Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Session 9: Verstetigung und Transfer
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Digitale Transformation in der Stadtentwicklung - Zwischen Anspruch, Wirklichkeit und Verstetigung der digitalen Transformation: Perspektiven der kommunalen Raumplanung aus Praxis, Forschung und technischer Umsetzung 1Sweco GmbH; 2Eidg. Forschungsanstalt WSL; 3Technische Universität Dortmund; 4Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH; 5Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung Die digitale Transformation stellt die kommunale Raumplanung vor tiefgreifende Herausforderungen. Trotz des vielfältigen Potenzials digitaler Technologien zur Beschleunigung und Qualitätssteigerung von Planungsprozessen bleibt ihre Umsetzung in der kommunalen Praxis bislang fragmentiert. Insbesondere formale Planungsverfahren wie die Bauleitplanung sind weiterhin durch lange Laufzeiten, etablierte Routinen sowie begrenzte personelle und organisatorische Ressourcen geprägt. Zwar existieren zahlreiche Forschungsprojekte und Förderprogramme, etwa im Kontext von Smart Cities, doch gelingt es nur selten, deren Ergebnisse nachhaltig in den Regelbetrieb zu überführen. Der Beitrag geht daher der Frage nach, warum digitale Innovationen aus Forschung und Theorie bislang nicht flächendeckend in der kommunalen Raumplanung verankert werden. Auf Grundlage einer fachübergreifenden explorativen Gruppenreflexion werden institutionelle Rahmenbedingungen, Verwaltungslogiken und professionelle Selbstverständnisse analysiert. Ziel ist es, interprofessionelle Spannungen sichtbar zu machen und Ansatzpunkte für ein ganzheitliches Changemanagement zu identifizieren, das die Verstetigung digitaler Lösungen unterstützt und als Grundlage für die Weiterentwicklung und Optimierung der Fördermittelvergabe dienen kann. Den "Uptake" innovativer Smart City Lösungen für die öffentliche Nutzung absichern: Kernaspekte eines nachhaltigen Transfermodells 1TU Dresden, Deutschland, WISSENSARCHITEKTUR Laboratory of Knowledge Architecture; 2HafenCity Universität Hamburg, Digital City Science; 3Bundesverband Smart City e.V. Obwohl eine große Anzahl vielversprechender sogenannter CityTech- bzw. Gov-Tech-Lösungen im Rahmen von Smart City-Forschungs- und Innovationsprogrammen entstanden sind, steht ihrer Übernahme und Nutzung („Uptake“) durch kommunale und institutionelle Nutzer eine Reihe von Hindernissen entgegen (Libbe et al. 2023; Beckers & Mora 2025). Aufbauend auf Erfahrungen der Autoren im Kontext verschiedener Digitalstadtprojekte, Produkt- und Dienstentwicklungen u.a. im Rahmen des Bundesverbands Smart City e.V. oder des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ (Humann et al. 2022; Reinhardt et al. 2025) diskutiert das Paper zentrale Ursachen dieser Schwierigkeiten. Es nimmt dabei vor allem bestehende technologische und betriebliche Pfadabhängigkeiten, das organisationale Verhalten öffentlicher Institutionen und Administrationen sowie die unterschiedlichen Logiken digitaler Innovation vs. Verwaltungsarbeit in den Blick und diskutiert diese aus soziotechnischer und organisationaler Perspektive (Kitchin 2015; Mazzucato 2023). Alle Wege führen zum Transfer – welche zur erfolgreichen Übertragung? BBSR, Deutschland Kommunale Smart-City-Lösungen entstehen in Deutschland häufig projekt- und förderlogisch, während langfristige Betriebs-, Weiterentwicklungs- und Verstetigungsfragen vielfach ungeklärt bleiben. Transfer wird dabei oft auf technische Nachnutzbarkeit reduziert, obwohl strategische, organisatorische und stadtentwicklungspolitische Dimensionen maßgeblich für die langfristige Wirkung digitaler Lösungen sind. Der Beitrag versteht Transfer daher nicht als nachgelagerten Schritt, sondern als integralen Bestandteil wirkungsorientierter Entwicklungsprozesse von Smart-City-Lösungen. Auf Basis von Monitoring- und Evaluationsdaten aus über 70 Modellprojekten Smart Cities werden typische Transferpfade systematisiert und durch kommunale Entscheidungslogiken analytisch verdichtet. Die sich ergebende Theory of Change zeigt, dass Transferpfade aus dem Zusammenspiel technischer Offenheit, Ressourcenverfügbarkeit, Governance-Strukturen und politischer Anschlussfähigkeit entstehen. Der Beitrag leistet damit einen konzeptionell fundierten und empirisch gestützten Beitrag zur Diskussion um Verstetigung und Skalierung von Smart-City-Lösungen und liefert konkrete Ansatzpunkte für Kommunen und Förderprogramme - unter besonderer Hervorhebung intermediärer Transferstrukturen. Replikation statt Roll-out? Scaling-down als Strategie des Transfers von Smart-City-Innovationen 1WISSENSARCHITEKTUR, Technische Universität Dresden, Deutschland; 2Digital City Science, HafenCity Universität Hamburg, Deutschland; 3nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung, Deutschland Die Modellprojekte Smart Cities (MPSC) sollen innovative Ansätze der digitalen Stadtentwicklung über geförderte Kommunen hinaus wirksam machen. In der Praxis fehlt es jedoch an erprobten Mechanismen, wie Ergebnisse aus Modellprojekten unter realen Bedingungen in nicht geförderte Städte übertragen werden können. Der Beitrag stellt ein action-research-basiertes Realexperiment vor, in dem ein partizipativer und agiler Strategieprozess aus der MPSC-geförderten Stadt Dresden experimentell in der nicht geförderten Stadt Ilmenau umgesetzt wurde. Ziel war es, zentrale prozedurale und governancebezogene Elemente unter stark reduzierten Ressourcenbedingungen anzupassen und praktisch zu erproben. Die Ergebnisse zeigen, dass Replikation im Smart-City-Kontext auch als kontextsensitiver Prozess des „Scaling-down“ verstanden werden kann, bei dem strategische Kernlogiken erhalten bleiben, während Komplexität gezielt reduziert wird, um dieser jenseits von Födermitteln finanzierbar zu machen. Der Beitrag macht damit konkrete Erfahrungen aus den MPSC für Kommunen außerhalb der Förderkulisse anschlussfähig und leistet einen praxisnahen Beitrag zur Weiterentwicklung von Transfer- und Skalierungsansätzen in der Smart-City-Politik. | ||

