26. Jahreskongress der
Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)
Das Wunder des Hörens. Musikalisches Hören zwischen
Kunstanspruch, Kreativität und Wissenschaft
02. – 04. Oktober 2026
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Tagesübersicht |
| Sitzung | ||
Workshops/Panels
| ||
| Präsentationen | ||
14:00 - 15:00
Vortragspanel Themen: Sektion III: Musikpädagogische Ansätze zwischen Musiktheorie, Gehörbildung und Kunstanspruch, Sektion IV: Freie Themen und Offene Studierenden-Sektion Stichworte: Kompositionspädagogik, Komponistenklasse Halle, Kinder- und Jugendkompositionen, Werkanalyse Kompositionspädagogik im Wandel. Eindrücke aus dem Archiv der Komponistenklasse Halle Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig, Deutschland Das 50-jährige Jubiläum der Komponistenklasse am Konservatorium Halle nehmen die Vortragenden zum Anlass, das dortige, bisher wenig beachtete Archiv der Kompositionen von Kindern und Jugendlichen seit 1976 als Ausgangspunkt für kompositionspädagogische Fragestellungen heranzuziehen. Ganz der Gehörbildung verpflichtet, war „die bewusste Wahrnehmung, das genaue Hinhören hinein in unsere musikalische Umwelt […] wesentliches Element des Kompositionsunterrichtes.“ (Alexander Keuk über Hans Jürgen Wenzel, den Gründer Komponistenklasse Halle; http://kinder-komponieren.de/cms/hans-jurgen-wenzel) Der erste Beitrag kontextualisiert die Anfänge der Komponistenklasse Halle in die musikbezogene Zeitgeschichte der DDR, auch vor dem Hintergrund des gesellschaftspolitisch befürworteten Komponierens mit Kindern und Laien. Diesbezüglich werden auch Publikationen, die zur Vermittlung zeitgenössischer Musik und zum eigenen kompositorischen Schaffen anleiten, zu Rate gezogen (Karl Ottomar Treibmann, Strukturen in neuer Musik. Anregungen zum zeitgenössischen Tonsatz, Leipzig 1981; Zeitschrift Musik in der Schule u.a.). Darüber hinaus soll der besondere Charakter der Hallischen Klasse im Vergleich zu gesamtdeutschen, auch aktuelleren kompositionspädagogischen Angeboten herausgestellt werden. Der zweite Beitrag untersucht kompositionspädagogische Praktiken anhand ausgewählter Werke aus dem Archiv der Komponistenklasse Halle und fragt nach Kriterien, die den jeweiligen Kompositionen und Kompositionsübungen zugrunde liegen. Im Zentrum stehen dabei der Grad der Offenheit, die Rolle von Stilvorgaben, das Spannungsfeld traditioneller und experimenteller Notationsarten sowie die mögliche Vermittlung kompositorischer Modelle und ästhetische Prägungen. Durch einen diachronen, stichprobenartigen Vergleich von Arbeiten aus der Gründungsphase ab 1976, der Wendezeit und den letzten Jahren werden etwaige Veränderungen von kompositionspädagogischen Leitvorstellungen und Kompositionsstilen herausgearbeitet. Der Beitrag verbindet archivbasierte Werkanalysen mit systematischen Überlegungen zu Kompositionsaufgaben sowie kompositionspädagogischen Modellen und reflektiert somit lokal die kompositorische Lehrpraxis der jüngeren Geschichte. Kurzer Lebenslauf der vortragenden Autorin / des vortragenden Autors: Arne Lüthke studierte Schulmusik und die Erweiterungsrichtung Instrumentalpädagogik (Klarinette) sowie Tonsatz/Musiktheorie an den Musikhochschulen in Weimar und Leipzig. Zunächst arbeitete er als stellvertretender Musikschulleiter in Hennigsdorf bei Berlin. Nach abgeschlossenem Referendariat in Sachsen ist er im Schuldienst und im Lehrauftrag für Tonsatz an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig tätig. Zu seinen Forschungsinteressen und Arbeitsfeldern zählen u.a. Kontrapunkt, die jüngere Geschichte der Musiktheorie, das Komponieren mit Schulklassen sowie das Verhältnis von Tonsatz, Musiktheorie und Komposition in der DDR. Zu letztgenanntem Gebiet promoviert er im Fach Musikwissenschaft an der Leipziger Hochschule bei Gesine Schröder. 15:00 - 16:00
Workshop Themen: Sektion III: Musikpädagogische Ansätze zwischen Musiktheorie, Gehörbildung und Kunstanspruch Stichworte: Notation, Improvisationspädagogik, Kompositionspädagogik Dynamische Notationsformen. Neue (interdisziplinäre) Arbeitsweisen in Improvisations- und Kompositionspädagogik Folkwang Universität der Künste Essen, Deutschland Im Umfeld der Folkwang Universität der Künste sind in den letzten Jahren neue Formate entstanden, in denen Schüler·innen (auch) Musik lernen, indem sie wahrnehmen sowie visuell und klanglich gestalten. Improvisieren und Komponieren spielen eine zentrale Rolle beispielsweise in den Angeboten an folgenden Orten: Dabei kommt neuerdings ein von Claudius Lazzeroni und Matthias Schlothfeldt entwickeltes Tool zum Einsatz, das interdisziplinäre Improvisation mit dynamischen Notationsformen ermöglicht. Kurzer Lebenslauf der vortragenden Autorin / des vortragenden Autors: Matthias Schlothfeldt ist Komponist, Gitarrist und seit 2005 Professor für Musiktheorie (Didaktik | Improvisation | Zeitgenössische Musik) an der Folkwang Universität der Künste. Seine Kompositionen setzen sich mit Literatur und (Musik)Geschichte auseinander. Zuletzt wurde sein Programm Es treibt mich hin, es treibt mich her von Ian Bostridge, Marina Galic und der Compagnia di Punto in der Elbphilharmonie Hamburg aufgeführt. | ||


