Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Session 6: Evaluation und Wirkung
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Steuerungsinstrumente & Digitale Transformation: Unbeabsichtigte Wirkungen am Beispiel des OZG 1Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Deutschland; 2Universität Münster, Deutschland Das Onlinezugangsgesetz (OZG) sollte die digitale Transformation der Verwaltung beschleunigen, erzeugte aber zugleich unbeabsichtigte Wirkungen. Diese Mixed-Methods-Studie (Online-Befragung n=137; qualitative Interviews n=13) nutzt ein Framework zu unbeabsichtigten Wirkungen öffentlicher Innovation und untersucht auf kommunaler Ebene auftretende OZG-Wirkungen. Vorläufige Ergebnisse zeigen eine Reihe dieser unbeabsichtigen Wirkungen: technische Sicherheitsrisiken, Verschiebungen im Machtverhältnis zwischen Bund, Ländern und Kommunen sowie organisationale Wirkungen wie Demotivation der Mitarbeitenden, aber auch Ressourcenschaffung für digitale Innovation. Ursachen dafür sehen Befragte u. a. in mangelnder Kommunikation zwischen den Ebenen und unzureichender Einbindung der Kommunen in die Gesetzesgestaltung. Die Studie zeigt, dass unbeabsichtigte Wirkungen von Steuerungsinstrumenten für digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung besser untersucht werden sollten und dass allein Gesetze Digitalisierung nicht anstoßen; entscheidend sind Impulse aus dem um das Instrument entstandenen Ökosystem. Für die Praxis bedeutet dies, dass es zukünftig anderer Ansätze bedarf, um das Zusammenspiel der Instrumente und Akteure zu steuern und negative Wirkungen abzuwenden. Von der Vision zur Wirkung TU Dresden, Deutschland Smart City Maßnahmen sind komplexe soziotechnische Entwicklungen, deren Wirkung nicht eineindeutig abgeschätzt werden kann und die sich mitunter sogar ins Gegenteil verkehrt. (BBSR 2022) Um die Wirkung von Smart City Modellvorhaben und Pilotprojekten im Sinne verantwortungsvoller Forschung und Entwicklung adäquat einzuschätzen und effektiv zu verfolgen sowie die Akzeptanz von messbaren Indikatoren bei allen Stakeholdergruppen sicherzustellen, müssen drei Ebenen berücksichtigt werden: 1. Wirkungsorientierung: Partizipative Entwicklung von Wirkungszielen und Indikatoren sowie ein eigenständiges Maßnahmen-Monitoring. 2. Wirkungsforschung: Umfasst die Entwicklung eines logisches Wirkungsmodells sowie Grundlagenforschung zur Indikatorenentwicklung. Da Pilotvorhaben langfristig in den Regelbetrieb übernommen, skaliert, verstetigt und transferiert werden sollen, ist hier insbesondere auf bestehende Standards und Normen einzugehen, die unter dem Gesichtspunkt integrierter Stadtentwicklung einen Bezug zu aktuellen Frameworks wie den UN Zielen für nachhaltige Entwicklung sicherstellen und die Interoperabilität entwickelter technischer Ansätze gewährleisten. 3. Wirkungsanalyse: Welche Wirkungen wurden von den Maßnahmen anvisiert? Welche Faktoren beeinflussen das Erreichen der anvisierten Wirkungen? Konfiguration einer Smart City Benchmark zur Ex-ante-Bewertung von Maßnahmen im Rahmen der Smart City-Planung. 1Ostfalia - Hochschule für angewandte Wissenschaften, Deutschland; 2Stadt Einbeck, Deutschland So wichtig es ist, Informations- und Kommunikationstechnologien zu kennen, so zentral ist es für eine smarte Stadtentwicklung im Vorfeld zu wissen, welche Anwendungen in einer bestimmten urbanen Situation einen echten Benefit generieren und nicht nur marginale Vorteile oder sogar Nachteile bei hohen Investitions- und Bewirtschaftungskosten verbunden mit einer zusätzlichen digitalen Vulnerabilität darstellen. Unser kooperatives Forschungsprojekt bietet mit der Smart City Benchmark ein flexibles Ex-ante-Bewertungstool, das es Kommunen im Vorfeld ermöglicht, eine situationsbezogene Bewertung von Smart City Technologien durchzuführen, um dann eine individuelle und intelligente Entscheidung treffen zu können.Es geht darum, im Vorfeld die Sinnhaftigkeit einzelner Smart City-Anwendungen in Relation zu bestimmten urbanen Rahmenszenarien zu untersuchen und analogen oder low tech-Varianten Das Projekt startete im November 2024 und endet im April 2026. Auf dem IPSC26 möchten wir als kommunale und universitäre Projektpartner das Prinzip der Smart City Benchmark und unsere Erfahrungen und Ergebnisse vorstellen. | ||

