Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Session 13: Daten, Plattformen und Zwillinge II
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3D-Stadtmodelle als Simulationsinfrastruktur: Open Tools, proprietäre Lücken und Anwendungsszenarien im Planungsalltag 1Karlsruher Institut für Technologie KIT, Institut für Entwerfen von Stadt und Landschaft IESL, Stadtquartiersplanung STQP; 2Stadt Landsberg am Lech, Referat Digitaler Zwilling, Klimaschutz und Mobilität Offene digitale Zwillinge werden zunehmend als integrative Infrastrukturen für die Stadtplanung eingesetzt und ermöglichen die Simulation und Bewertung von Klima-, Energie- und risikobezogenen Prozessen auf der Grundlage interoperabler 3D-Stadtmodelle. Im Gegensatz zu Smart-City-Ansätzen, die sich auf Echtzeit-Sensorsysteme konzentrieren, basieren offene digitale Zwillinge auf offenen Standards wie CityGML und CityJSON, kombiniert mit öffentlich zugänglichen Geodaten und reproduzierbaren Arbeitsabläufen. In diesem Beitrag wird untersucht, inwieweit planungsrelevante Simulationen mit Open-Source-Software umgesetzt werden können und wo proprietäre Tools weiterhin erforderlich sind. Auf der Grundlage angewandter Workflows bewertet die Studie Anwendungsfälle wie die Analyse des Solarpotenzials, die Minderung der städtischen Hitze, Regenüberschwemmungen und Lärmbelastung. Die Ergebnisse zeigen, dass Open-Source-Tools bereits einen wesentlichen Teil der frühen und szenariobasierten Planungsaufgaben abdecken.Proprietäre Software bleibt für normkonforme, rechtsverbindliche oder hochspezialisierte Simulationen relevant. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass hybride Workflows, die offene und proprietäre Tools kombinieren, derzeit die beste Vorgehensweise für den Einsatz von "Twins" in Städten darstellen. Ein offener, datengetriebener digitaler Zwilling zur Simulation von Baumstress Fraunhofer IESE, Deutschland Wälder übernehmen in Smart Regions zentrale Funktionen für Klimaschutz und -anpassung, sind jedoch durch Klimawandel und Extremereignisse zunehmend gefährdet. Gleichzeitig besteht eine Lücke zwischen forstwissenschaftlicher Modellierung und praktischer Entscheidungsfindung. Der Beitrag stellt einen digitalen Waldzwilling vor, der reale Waldökosysteme datengetrieben abbildet und Baumstress mithilfe von Klima-, Boden- und Sensordaten simuliert. Eine offene, modulare Systemarchitektur verbindet ökophysiologische Indikatoren mit automatisierter Datenverarbeitung, ökologischer Modellierung und skalierbarer Softwareumgebung. Die Ergebnisse werden in einem interaktiven Dashboard visualisiert, das Analysen, Szenarien und erste Prognosen zu Baumstress ermöglicht. Besonders für waldreiche Smart Regions bietet der Ansatz eine transparente, praxisnahe Entscheidungsgrundlage. Insgesamt zeigt der digitale Zwilling großes Potenzial, wissenschaftliche Erkenntnisse nutzbar zu machen und die Anpassungsfähigkeit der Wälder an den Klimawandel zu stärken. Zwischen Abhängigkeit und Handlungsfähigkeit: Urbane Datenplattformen als Grundlage kommunaler digitaler Souveränität Stadt Gütersloh, Deutschland Kommunale digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit von Städten und Gemeinden, unter bestehenden technischen und organisatorischen Abhängigkeiten handlungsfähig zu bleiben. Diese Souveränität entscheidet sich weniger in einzelnen Anwendungen als in der Ausgestaltung digitaler Basisinfrastruktur. Im Mittelpunkt stehen urbane Datenplattformen, die nicht als isolierte Smart-City-Werkzeuge, sondern als gemeinsames Fundament datenbasierter Verwaltung verstanden werden. Werden sie gemeinschaftlich genutzt, können Ressourcen gebündelt, Redundanzen vermieden und neue Handlungsspielräume eröffnet werden. Am Beispiel des Urban Stack aus Gütersloh wird diese Perspektive aufgegriffen, um zu zeigen, wie urbane Datenplattformen Abhängigkeiten ablösen, Handlungsfähigkeit unterstreichen und als Grundlage kommunaler digitaler Souveränität verstanden werden können. Einer Souveränität von Kommunen, für Kommunen. | ||

