statistische Analyse erfolgte mittels Mann–Whitney-U-Test. Ergebnisse Die Studierenden des 1. Semesters erzielten insgesamt signifikant höhere Gesamtergebnisse als jene des 5. Semesters (1. Semester 98,4 % vs. 5. Semester 89,0 %; p ≤ 0.001). Dieser Unterschied zeigte sich konsistent über alle Teilbereiche hinweg, insbesondere bei den Thoraxkompressionen und der Anwendung des AED. Sowohl die korrekte Handposition als auch eine adäquate Kompressionstiefe wurden im 1. Semester signifikant häufiger korrekt durchgeführt. Ebenso waren der unmittelbare Einsatz des AED und die sichere Defibrillation bei Studierenden des 1. Semesters signifikant häufiger korrekt. Schlussfolgerungen Die BLS-Kompetenz nimmt im Verlauf des Medizinstudiums deutlich ab. Insbesondere relevante Fertigkeiten, wie die Durchführung adäquater Thoraxkompressionen und der sachgerechte Einsatz eines AED, wurden von Studierenden im 5. Semester weniger zuverlässig ausgeführt. Die alleinige Vermittlung von Advanced-Life-Support-(ALS)-Inhalten scheint nicht ausreichend zu sein, um grundlegende BLS-Kompetenzen langfristig zu erhalten. Da ein qualitativ hochwertiger Basic Life Support einen entscheidenden Einfluss auf das Überleben bei Herz-Kreislauf-Stillstand hat, sollten regelmäßige BLS-Trainings fest im Curriculum verankert werden (3). Praxisprojekt: CampusReady – Kostenlose Erste-Hilfe-Kurse für nicht Medizin- Studierende Zentrum für medizinische Lehre Ruhr Universität Bochum, Deutschland Hintergrund: Kostenfreie Erste-Hilfe-Ausbildung für Lehramtsstudierende am Medical Training Center (MTC) – Implementierung in die Basisqualifikation Sport 1: Medical Training Center, TUM School of Medicine and Health, München, Deutschland; 2: Student Office, TUM School of Medicine and Health, München, Deutschland; 3: Lifesavers Academy GmbH, Neuried, Deutschland Hintergrund: Angehende Lehrkräfte stehen im schulischen Alltag regelmäßig vor Notfallsituationen, insbesondere im Sportunterricht, der zu den häufigsten Ursachen für Schulunfälle zählt [1]. In der Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus wird festgelegt, dass möglichst alle Lehrkräfte regelmäßig in Erster Hilfe geschult werden sollen, um eine wirksame Notfallversorgung im schulischen Umfeld sicherzustellen [2]. Ziel: Ziel des Projekts ist es, Studierenden der TUM School of Medicine and Health eine kostenfreie, staatsexamensrelevante Erste-Hilfe-Ausbildung anzubieten und diese verpflichtend in die Basisqualifikation Sport für fachfremd unterrichtende Lehramtsstudierende zu integrieren. Dadurch sollen Handlungssicherheit und Kompetenz im Umgang mit Notfallsituationen gestärkt werden. Methoden: Die Ausbildung erfolgt am Medical Training Center (MTC) und umfasst mindestens neun Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Neben klassischen Erste-Hilfe-Inhalten liegt ein besonderer Fokus auf sporttypischen Verletzungen. Die praktischen Inhalte orientieren sich an aktuellen Reanimationsleitlinien des European Resuscitation Council [3]. Zentrale Bestandteile sind praxisorientierte Übungen wie Herz-Lungen-Wiederbelebung, AED-Training, Druckverbände, Seitenlage und realitätsnahe Simulationen. Ergebnisse: Seit Projektstart im September 2025 wurden neun Kurse mit insgesamt 151 Teilnehmenden durchgeführt. Ab Frühjahr 2026 wird der Kurs verpflichtender Bestandteil der Basisqualifikation, sodass bis Ende 2026 mit etwa 640 Teilnehmenden in 32 Kursen gerechnet wird. Fazit: Das kostenfreie Angebot trägt wesentlich zur finanziellen Entlastung der Studierenden bei und verbessert nachhaltig die Sicherheit im schulischen Kontext [2,3]. Die verpflichtende Implementierung der Erste-Hilfe-Ausbildung stellt einen wichtigen Schritt zur professionellen Vorbereitung angehender Lehrkräfte dar. Notfälle im Kindesalter – Szenarientraining für Medizinstudierende 1: AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit, Skillslab der Medizinischen Fakultät, RWTH Aachen, Aachen, Deutschland; 2: Klinik für Anästhesiolgie, Uniklink RWTH Aachen, Medizinische Fakultät, RWTH Aachen, Aachen, Deutschland Hintergrund: In Reanimationssituationen beim Kind ist das frühzeitige, adäquate medizinische Handeln essentiell. Das Curriculum der Humanmedizin sieht das Studium aller Altersklassen von Patient:innen vor, was im Szenarientraining i. d. R. am Erwachsenen trainiert wird. Allerdings ist das Training von Kindernotfallscenarien nicht minder wichtig und bereitet auf den Ernstfall vor. Ziel: Durch die Teilnahme am Kurs trainieren Studierende die strukturierte Beurteilung von Kindern in Notfallsituationen und das Ergreifen von entsprechenden Maßnahmen (gemäß NKLM 2.0 VII.4-01.9.1; VII.4-02.1.7). Methodik: Der Kurs richtet sich an Humanmedizinstudierende ab dem 7. Semester mit Vorkenntnissen in den Bereichen Pädiatrie und Intensivmedizin. Die Lehrenden haben zuvor unter der studentischen Leitung des Pädiatrie-Profils eine Lehrprobe erfolgreich absolviert, um die Kursinhalte standardisiert vermitteln zu können. Regelmäßig erfolgen ärztliche Schulungen und das Profil wird ärztlich supervisiert. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf insgesamt sechs begrenzt, sodass die Durchführung von Fallbeispielen und Simulationen sowie das Training an den Skills-Stationen durchgeführt werden können. Die theoretischen Inhalte bestehen aus
In je zwei Fallbeispielen, die sich im Sommer- und Wintersemester voneinander unterscheiden (saisonale Erkrankungen), werden die erlernten theoretischen Inhalte praktisch angewendet. Bei Abschluss des Kurses erfolgt eine Post-Evaluation. Ergebnisse: Evaluationsfragebögen ermöglichten nach Kursende die Beantwortung von kursspezifischen Fragen. Die Daten wurden nach Beginn des Kurses im Wintersemester 2025/26 erhoben und ergaben bei elf abgegeben Stimmen eine durchschnittliche Schulnote von 1,2. Die Teilnehmenden fühlten sich zum Großteil „eher sicher“ bis „sicher“ bei der Therapiedurchführung im Notfallszenarien. Relevanz: Als medizinisches Fachpersonal ist das Erkennen von kritischen bzw. Notfallsituationen und die adäquate Reaktion darauf essentiell. Das Erlernen und Vertiefen pädiatrischer Notfallkompetenzen ist ein wichtiger Schritt in der Medizinischen Ausbildung, insbesondere für zukünftige Einsätze in der Pädiatrie oder Notfallmedizin. Empfehlungen: Das Kurskonzept ist dazu geeignet, als fakultative Veranstaltung Eingang in die Curricula zu finden oder im Rahmen von Famulaturen oder Praktischem Jahr durchgeführt zu werden. Studierende könnten so Sicherheit im Umgang mit Notfallsituationen bei der besonderen Patient:innengruppe Kinder und Säuglinge erlangen. Pediatric Basic Life Support (PBLS) – ein interprofessioneller Peer-Teaching-Kurs 1: AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit, Skillslab der Medizinischen Fakultät, RWTH Aachen, Aachen, Deutschland; 2: Klinik für Anästhesiologie, Uniklinik RWTH Aachen, Medizinische Fakultät, RWTH Aachen, Aachen, Deutschland Hintergrund: Die Reanimation eines Kindes bzw. Säuglings ist eine seltene, gefürchtete Notfallsituation, die Kenntnis und Handeln gemäß Leitlinien und Algorithmen voraussetzt. Das Erlernen und Training der Erwachsenenreanimation ist im Curriculum der Humanmedizin fest verankert, jedoch gibt es im Säuglings- bis Kindesalter Besonderheiten in der Herz-Lungen-Wiederbelebung (PBLS). Ziel: Durch die Teilnahme am Kurs trainieren Studierende das Erkennen von kritisch kranken Säuglingen und Kindern und erlernen den Algorithmus der Reanimation sowie die praktische Anwendung der Maßnahmen (gemäß NKLM 2.0 VII.4-03.7.1). Im interprofessionellen Setting mit Studierenden der Hebammenwissenschaft und Humanmedizin profitieren Teilnehmende von theoretischen Kenntnissen und Austausch und können das Beherrschen der Situation am Modell trainieren. Methodik: Der Kurs richtet sich an Humanmedizinstudierende ab dem 7. Semester mit Vorkenntnissen in den Bereichen Pädiatrie und Intensivmedizin sowie Hebammenstudierende aller Semester. Die Lehrenden haben zuvor unter der studentischen Leitung des Pädiatrie-Profils eine Lehrprobe zur standardisierten Vermittlung der Inhalte absolviert. Darüber hinaus finden ärztliche Schulungen und Supervision zur Qualitätssicherung statt. Die Zahl der Teilnehmenden ist pro Kurseinheit auf insgesamt sechs begrenzt, sodass die Durchführung von Fallbeispielen und Simulationen sowie das Training an den Skills-Stationen durchgeführt werden können. Theoretische Inhalte bestehen aus: - Einteilung von Kindern nach Altersstufen - Anatomische und funktionelle Besonderheiten - Kindlicher Herzkreislaufstillstand - Anamnese und körperliche Untersuchung bei Kindern - Leitsymptome bei pädiatrischen Notfällen - pädiatrisches Dreieck - Vorgehen in der Notfallsituation - PBLS Zum Kursabschluss erfolgt eine Evaluation der Lehrveranstaltung. Ergebnisse: Die Datenerhebung erfolgte im Wintersemester 2025/26. Bei acht abgegeben Stimmen wurde der Kurs mit der durchschnittlichen Schulnote 1,1 evaluiert. Alle Teilnehmenden fühlten sich nach Kursende „eher sicher“ bis „sehr sicher“ in der Durchführung des PBLS-Algorithmus, der Masken-Beutel-Beatmung und Herzdruckmassage. Relevanz: Das Erlernen und Vertiefen dieser praktischen Fähigkeiten ist ein wichtiger Schritt in der medizinischen Ausbildung. Außerdem wird im interprofessionellen Setting die Kommunikation und der Erfahrungsaustausch zwischen den Berufsgruppen gefördert. Empfehlungen: Insbesondere für Studierende der Hebammenwissenschaften und Medizinstudierende mit pädiatrischem Interesse könnte das Kurskonzept als fakultative Veranstaltung Eingang in die Curricula finden und Kompetenzen, Selbstvertrauen und Routine stärken. Bist du schon „Fit fürs PJ“? Ein Vorbereitungskurs für angehende PJ-Studierende SkillsLab PERLE Uniklinik Erlangen, Deutschland Hintergrund: Das Humanmedizinstudium vermittelt viele theoretische Grundlagen - praktische Fertigkeiten müssen jedoch größtenteils eigenverantwortlich, z.B. in freiwilligen SkillsLab-Kursen oder Famulaturen, erworben werden. Einige Studierende konfrontiert auch erst das unmittelbar bevorstehende PJ mit ihren fehlenden praktischen Fertigkeiten, die sie im Klinikalltag selbstständig umsetzen müssen. Im SkillsLab PERLE wurde im WS25/26 daher ein Kurs für PJ-Studierende angeboten, der relevante Fertigkeiten für die Klinik beinhaltet und ihnen durch Übungsmöglichkeit mehr Sicherheit für den PJ-Start vermitteln soll. Kurskonzept: Um einen inhaltlich sinnvollen Kurs zu konzipieren, wurden in einer ersten Umfrage 48 Medizinstudierende der FAU Erlangen-Nürnberg befragt, die im Jahr 2025 ihr M2 abgelegt haben. Daraus wurden sechs bevorzugte Fertigkeitsbereiche ermittelt: Blut-, Naht-, Sono-, Punktions-, Wundversorgungs- und Verbands-Skills sowie Notfallmanagement. Der Kurs wurde zwei Wochen vor PJ-Beginn im November 2025 zusammen mit dem Simulations- und Trainingszentrum der Anästhesie des UKER angeboten. Über ein Online-Buchungstool konnten Studierende sich individuell zu Stationen anmelden, bei denen persönlicher Übungsbedarf bestand. Die Stationen wurden von je einem/r Tutor/in mit maximal vier Teilnehmenden pro Zeitslot betreut. Bei 60-Minuten Zeitslots betrug die Gesamtkursdauer sechs Stunden. Evaluation: Nach dem Kurs sollten die 15 Teilnehmenden ihren subjektiv wahrgenommenen Kompetenzzuwachs mittels zweiter Umfrage einschätzen. Die Ergebnisse der ersten und zweiten Umfrage wurden über die Gruppe hinweg für jeden einzelnen Fertigkeitsbereich verglichen. Schlussfolgerung: Bei einer Rücklaufquote von 66% würden alle Befragten den Kurs weiterempfehlen, 80% halten einen Kurs für nachfolgende PJ-Studierende sinnvoll. In allen angebotenen Skills zeigt sich ein subjektiver Kompetenzzuwachs. Insbesondere bei Blutentnahme am ZVK, Wundversorgung und Anlage eines Blasendauerkatheters (Punktionsskills) ist ein deutlicher Lerneffekt erkennbar. Das Skill-Angebot wurde insgesamt gut bewertet. Die Naht-Skills wurden nur sporadisch mit geringem Lerneffekt besucht und fallen daher im nächsten Kurs weg. Da an der Station zu Blut-Skills parallel unterschiedliche Fertigkeiten geübt wurden, war die Betreuung der Station für eine/n Tutor/in mühsam, ein zweite/r Tutor/in soll eingeplant werden. Ferner wünschen sich die Teilnehmenden mehr Zwischenpausen bei gleichbleibender Dauer der einzelnen Stationen. Ausblick: Aufgrund positiven Feedbacks wird der Kurs im Mai 2026 erneut angeboten mit einer Anpassung von Skill-Angebot, Tutor/innen-Anzahl und der zeitlichen Organisation. Für den Kurs im Mai 2026 ist eine erneute Evaluation geplant. „How we do it“ - Hygiene im Skills Lab für PJ-Studierende 1: Stabsstelle Krankenhaushygiene, Universitätsmedizin Mannheim, Universitätsklinikum Mannheim GmbH, Deutschland; 2: Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Geschäftsbereich Studium und Lehrentwicklung, Deutschland Hintergrund: Arbeitsverdichtung, Schichtmodelle und Personalknappheit schränken die Einarbeitung Studierender im Praktischen Jahr (PJ) und Feedback zu praktischen Tätigkeiten mit Hygienebelang häufig ein. Beschreibung des Projekts: Seit 2023 wird zweimal jährlich ein „Hands-on Training für PJ-Studierende“ durch das Team der Krankenhaushygiene im Lernkrankenhaus TheSiMa (Skills Lab der Medizinischen Fakultät Mannheim) angeboten, um sechs Hygiene-relevante Prozeduren einzuüben. Vor der Lehrveranstaltung (vier Unterrichtseinheiten) werden sechs Kleingruppen à fünf bis acht Studierenden gebildet und auf der Lernplattform Moodle eine bebilderte Anleitung für die korrekte Durchführung der Prozeduren übermittelt. Während des Trainings werden an sechs getrennten Arbeitsstationen des TheSiMa -betreut durch je zwei Dozenten der Krankenhaushygiene- über 30 Minuten folgende Aufgabenstellungen bearbeitet: Verbandswechsel, Umgang mit einem ZVK, Umgang mit einem PVK, Anstechen eines Port-Systems, Anlegen/Ablegen steriler Schutzkleidung und Abnahme einer Blutkultur. Jede einzuübende Prozedur wird durch ein oder zwei Studierende unter Nutzung realitätsnaher Modelle und praxistypischer Utensilien freiwillig durchgeführt. Die anderen Studierenden und Dozenten beobachten aktiv; anschließend erfolgt unterstützt durch die Dozenten kollegiales Feedback. So können Studierende ihre praktischen Fertigkeiten überprüfen und kollegiales Feedback („Buddy-Prinzip“) im Interesse der Patientensicherheit trainieren. Da die gezeigte Durchführung einer Prozedur nicht bewertet wird, sondern ausschließlich Anlass für kollegiales Feedback zur Optimierung ist, sollte bei den Studierenden nicht „Leistungsdruck“, sondern eine optimierte Lernerfahrung entstehen. An jeder Arbeitsstation wird Zeit für offene Fragen und Problemdiskussion aus dem klinischen Alltag gegeben. Evaluation: Im Rahmen der anonymisierten Online-Evaluation der Lehrveranstaltung werden die Studierenden gemäß der Evaluationsverordnung der Universität Heidelberg um Beurteilung gebeten. Die Evaluation wird durch das QM-Team Studium und Lehre der Fakultät durchgeführt und erfolgt mittels evasys. Die online-Umfrage ist eine Woche freigeschaltet, die Teilnahme ist freiwillig. Die aggregierten Evaluationsreports werden den zuständigen Lehrverantwortlichen nach Abschluss der Evaluationswoche bereitgestellt. Schlussfolgerungen: Angesichts einer Teilnahmequote von durchschnittlich 49,8% an der Evaluation, des von den Befragungsteilnehmer*innen beschriebenen hohen Lernzuwachses (86,9%) und der Gesamtbewertung der Veranstaltung mit der Note sehr gut bis gut (91,5%) wird die Sinnhaftigkeit eines Hands-on-Trainings für PJ-Studierende im Fach Hygiene unterstrichen. Ausblick: Das Hands-on Training für PJ-Studierende wird fortgesetzt. Eine Ausweitung des Angebots auf weitere praktische Aufgabenstellungen wurde in der Evaluation mehrfach angeregt; dies würde jedoch zusätzliche Personalressourcen der Krankenhaushygiene erfordern. Implementierung von Crew/Crisis Resource Management (CRM) und Human Factors in der curriculären Lehre von Medizinstudierenden 1: Tübingen Institute for Medical Education (TIME), Medizinische Fakultät, Universität Tübingen, Tübingen, Deutschland; 2: Abteilung für Endokrinologie, Diabetologie und Nephrologie, Klinik für Innere Medizin IV, Universitätsklinikum Tübingen, Otfried-Müller-Str. 10, 72076 Tübingen, Deutschland; 3: Institut für Diabetesforschung und Stoffwechselerkrankungen (IDM) des Helmholtz Zentrums München an der Universität Tübingen, Tübingen, Deutschland; 4: Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD), Tübingen, Deutschland Hintergrund / Problemstellung: Vor über drei Jahrzehnten wurde durch Howard und Gaba die Übertragung des in der Luftfahrt bereits etablierten Crew Resource Management (CRM) auf den medizinischen Kontext mit dem Anesthesia Crisis Resource Management (ACRM) erstmals systematisch beschrieben (1). Mit dem im Jahr 2000 publizierten Bericht To Err is Human, der die jährliche Mortalität infolge vermeidbarer medizinischer Fehler in den USA auf bis zu 98.000 Fälle schätzte, rückten Humanfaktoren und CRM-Strategien verstärkt in den Fokus der patientensicherheitsrelevanten Forschung. Obwohl der Nationale Kompetenzbasierte Lernzielkatalog Medizin 2.0 (NKLM 2.0) die Vermittlung dieser Kompetenzen explizit fordert, erfolgt deren curricular verankerte Umsetzung im Medizinstudium bislang häufig nur unzureichend. Diese Diskrepanz deutet auf Defizite in der systematischen Vorbereitung angehender Ärztinnen und Ärzte im Umgang mit komplexen, sicherheitskritischen Situationen hin (2). Wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass strukturiertes Training in CRM und Humanfaktoren das Risiko vermeidbarer Schadensereignisse reduziert, mit geringeren Folgekosten assoziiert ist und zu einer erhöhten Arbeitszufriedenheit im klinischen Setting beiträgt (3). Ziele des Projekts: Ziel des Projektes ist die Implementierung eines strukturierten curricularen Ausbildungsmoduls im Medizinstudium zum Themenkomplex CRM und Humanfaktoren, um künftige nationale Unterrichtsvorgaben zu erfüllen und das Problembewusstsein für Risiken unzureichender Kommunikation sowie die Bedeutung individueller Humanfaktoren im Hinblick auf potenzielle Behandlungsfehler zu schärfen. Gleichzeitig soll die Relevanz einer effizienten inter- und intraprofessionellen Zusammenarbeit für Patientensicherheit und Versorgungsqualität hervorgehoben werden. Mit Beginn der Implementierung erfolgt eine systematische wissenschaftliche Evaluation des Projektes, fokussiert auf die individuelle Kompetenzentwicklung der Studierenden und deren objektivierbare Leistungsparameter im Bereich CRM und Humanfaktoren. Methoden / Umsetzung: Geplant ist ein modularer, aufeinander aufbauender Ansatz, der Studierende schrittweise an die Thematik CRM und Humanfaktoren heranführt. Die erstmalige Vermittlung soll früh im klinischen Abschnitt, spätestens im Praktischen Jahr erfolgen, um eine frühzeitige Sensibilisierung für sicherheitsrelevante Aspekte des klinischen Alltags zu gewährleisten. Zunächst wird ein grundlegendes Verständnis für die Thematik geschaffen, bevor die Studierenden über externe Beobachtungen zur eigenständigen Anwendung übergehen. Eingesetzt werden sollen Impulsvorträge, Einzel- und Gruppenarbeiten, moderierte Diskussionen, Videoanalysen sowie abschließend Gruppensimulationstrainings mit strukturiertem Debriefing. Ergebnisse: Die Pilotierung des Lehrprojektes soll im Q1/2026 erfolgen. Eine Vorstellung erster Zwischenergebnisse ist auf dem 20. Internationalen Skills Lab Symposium (iSLS) geplant. |
| 14:30 - 16:00 | Workshop 1 Ort: S23 (Alte Brauerei, OG) Teilnehmerbegrenzte Veranstaltung, verbindliche Buchung erforderlich. Teilnehmerbegrenzte Veranstaltung, verbindliche Buchung erforderlich: Login Conftool ➡ "Anmelden als Teilnehmer*in" bzw. "Teilnahmedaten bearbeiten" ➡ "2. Veranstaltungen und Artikel" wählen ➡ gewünschte Veranstaltung buchen. |
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Skills Lab zu klein! In großen Lerngruppen praktische Fertigkeiten interprofessionell üben 1: Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Mannheim, Deutschland; 2: Akademie des Universitätsklinikums Mannheim, Mannheim, Deutschland Interprofessionelles Lernen ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil moderner Ausbildungskonzepte der Gesundheitsberufe. Doch die hohe Zahl an Studierenden und Auszubildenden stellt Skills Labs vor die Herausforderung, interprofessionelle Lehre für alle zu ermöglichen. Der Workshop zeigt Ansätze auf, praktische Fertigkeiten auch in großen interprofessionellen Lerngruppen mit besonderem Fokus auf Peer Teaching zu erwerben und vertiefen. Organisatorische und ressourcenrelevante Aspekte, die es bei der Planung und Umsetzung zu beachten gilt, werden thematisiert. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in erprobte Lehrkonzepte und erarbeiten Ansätze, die interprofessionelles Lernen in großen Gruppen umsetzbar machen. Zudem bleibt Raum für den Austausch und die Diskussion eigener Erfahrungen und standortspezifischer Herausforderungen. Ziele des Workshops:
Zeitplan/didaktische Methoden:
Zielgruppe: Lehrende, Tutorinnen und Tutoren sowie Curriculum-Verantwortliche aus den Gesundheitsberufen, die praxisorientierte interprofessionelle Lehre entwickeln möchten |
| 14:30 - 16:00 | Workshop 2 Ort: S28 (Alte Brauerei, OG) Teilnehmerbegrenzte Veranstaltung, verbindliche Buchung erforderlich. Zielgruppe: nur APF-Mitglieder Teilnehmerbegrenzte Veranstaltung, verbindliche Buchung erforderlich: Login Conftool ➡ "Anmelden als Teilnehmer*in" bzw. "Teilnahmedaten bearbeiten" ➡ "2. Veranstaltungen und Artikel" wählen ➡ gewünschte Veranstaltung buchen. Wichtig: der Workshop richtet sich ausschließlich an Mitglieder des Ausschusses "Praktische Fertigkeiten" (APF) der GMA. |
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Weiterentwicklung der APF-Zertifizierungsstandards – offener Workshop zur Qualitätssicherung und -entwicklung von Skillslabs 1: Lernzentrum, Prodekanat für Studium und Lehre, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland; 2: Dorothea Erxleben Lernzentrum, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle/Saale, Deutschland; 3: Skills Lab, Medizinische Hochschule Brandenburg - Theodor Fontane, Neuruppin, Deutschland; 4: LernKlinik Leipzig, Universität Leipzig, Leipzig, Deutschland; 5: IML, Universtität Bern, Bern, Deutschland; 6: KISS; Studiendekanat, Universität zu Köln, Köln, Deutschland Hintergrund: Zielsetzung: Methoden und Ergebnisse: |
| 14:30 - 16:00 | Workshop 3 Ort: S21 (Alte Brauerei, OG) Teilnehmerbegrenzte Veranstaltung, verbindliche Buchung erforderlich. Teilnehmerbegrenzte Veranstaltung, verbindliche Buchung erforderlich: Login Conftool ➡ "Anmelden als Teilnehmer*in" bzw. "Teilnahmedaten bearbeiten" ➡ "2. Veranstaltungen und Artikel" wählen ➡ gewünschte Veranstaltung buchen. |
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Vorbereitung von Studierenden und Lehrenden auf SP-Einsätze & Interprofessionelle Rollenskriptdatenbank: Bedarfe und Lösungsansätze 1: Referat Studium und Lehre, Medizinische Fakultät OWL, Universität Bielefeld, Deutschland; 2: AG Allgemein- und Familienmedizin, Medizinische Fakultät OWL, Universität Bielefeld, Deutschland Zielgruppe: Simulationspersonentrainer*innen; Simulationspersonen; SP-Programmleitungen, Dozierende, die in der Lehre mit SP arbeiten; Studierende, die mit SP lernen. Erfahrungen mit SP sind hilfreich, aber nicht zwingend nötig.
1) Austausch über Schulungsmaterialien für Dozierende, die in Lehre und Prüfungen mit SP arbeiten 2) Zusammenbringen von Konzepten und Ideen für die Vorbereitung von Lernenden auf SP-Kontakte 3) Sammeln von Bedarfen und Ideen für die Entwicklung einer deutschsprachigen, interprofessionellen SP-Rollenskriptdatenbank
Der Einsatz von Simulationspersonen (SP) ist im deutschsprachigen Raum breit etabliert [1], wird aber methodisch recht unterschiedlich gelebt [2]. Es lassen sich drei Herausforderungen skizzieren: (1) Die heterogene und bruchstückhafte Vorbereitung der Lernenden auf Simulationen mit SP, (2) die häufig unzureichende Schulung der Lehrenden, die mit SP arbeiten, sowie (3) ein strukturierter Austausch über erprobte und bewährte SP-Fallszenarien, sowohl innerhalb der Fachbereiche als auch darüber hinaus. Das durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre geförderte Projekt „E-SPARRING“ (Digitale Ermöglichung und Begleitung des Simulationspersoneneinsatzes in Lehre und Prüfung in den Gesundheitsberufen) möchte diese Herausforderungen adressieren. Es werden nach CC-BY-SA 4.0 lizensierte OER-Materialien (Open Educational Ressources) zur Vor- und Nachbereitung von SP-Kontakten für Lernende und Lehrende in Form eines digitalen modularen Schulungskonzepts entwickelt sowie auf Basis des bald publizierten SP-Rollenskript-Templates [3] eine professionsübergreifende Falldatenbank etabliert. Im Workshop sollen diesbezüglich Bedarfe, Ideen und Erfahrungen gesammelt und geclustert werden, damit einerseits die SP-Programme selber damit weiterarbeiten können und andererseits E-SPARRING zielgruppengerecht Material entwickeln kann, das anschließend den Standorten zugänglich gemacht wird. Methodik & Ablauf: Dauer: 90 Minuten 00:00 Begrüßung, thematische Einführung 00:05 Vorstellungsrunde & Erfahrungsabfrage 00:10 Einführung in das Projekt E-SPARRING 00:15 Gruppenarbeitsphase zu Leitfragen (1 Gruppe zu jedem Workshopziel) 01:00 Präsentation der Gruppenergebnisse und Diskussion 01:20 Ergebnissicherung, Take-Home-Message, Projektplanung 01:25 Abschluss, Feedback 01:30 Ende Ergebnissicherung: Die Ergebnisse werden über ein Fotoprotokoll der Flipcharts festgehalten und fließen in das Projekt E-SPARRING ein. Die TN können Kontaktdaten angeben und werden über den Projektverlauf informiert. |
| 14:30 - 16:00 | Workshop 4 Ort: S36 (Alte Brauerei, OG) Teilnehmerbegrenzte Veranstaltung, verbindliche Buchung erforderlich. Teilnehmerbegrenzte Veranstaltung, verbindliche Buchung erforderlich: Login Conftool ➡ "Anmelden als Teilnehmer*in" bzw. "Teilnahmedaten bearbeiten" ➡ "2. Veranstaltungen und Artikel" wählen ➡ gewünschte Veranstaltung buchen. |
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Ein Herz fürs Peer Teaching: ein studentischer Sezierkurs an Schweineherzen Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Deutschland Zielgruppe:
Vorkenntnisse: keine erforderlich Lernziele und Schwerpunkte:
Das Herz stellt sowohl in anatomischer als auch chirurgischer Hinsicht ein besonderes Organ dar. Durch die häufigen anatomischen Varianten, das fragile Reizweiterleitungssystem und die komplizierte Dreidimensionalität der Ein- und Ausflussbahnen sind Eingriffe am Herzen selbst für erfahrene Ärzte eine Herausforderung. Um ein Verständnis für diese Komplexität zu entwickeln ist die gründliche Auseinandersetzung mit dem Organ zu Beginn des Ausbildungsweges essenziell. Innerhalb der Mannheimer studentischen Initiative „Skills for Surgery“ entstand deshalb unter Zusammenarbeit mit dem Lernkrankenhaus TheSiMa (Themenräume Simulation Mannheim) ein extracurricularer, freiwilliger Präparationskurs an Schweineherzen. Während sich das Schweineherz in manchen wenigen Aspekten anatomisch vom menschlichen Herzen unterscheidet (1), stellt dieses jedoch eine kostengünstige und gut zugängliche Alternative dar. Ziel ist eine freie Präparation der vielschichtigen Anatomie unter Anleitung eines studentischen Tutors, wobei ein Schwerpunkt auf bestimmte Teilbereiche, wie zu- und abführende Gefäße oder die Querschnittsanatomie gelegt werden kann. Darüber hinaus lassen sich ebenfalls Koronaranastomosen, insbesondere relevant für Bypass-Operationen, üben (2). Hierdurch werden Herzanatomie, Instrumentenkunde, sowie die Durchführung erster Nähte an tierischem Gewebe nach individuellen Bedürfnissen gelernt. Mit der effektiven „Peer Teaching“ Lernmethode (3) erreichen wir das sowohl Lehrende als auch Lernende von den Kursen profitieren. Neben dem Austausch im informellen Kleingruppenformat und einer entspannten Lernatmosphäre gibt es ebenfalls die Möglichkeit Inhalte beliebig oft zu wiederholen und zu üben. Die Form des Angebots sorgt allerdings für Herausforderungen bei der Organisation, Finanzierung und praktischen Durchführung, welche durch die Einbettung in schon bestehende Strukturen der medizinischen Fakultät abgefangen werden kann. Ablauf:
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| 14:30 - 16:00 | Workshop 5 Ort: S26 (Alte Brauerei, OG) Teilnehmerbegrenzte Veranstaltung, verbindliche Buchung erforderlich. Zielgruppe: ASP-Mitglieder sowie Kolleg:innen mit Bezug zur Arbeit mit SP Teilnehmerbegrenzte Veranstaltung, verbindliche Buchung erforderlich: Login Conftool ➡ "Anmelden als Teilnehmer*in" bzw. "Teilnahmedaten bearbeiten" ➡ "2. Veranstaltungen und Artikel" wählen ➡ gewünschte Veranstaltung buchen. Wichtig: der Workshop richtet sich ausschließlich an Mitglieder des Ausschusses "Simulationspersonen" (ASP) der GMA. |
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Faire Vergütung von Simulationspersonen – Braucht es eine offizielle Empfehlung für die Bezahlung von SP? 1: Fachhochschule Münster, Deutschland; 2: Technische Universität Dresden; 3: Universitätsmedizin Mainz; 4: Universität Oldenburg „Geld wächst nicht auf Bäumen“. Das gilt auch für Simulationspersonen in den SP-Programmen. Was einst als Ehrenamt startete, ist seit vielen Jahren eine intensive und anspruchsvolle Tätigkeit, welche aus der professionellen Aus-, Fort- und Weiterbildung von Gesundheitsfachberufen nicht mehr wegzudenken ist. Die zunehmende Professionalisierung des Tätigkeitsfeldes bringt neue Anforderungen und Verantwortlichkeiten mit sich. In diesem Zusammenhang gewinnt auch der Bedarf an transparenten Empfehlungen oder zumindest einer Orientierungsgrundlage für eine angemessene Vergütung zunehmend an Bedeutung. Die Arbeitsgruppe „Vergütung von SP“ hat sich diesem Thema gewidmet und eine Umfrage zur systematischen Erfassung von SP- Honoraren durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, einen Überblick über die aktuelle SP-Vergütung an den Standorten der DACH-Region zu erhalten. Die Ergebnisse dieser Umfrage könnten als Grundlage für klare und verbindliche Regelungen von SP- Vergütung dienen. In diesem Zusammenhang braucht es Raum für kritische Auseinandersetzung: Verfolgen wir als SP-Ausschuss daher langfristig das Ziel einer Standardisierung bzw. Angleichung der Honorare? Sollte hierzu eine Empfehlung erarbeitet werden, die konkrete Honorarsätze benennt? Und welche Verantwortung tragen wir als SP- Educator diesbezüglich? Im Workshop werden zunächst die Ergebnisse der Umfrage vorgestellt. Anschließend haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, die oben genannten Fragestellungen zu diskutieren. Ziel ist es, ein erstes Stimmungsbild abzufragen, ob und in welcher Form eine allgemeingültige Empfehlung formuliert werden soll. |
| 16:00 - 16:30 | Kaffeepause Ort: Catering Areas (EG & OG, Alte Brauerei) |
| 16:30 - 17:30 | Vorträge 2: Fit für Feedback Ort: Hörsaal 02 (Alte Brauerei, EG) Chair der Sitzung: Susanne Borgmann Text |
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Vom virtuellen Probelauf zum echten Gespräch: KI unterstützte Avatare als Vorbereitung auf Kommunikationstrainings mit SPs Berner Bildungszentrum Pflege, Schweiz Einleitung Kommunikationstrainings mit Simulationspersonen (SP) sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Aus- und Weiterbildung in Gesundheitsberufen. Sie ermöglichen Studierenden, realitätsnahe Patientengespräche sowie anspruchsvolle Kommunikationssituationen mit Angehörigen oder interprofessionellen Akteuren zu erproben und reflektieren. Trotz ihres hohen didaktischen Wertes besteht häufig der Wunsch der Studierenden, sich gezielt auf diese Trainings vorzubereiten. Bisher fehlten jedoch niederschwellige, flexible und realitätsnahe Vorbereitungsmöglichkeiten. Zur Schliessung dieser Lücke werden am Berner Bildungszentrum Pflege KI-gestützte Avatare als vorbereitendes Trainingsinstrument eingesetzt. Methode Im Rahmen des Pilotprojekts wurden bestehende Kommunikationsszenarien mit SPs für KI‑Avatare angepasst und mittels gezielter Prompts umgesetzt. Die Studierenden hatten vor den eigentlichen Interaktionen mit Simulationspersonen die Möglichkeit, Patientengespräche mit einem KI-gesteuerten Avatar zu üben. Dabei wird Xara benutzt. XARA wurde an der Universität St. Gallen entwickelt und simuliert realistische Gespräche mit Hilfe von GPT-4. Der Zugang erfolgt entweder über eine VR/ AR-Brille oder über ein Smartphone, wodurch ein orts- und zeitunabhängiges Training ermöglicht wird. Ergänzend kommt ein Avatar-Coach zum Einsatz, der auf Basis vordefinierter Lernziele ein strukturiertes interaktives Feedback zur Gesprächsführung gibt. Besonderer Wert wurde auf die Kohärenz zwischen Aufgabenstellung, Gesprächsverlauf und Feedback gelegt. Zusätzlich wurde ein elektronisches Gesprächsprotokoll erstellt, das sowohl die Interaktion als auch die Rückmeldungen Wort für Wort dokumentiert. Insgesamt nahmen 70 Studierende an den Vorbereitungstrainings mit den KI-Avataren teil. Die Evaluation erfolgte mittels eines standardisierten Fragebogens zu Erfahrungen, Akzeptanz und wahrgenommenem Lernerfolg. Resultate Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Studierenden den Einsatz der KI-Avatare positiv bewertet. Besonders wurde geschätzt, Gespräche vor und/oder nach den SP-Trainings eigenständig üben oder vertiefen zu können. Die Avatare wurden als hilfreiche Möglichkeit wahrgenommen, Patientengespräche in einem ersten, risikoarmen Schritt zu trainieren und kommunikative Sicherheit aufzubauen. Schlussfolgerung Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Kombination aus KI-gestützten Avataren und klassischen Kommunikationstrainings mit Simulationspersonen eine sinnvolle didaktische Ergänzung darstellt. KI-Avatare können die Vorbereitung und Nachbereitung von Trainings unterstützen, ersetzen jedoch nicht die Interaktion mit realen Simulationspersonen. Ausblick Durch die Didaktisierung der akkuraten Gesprächsprotokolle sowie die Weiterentwicklung von VR/AR-Technologien und Avataren, lassen sich künftig Lernumgebungen schaffen, die praxisnah, interaktiv und individuell adaptierbar sind. So kann die Lehre gezielter unterstützt und Lernerfahrungen effektiver gestaltet werden. VirtualSP: Kommunikationstrainings mit virtuellen Simulationspersonen Referat Studium und Lehre, Medizinische Fakultät OWL, Universität Bielefeld, Bielefeld, Deutschland Hintergrund: Der Nutzen von Simulationspersonen (SP) in der Kommunikationslehre ist gut belegt, ihr Einsatz jedoch ressourcenintensiv [1]. Durch die rasante Entwicklung generativer KI-Systeme entstehen neue didaktische Potenziale, insbesondere durch Large Language Models (LLM). LLM-basierte virtuelle Simulationspersonen (vSP) werden bislang kaum curricular eingesetzt. An der Universität Bielefeld wird seit 2025 die Lernplattform VirtualSP entwickelt. Konzept: VirtualSP ermöglicht LLM-basierte Kommunikationstrainings für Medizinstudierende in Form von Audiogesprächen mit virtuellen SP. Die Gespräche werden simultan transkribiert und als Transkript gespeichert. Die Plattform erlaubt adaptives Lernen durch anonymes, zeit- und ortsunabhängiges Üben mit bedarfsorientierten Trainingsfrequenzen. Nach jedem Gespräch erhalten die Lernenden ein individuelles Feedback. Eine Lernfortschrittsmessung ermöglicht die Einschätzung kommunikativer Kompetenzen im Zeitverlauf sowie im Vergleich zur Peergroup. Der Zugriff erfolgt über Shibboleth. Die Entwicklung der Szenarien und vSP-Rollen basiert auf dem SP-Rollenskript-Template [2]. Gesprächsanalyse und -feedback umfassen zwei Komponenten: Erstens erfolgt eine Bewertung entlang eines Kompetenzframeworks auf Basis des MAAS-D 2.0 [3], jeweils ergänzt um eine kurze Begründung entlang des transkribierten Gesprächs. Zweitens werden auf Basis szenarien-spezifischer Kriterien Verbesserungsvorschläge bereitgestellt. Die Trainings sind beliebig oft wiederholbar; die Lernfortschrittsmessung erfolgt szenarien-spezifisch und übergeordnet entlang des Kompetenzframeworks. VirtualSP wird bislang in zwei Modulen des Bielefelder Modellstudiengangs Medizin verpflichtend eingesetzt. Die Pilotierung erfolgte im Sommersemester 2025 im 6. Fachsemester im Kontext einer Lehrveranstaltung zu Wissenschaftskommunikation als simuliertes Interview mit einer Journalistin zum Thema Multimedikation. Im Wintersemester 2025/26 trainieren Studierende des 1. Fachsemesters in VirtualSP laienverständliche Kommunikation mit zwei Szenarien. Evaluation: An der Pilotphase nahmen 53 von 60 Studierenden teil. Die Möglichkeit des mehrfachen Trainings bewerteten 94 % der Teilnehmenden der Abschlussbefragung (n=18) als sehr relevant für den Lernerfolg. Das zeitlich unabhängige, individuelle und anonyme Training bewerteten 89 % als sehr lernerfolgsrelevant. Zudem stuften89 % das Training im Verhältnis zur aufgewendeten Zeit als effektiv ein. Die Evaluationsergebnisse des Wintersemesters liegen im Februar 2026 vor. Schlussfolgerung: LLM-basierte Kommunikationstrainings können bestehende Lernformate ressourcenschonend und effektiv erweitern. Ausblick: Virtuelle Gesprächssimulationen ersetzen reale Simulationen nicht, können diese jedoch sinnvoll ergänzen. Mit VirtualSP fokussieren wir in der Weiterentwicklung daher bewusst auf die Vorteile digitaler Lernplattformen, wozu insbesondere die longitudinale Lernerfolgsmessung, die Vielfalt trainierbarer Szenarien sowie der niedrigschwellige Zugang für Lernende und Lehrende zählen. Qualitätskriterien für SP-Rollenskripte: Ein strukturierter Rahmen zur qualitativen Bewertung Zentrum für Medizinische Lehre, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland Hintergrund: Simulationen mit Simulationspersonen (SPs) sind ein zentraler Baustein der praktischen Ausbildung in Medizin und Gesundheitsberufen. Die Qualität von SP-Rollenskripten stellt dabei eine wichtige Voraussetzung für eine konsistente und authentische Rollendarstellung dar und beeinflusst damit die Qualität der Interaktion sowie die Validität simulationsbasierter Bewertungen [1], [2]. Aus diesem Grund bedarf es klar definierter Qualitätskriterien für die Entwicklung von SP-Rollenskripten, um fachlich korrekte, konsistente und authentische Rollen sicherzustellen. Ziel/Fragestellung: Ziel war die Entwicklung eines strukturierten Kriterienrahmens zur qualitativen Bewertung von SP-Rollenskripten. Es wurde herausgearbeitet, welche Qualitätsdimensionen eine gemeinsame, reflektierte und konsistente Bewertung von SP-Rollenskripten ermöglichen und so zur Verbesserung von Authentizität und Lernwirksamkeit beitragen. Methodik: Auf Basis einer systematischen Literaturrecherche und der Analyse bislang unsystematisch vorliegender praxisbezogener Ansätze wurde ein strukturierter Bewertungsrahmen entwickelt. Die Literaturrecherche umfasste didaktische, simulationsbezogene und professionsspezifische Veröffentlichungen aus Medizin und Gesundheitsberufen. Die Qualitätskriterien für SP-Rollenskripte wurden aus verschiedenen Quellen synthetisiert und auf ihre Relevanz, Konsistenz und praktische Anwendbarkeit überprüft. Dabei wurden sie in sieben zentrale Dimensionen gegliedert: Klarheit, Detailgenauigkeit, Realismus, Diversität, Relevanz, Empathie und Aktualität. Ergebnisse: Es wurde ein strukturierter Qualitätsrahmen mit sieben klar voneinander abgrenzbaren und sich ergänzenden Kriterien für SP-Rollenskripte entwickelt. In der bisherigen Literatur werden Qualitätsaspekte von SP-Rollenskripten überwiegend fragmentarisch, punktuell oder implizit behandelt. Der entwickelte Rahmen führt diese Aspekte erstmals systematisch zusammen und macht sie für die praktische Bewertung explizit nutzbar. Jedes Kriterium ist durch eine prägnante Definition, eine theoretische Fundierung sowie konkrete Hinweise zur Anwendung operationalisiert. Ergänzend wurden leitende Reflexionsfragen entwickelt, die eine kriterienspezifische und strukturierte Bewertung der Skriptqualität ermöglichen. Checklisten unterstützen darüber hinaus eine standardisierte Bewertung von Skripten in unterschiedlichen Phasen der Skriptarbeit. Der Qualitätsrahmen fördert die Etablierung einer gemeinsamen Sprache zur Qualitätsbewertung von SP-Rollenskripten und unterstützt eine konsistente, empathieorientierte und lernwirksame Gestaltung von Simulationen. Schlussfolgerung: Die systematische Anwendung der Qualitätskriterien stellt einen wesentlichen Schritt hin zu einer nachhaltigen Qualitätsentwicklung in der Simulation mit Simulationspersonen dar. Der entwickelte Kriterienrahmen stärkt sowohl die fachliche Genauigkeit als auch die empathische Authentizität von SP-Rollen und unterstützt eine konsistente, reflektierte und lernwirksame Skriptarbeit. Eine weiterführende empirische Untersuchung zur Wirksamkeit des Kriterienrahmens wird aktuell durchgeführt. Interprofessionell Peer-Feedback und Debriefing Kompetenzen tutoriell stärken Gesundheitscampus Göttingen/ HAWK, Göttingen, Deutschland Hintergrund: Interprofessionelle, tutorielle Lehre fördert zentrale Kompetenzen für die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen, indem sie Studierende verschiedener Fachrichtungen zusammenbringt und praxisorientiertes, eigenverantwortliches Lernen unterstützt (1). Insbesondere interprofessionelle Tutorien stärken durch Peer-Teaching und simulationsbasiertes Lernen sozial-emotionale Kompetenzen, Kommunikationsfähigkeit und die Fähigkeit zur konstruktiven Feedbackgabe (2). Eine qualitativ hochwertige Ausbildung von Tutor*innen ist dabei nicht nur entscheidend für den Lernerfolg, sondern trägt auch zur Professionalisierung durch wissenschaftlichen und didaktischen Nachwuchs bei (3). Konzept: Das Skills-Lab-Tutor*innen-Ausbildungsprogramm am Gesundheitscampus Göttingen (GCG) basiert auf einer fundierten didaktischen Qualifizierung für Tutor*innen der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK). Es vermittelt Kompetenzen in Lehrplanung, Didaktik, Präsentation und Moderation. Ergänzend werden Tutor*innen in den interprofessionellen Skills-Labs des GCG hinsichtlich Identitätsbildung, Kommunikation, interprofessionelle Zusammenarbeit und simulationsbasierter Didaktik geschult. Ziel des Programms ist es, die kommunikativen Kompetenzen der Studierenden im Kontext von Interprofessionalität und Feedback bedarfsgerecht zu fördern. Dementsprechend wurden zum Start des Programms Tutorien zum interprofessionellen Lernen in Skills Labs und zur Peer-Feedbackgabe konzipiert und angeboten. Evaluation: Der tatsächliche Bedarf an Übungsformaten und Peer-Feedback wurde durch eine Bedarfsanalyse (n=45 Studierende im 3. Semester) und eine Längsschnittuntersuchung in den Semestern 5 und 7 mit dem UWE-IP-Fragebogen erhoben. Die Ergebnisse wurden in einer interprofessionellen Lehrendenrunde diskutiert. Die Evaluation erfolgt im Rahmen einer fortlaufenden Studierendenbefragung. Qualitätssicherung und -verbesserung von Studium und Lehre werden durch die Rückkopplung der Ergebnisse an die relevanten Entscheidungsträger*innen der Fakultät (Studiendekanat, Studiengangsverantwortliche, Studienkommission) sowie an die Lehrenden (in Dienstbesprechungen) sichergestellt. Die Bedarfsanalyse zeigte, dass 89% der Studierenden praktische Übungen in interprofessionellen Tutorien wünschen, 73,3% begleitete Lernzeiten zur Feedbackkompetenz und 79,6% begleitete Übungen zur Kommunikation. Erste Ergebnisse deuten auf einen Abbau von Vorurteilen und eine Förderung der Teamfähigkeit durch interprofessionelles Lernen hin. Schlussfolgerung: Die interprofessionellen Skills-Lab-Tutor*innen-Ausbildung und die Tutorien leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer vorurteilsfreien, interprofessionellen Identität und Teamfähigkeit bei Studierenden am GCG. Studierende profitieren von interprofessionellen Lernszenarien und entwickeln Kompetenzen in Debriefing und Feedback. Ausblick: Die gewonnenen Erfahrungen bestätigen den Mehrwert von interprofessionellem Lernen und Peer-Feedback für die Kompetenzentwicklung. Zukünftig sollen weitere interprofessionelle Tutorien entwickelt und die Einbindung zusätzlicher Berufsgruppen gefördert werden. |
| 16:30 - 17:30 | Posters 2: Ready to Grow - Innovative Impulse Ort: S22 (Alte Brauerei, OG) Chair der Sitzung: Christoph Stosch |
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Skin of Colour Representation in a Swiss Undergraduate Dermatology Curriculum: Gap Analysis and Action Plan 1: Department of Dermatology and Venerology, University Hospital of Bern, University of Bern, Bern, Switzerland; 2: Institute of Tissue Medicine and Pathology, University of Bern, Bern, Switzerland; 3: Institute for Medical Education, University of Bern, Bern, Switzerland Background There is increasing international concern that dermatology teaching materials insufficiently represent conditions as they present in individuals with darker skin tones (“Skin of Colour”, SoC), potentially contributing to diagnostic uncertainty and health inequities. While this issue has been described in Anglo-American contexts [1], empirical data from Swiss medical curricula are lacking. This study aimed to systematically assess the representation of SoC in the undergraduate dermatology curriculum at the University of Bern and to develop an action plan to address identified gaps. Methods A cross-sectional analysis of dermatology teaching materials was conducted. All images contained in 24 dermatology lecture podcasts from a total of 16 lecturers, supplemented by the Clinical Skills Training script and supplementary video materials, were included. In total, 1,821 images were analysed. Images were independently classified by two raters as Skin of Colour (Fitzpatrick [2] phototypes V–VI), non–Skin of Colour (phototypes I-IV), or indeterminate; disagreements were resolved by a third rater. Images were further categorized by underlying pathology (inflammatory, infectious, neoplastic, other, unclear). Absolute and relative frequencies were calculated. Results Of 1,821 images, 72 (3.95%) depicted Skin of Colour, 1,695 (93.08%) depicted non–Skin of Colour, and 54 images (2.97%) were classified as indeterminate. Regarding underlying pathology, 43% of images were inflammatory, 22% infectious, 21% neoplastic, 7% other, and 7% unclear. Skin of Colour images were most common in the “infectious” category. In the absence of population-based prevalence data for the construct “Skin of Colour” in Switzerland, the identified proportion of Skin of Colour images (3.95%) remains substantially lower than estimates derived from commonly used demographic surrogates [3,4]. Discussion This analysis demonstrates a marked underrepresentation of Skin of Colour in the undergraduate dermatology curriculum at a Swiss medical faculty. In response, an action plan is being formulated, including structured feedback to teaching staff, access to a curated image databases with higher proportions of Skin of Colour, and the development of a written syllabus addressing dermatologic assessment in Skin of Colour. Pending implementation, explicit communication of identified gaps to students is planned to promote critical awareness. Voluntary Follow-Up Practical Sessions to Support Clinical Skills Training: A Project Description 1: Faculty of Medicine University of Maribor, Maribor, Slovenia; 2: Clinic of Internal Medicine, University Medical Centre Maribor, Maribor, Slovenia Background: Description of the project: Evaluation: Conclusion: Outlook: The Effectiveness of Different Learning Methods in Acquiring Internal Medicine Clinical Examination Skills 1: Faculty of Medicine, University of Maribor, Slovenia; 2: Clinic for Internal Medicine, University Medical Centre Maribor, Slovenia Introduction: Peer tutoring combines skill demonstration with supervised practice and feedback, but students may prefer a specific learning method. This study aimed to examine whether students’ preferred learning methods differ according to the perceived difficulty of a clinical skill. Methods: We surveyed 69 third-year medical students at the Faculty of Medicine, University of Maribor, during the academic year 2025/2026. Students rated the perceived difficulty of six clinical skills (palpation of the radial pulse, palpation of axillary lymph nodes, measurement of central venous pressure, cardiac auscultation, percussion to determine the liver border, and the Lasègue test) using a five-point scale (1–2 low, 3 moderate, 4–5 high difficulty). Perceived difficulty ratings were based on students’ self-assessment and were not evaluated by independent experts. Participants then selected one preferred learning method for each skill (reading about the skill, tutor demonstration, tutor feedback after performing the skill, viewing instructional videos or images, or serving as a model). Statistical analysis was performed using ANOVA and Kruskal-Wallis tests. Results: Mean perceived difficulty ranged from 1.3 for the Lasègue test to 3.3 for percussion to determine the liver border. No statistically significant differences in learning method preferences were found for palpation of the radial pulse (p = 0.260), palpation of axillary lymph nodes (p = 0.218), measurement of central venous pressure (p = 0.870), cardiac auscultation (p = 0.105), or the Lasègue test (p = 0.463). A statistically significant difference was observed for percussion to determine the liver border (p = 0.021), with 55% of students preferring tutor feedback after performing the skill and 38% preferring tutor demonstration. Conclusion: For most skills, perceived difficulty was not associated with differences in learning preferences. Only percussion to determine the liver border, rated most difficult, showed significant variation. As none of the skills were rated highly difficult, the impact of task difficulty may be underestimated. Additional limitations include self-reported difficulty, selection of a single preferred method, and lack of objective performance measures. Future studies should include a broader range of task difficulties and independent expert ratings to better assess how perceived and objective difficulty influence learning preferences. Skills Labs der Medizinischen Hochschule Brandenburg – Skills, Simulation, Synergien und Entwicklungsfelder 1: Nutrition Skills Lab, Medizinische Hochschule Brandenburg - Theodor Fontane, Neuruppin, Deutschland; 2: Skills Lab, Medizinische Hochschule Brandenburg - Theodor Fontane, Neuruppin, Deutschland; 3: Ultraschall Skills Lab, Medizinische Hochschule Brandenburg - Theodor Fontane, Neuruppin, Deutschland Hintergrund: An medizinischen Fakultäten existieren Ausbildungs-, Lehr- und Lernformate häufig als historisch gewachsene, parallel organisierte Strukturen, die unterschiedliche Dimensionen praktischer Kompetenz adressieren. An der Medizinischen Hochschule Brandenburg haben sich ein Zentrales Skills Lab, ein Ultraschall Skills Lab sowie ein Nutrition Skills Lab etabliert, die inhaltlich eng entlang gemeinsamer curricularer Module arbeiten, organisatorisch jedoch getrennt verankert sind. Ernährungsmedizin im Medizinstudium: Abgleich der Nutrition Skills Lab Tutorien und dem aktuellem Mustercurriculum 1: Nutrition Skills Lab, Medizinischen Hochschule Brandenburg – Theodor Fontane, 16816 Neuruppin, Deutschland; 2: Medizinische Klinik B, Abteilung für Gastroenterologie, Onkologie, Hämatologie, Endokrinologie und Diabetologie, Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg (ukrb), Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, 16816 Neuruppin, Deutschland; 3: Gemeinsame Fakultät der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane und der Universität Potsdam, 14469 Potsdam, Deutschland; 4: Klinik für Gastroenterologie, Rheumatologie und Infektiologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, 12203 Berlin, Deutschland Hintergrund: Ernährungsassoziierte Erkrankungen nehmen kontinuierlich zu, dennoch sind ernährungsmedizinische Inhalte im Medizinstudium weiterhin unterrepräsentiert. Das neu veröffentliche Mustercurriculum für Ernährungsmedizin (EMC) im Studium der Humanmedizin durch die führenden ernährungsmedizinischen Fachgesellschaften in Deutschland definiert erstmals bundesweit kompetenzorientierte Lernziele. In wieweit diese Kompetenzen die praxis-orientierten Tutorien des Nutrition Skills Lab (NSL), die auf dem didaktischen Ansatz der Culinary Medicine basieren, abgebildet werden, ist bislang nicht untersucht. Zielsetzung: Ziel war es, die Tutorien des NSL systematisch mit dem aktuellem EMC abzugleichen, um inhaltliche Schwerpunkte und Lücken zu identifizieren. Methoden: Es wurde eine qualitative Dokumentenanalyse der Tutoriums-Präsentationen des NSL durchgeführt. Die Inhalte wurden den Module des EMC zugeordnet und von zwei Personen unabhängig voneinanderals als „abgedeckt“, „teilweise abgedeckt“ oder „nicht abgedeckt“ klassifiziert. Ergebnisse: Zentrale Inhalte des EMC werden in den Tutorien des NSL umfassend vertreten, insbesondere die ernährungsmedizinische Betreuung bei nicht-übertragbaren Krankheiten sowie gastroenterologischen und nephrologischen Krankheitsbildern. Abgedeckt sind zudem spezielle Kostformen (z. B. ketogene und antientzündliche Ernährung), sowie Essstörung einschließlich Refeeding-Syndrom. Relevante Lücken zeigen sich in den Bereich Ernährung im Lebenszyklus (Pädiatrie, Schwangerschaft, Geriatrie, Lebensende), perioperative und intensivmedizinische Ernährung, sowie Public Health, Ethik und Ernährungspolitik. Schlussfolgerung: Der systematische Abgleich ermöglicht eine transparente Bewertung der bestehenden NSL-Tutorien und liefert eine fundierte Grundlage für deren gezielte (extra-)curriculare Weiterentwicklung. Ein vollständiger Vergleich des EMC mit dem Curriculums des Brandenburger Modellstudiengangs Medizin steht jedoch noch aus. Weihnachtsknotenchallenge 2026 – Einladung zum Testlauf eines Skilltrainings via Instagram Skillslab Bonn, Deutschland Ausgangspunkt: Social-Media-Plattformen sind in der humanmedizinischen Studierendenschaft in Deutschland weitgehend etabliert. Insbesondere Instagram weist mit 77% die zweithöchste Nutzungsquote auf und wird zunehmend auch für informelle Lernaktivitäten verwendet (1). Zahlreiche SkillsLabs in Deutschland verfügen über Instagram-Accounts. Diese nutzen sie vor allem, um in einseitiger Kommunikation mit ihrer Zielgruppe Teilnahme am eigenen Kursangebot zu generieren. Das Skillslab Bonn hat in vergangenen Jahren erfolgreich Instagram-Formate durchgeführt, die erste Schritte in Richtung gegenseitiger Kommunikation und des Erwerbs klinisch-praktischer Fertigkeiten gehen (2). Darauf aufbauend plant das Skillslab Bonn, einen weiteren Schritt in Richtung des Skilltraining via Instagram zu gehen. Konzept und Methode: Das Poster stellt Einblicke in die wissenschaftliche Gamification-Forschung (3) und entsprechende Anwendungen in der Medizindidaktik vor. Auf dieser Basis entwickelt der Autor mit der „Weihnachtsknotenchallenge“ ein gamifiziertes Trainingsformat für klinisch-praktische Fertigkeiten via Instagram. Die Weihnachtsknotenchallenge soll im Dezember 2026 durchgeführt werden. Sie ruft Medizinstudierende auf, im Zeitraum 2.-4. Advent Videos auf Instagram davon zu posten, wie sie einen chirurgischen Knoten an Weihnachtsgeschenken knüpfen. Den Wettbewerb gewinnt derjenige Standort, der die meisten Videos im angekündigten Zeitraum postet, sowie diejenige Person, die am schnellsten einen korrekten chirurgischen Knoten knüpft. Ergebnis: Mit der Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Konzepts kann gezeigt werden, dass das Training von klinisch-praktischen Fertigkeiten via Instagram mit Videos oder Fotos möglich ist. Die klassische Trias der Gamification-Elemente (3) trifft dabei auf Herausforderungen. Insbesondere die Anerkennung einer Leistung mit einem Badge bedarf einer institutionellen Legitimation. Ebenso ist die „Weihnachtsknotenchallenge“ auf die Beteiligung mehrerer Ausbildungsstandorte angewiesen, um den Wettbewerbscharakter zu ermöglichen. Fazit: Grundsätzlich ist es möglich, die Instagram-Aktivitäten der Standorte für mehr als die einseitige Kommunikation von Angeboten zu nutzen und ausgewählte klinisch-praktische Fertigkeiten via Instagram zu trainieren. Offen ist dabei die Frage, ob im geplanten Format tatsächlich Lernaktivitäten stattfinden oder ob eigentlich bereits beherrschte Fertigkeiten einfach nur ausgeführt werden. Essentiell, damit solche Challenge-Formate funktionieren, ist die Beteiligung mehrerer Ausbildungsstandorte. Dies ist auf Basis der in den Standorten vorhandenen Instagram-Aktivitäten möglich und hebt das große Potenzial von Social Media. Daher lädt das Skillslab Bonn zur Beteiligung an der Weihnachtsknotenchallenge 2026 ein. |
| 17:30 - 19:00 | Studentisches Skills Netzwerkstreffen Ort: Prisma Fachschaftsraum (TPMA2, EG) Zielgruppe: Studentische Tutor*innen |
| 19:00 - 23:00 | Abendveranstaltung Ort: Kulturhaus Käfertal Nur für Teilnehmer*innen, die das Komplettpaket inklusive Abendveranstaltung gebucht haben. |

