Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Session 10: Daten, Plattformen und Zwillinge I
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Die Nutzung Urbaner Digitaler Zwillinge in der kommunalen Wärmeplanung 1Fraunhofer IESE, Deutschland; 2DIFU, Deutschland Die Studie untersucht den aktuellen Einsatz und zukünftige Potenziale Urbaner Digitaler Zwillinge (UDZ) in der kommunalen Wärmeplanung (KWP). Sie zeigt auf, dass etwa 16 % der Kommunen UDZ oder vergleichbare digitale Tools, meist GIS-basierte Systeme, vor allem in frühen Planungsphasen nutzen. Während größere Städte fortgeschrittenere Anwendungen entwickeln, sind kleinere Kommunen mit Infrastruktur, Datenqualität und Fachpersonal oft überfordert. Zudem wird ein Typenmodell mit vier Funktionstypen vorgestellt, das die Nutzung von UDZ in den Bereichen Visualisierung, Analyse, Simulation und innovativer Integration beschreibt. Im Ergebnis besteht aktuell eine beträchtliche Lücke zwischen den Potenizalen und der tatsächlichen Nutzung von UDZ für die KWP. Langfristig können UDZ die Wärme-, Energie- und Stadtentwicklungsplanung allerdings digital verknüpfen und somit die kommunale Wärmewende unterstützen. MOSIDI – Interaktive Datenanalyse und -visualisierung für Kommunalentwicklung Fachhochschule Potsdam, Deutschland MOSIDI ist eine webbasierte Open-Source-Dateninfrastruktur, die darauf abzielt, die Nutzung offener und nicht-offener Daten für evidenzbasierte Entscheidungen zu fördern. Im Rahmen des transferorientierten Forschungsansatzes wird MOSIDI gemeinsam mit mehreren Kommunen entwickelt, einschließlich systematischer Bedarfserhebung und iterativer Weiterentwicklung mit zyklischen User Tests. Mit der Entwicklung soll Verwaltungsabteilungen ohne spezielle Expertise ermöglicht werden, Daten für Strategie- und Entscheidungsprozesse zu nutzen, um somit globale Herausforderungen wie den demografischen Wandel oder Klimaschutz auf lokaler Ebene zu adressieren. Die Plattform basiert auf einer modularen Full-Stack-Architektur, die Schnittstellen zu bewährten Anwendungen und Bibliotheken sowie verschiedenen Datenangeboten schafft. Sie integriert heterogene Datensätze, darunter sozioökonomische Indikatoren und Umweltdaten, in eine harmonisierte Geodateninfrastruktur und bietet einfache Visualisierung auch komplexer räumlicher Analysen. MOSIDI verfolgt einen skalierbaren, interoperablen Ansatz zur Datenintegration und Entscheidungsunterstützung und dient zugleich als Vehikel zur Erforschung kommunaler Datennutzung in Deutschland. So werden neben der angewandten Erforschung der Nutzbarmachung von Daten im kommunalen Kontext auch governancebezogene Fragen untersucht. Kommunales Datenmanagement als organisationale Herausforderung der digitalen Transformation Landkreis Sankt Wendel, Deutschland Die digitale Transformation in Kommunen stellt Städte und Landkreise vor die Aufgabe, technische Innovationen, Dateninfrastrukturen und verwaltungsorganisatorische Prozesse so zu verzahnen, dass nachhaltige, interoperable und zukunftsfähige Systeme entstehen. Der Aufbau digitaler Infrastrukturen wie Sensornetzen, verteilten Datenquellen und kommunalen Datenplattformen verdeutlicht, dass Digitalisierung nicht primär eine technische, sondern vor allem eine organisationale und datenstrategische Aufgabe ist. Insbesondere im kommunalen Kontext wird deutlich, dass der Mehrwert digitaler Systeme maßgeblich von klaren Zuständigkeiten, standardisierten Datenprozessen und einer strategischen Verankerung des Datenmanagements abhängt. | ||

