Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Session 14: Smart City zwischen Technik und Gesellschaft
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#dISEK – Dynamische integrierte Stadtentwicklungskonzepte für resiliente urbane Transformation RPTU, Fachbereich Raum- und Umweltplanung, Lehrstuhl Stadtplanung / mellon Gesellschaft für nachhaltige Infrastruktur mbH, Deutschland Dieser Vortrag präsentiert zentrale Ergebnisse einer Dissertation, die sich mit der Digitalisierung des führenden informellen Planungsinstruments in Deutschland, des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK), befasst. Im Zentrum steht das Dynamische Integrierte Stadtentwicklungskonzept (dISEK) als konzeptionelle und methodische Weiterentwicklung, die eine datenbasierte, nachvollziehbare Zielbildungslogik etabliert. Heterogene kommunale Datenbestände werden in einem mehrstufigen Analyseprozess strukturiert, verknüpft und in strategische Entwicklungsziele überführt, sodass ISEK-Aussagen empirisch rückführbar, überprüfbar und fortschreibbar werden. dISEK versteht sich dabei als skalierbares Entscheidungs- und Steuerungsinstrument für strategische Ausrichtung, haushaltstechnische Priorisierung und Fördermittelakquise. Methodisch wird dies durch ein XML-basiertes Datenschema umgesetzt, das sich an der Logik von XPlanGML orientiert, ohne an eine spezifische Softwarelösung gebunden zu sein. Kommunen können dISEK somit in einfache GIS-Umgebungen, kommunale Geoportale oder komplexere digitale Planungsplattformen integrieren und das ISEK von einem überwiegend textbasierten Dokument zu einem dynamischen, datengetragenen Steuerungsrahmen für evidenzbasierte Stadtentwicklung weiterentwickeln. Die Digitalisierung deutscher Mittelstädte. Defizite und Lösungsansätze Universität zu Köln, Deutschland Die digitale Transformation von Städten ist ein Ziel der internationalen Stadtentwicklungspolitik. Europäische Großstädte verfolgen bereits seit Jahren Digitalisierungsstrategien und sind in Forschung und Praxis sichtbare Leuchttürme der Smart-City-Bemühungen. Die digitale Transformation kleinerer Städte findet jedoch bislang nur wenig Beachtung. Dies ist verwunderlich, da auch sie dezidierte Strategien zur digitalen Transformation verfolgen sollten. Aufgrund der abweichenden Rahmenbedingungen, beispielsweise in den Bereichen Ressourcenverfügbarkeit oder Agglomerationseffekte, dürften die Ansätze allerdings von den Strategien der Großstädte abweichen. Der vorliegende Beitrag erklärt die Besonderheiten der Digitalisierung in deutschen Mittelstädten und legt die zentralen Herausforderungen offen. Hieraus werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die auch für vergleichbare europäische Städte relevant sein können. Für die Analyse wurden in einer qualitativen Interviewstudie 22 Entscheidungsträger aus Mittelstädten in NRW zu den besonderen Herausforderungen der Digitalisierung befragt. Die Ergebnisse zeigen ein sehr diffuses Verständnis von den Begriffen Digitalisierung und Smart City und Defizite in den Bereichen Strategie, Personal, Know-how und Finanzen. Dritte Orte der Digitalisierung - Ankerorte des digitalen Wandels als soziale Infrastruktur der Smart City Difu - Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin, Deutschland Der Beitrag untersucht die Relevanz sogenannter „Ankerorte des digitalen Wandels“ als essenzielle Bausteine einer digitalen Daseinsvorsorge. Er argumentiert, dass Digitalisierung physische Räume nicht ersetzt, sondern neue Bedarfe für soziale Ankerpunkte schafft, um Smart City bürgernah, begreifbar und inklusiv zu gestalten. Die Bedeutung des Beitrags liegt zum einen in der erstmaligen Typisierung des Praxisfeldes der Ankerorte und deren wissenschaftlicher Erfassbarkeit. Zum anderen lenkt er den Blick auf die Verschränkung von Technik und Sozialem, die für die Bewältigung der digitalen Transformation erforderlich ist. Über das Konzept der Dritten Orte werden die für Smart Cities und smarte Regionen eingerichteten Ankerorte des digitalen Wandels in die wissenschaftliche Diskussion über soziale Infrastrukturen und Orte des Gemeinwesens eingebettet. Der Beitrag befördert somit nicht nur die Auseinandersetzung über das Verhältnis von Sozialem und Digitalem im Rahmen der Smart-City-Entwicklung, sondern befruchtet auch die Diskussion um neue Formen sozialer Orte vor dem Hintergrund der inzwischen 35-jährigen Konzeptgeschichte Ray Oldenburgs. | ||

