26. Jahreskongress der
Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)
Das Wunder des Hörens. Musikalisches Hören zwischen
Kunstanspruch, Kreativität und Wissenschaft
02. – 04. Oktober 2026
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Die momentane Konferenzzeit ist: 01. Sept. 2026 11:01:53 MESZ
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Workshops/Panels
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9:30 - 10:30
Workshop Themen: Sektion III: Musikpädagogische Ansätze zwischen Musiktheorie, Gehörbildung und Kunstanspruch Stichworte: Technische Gehörbildung, Klang, Timbre, Musikanalyse, Critical Listening Sonic Skills in der Musikwissenschaft. Workshop zur Einführung des Critical Listening als Ergänzung musikalischer Gehörbildung am Beispiel des digitalen Lernbaukastens METRONOM Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland Seit den 2000er-Jahren hat sich Musikwissenschaft vermehrt der Dimension des Klanges gewidmet. Der Fokus lag dabei zunächst auf der ästhetisch bestimmenden Rolle technischer Medien für die klangliche Ausdifferenzierung populärer Musik und des Einflusses des primären Entstehungsortes „produzierter Musik“, des Tonstudios. Auch in der Musikanalyse und der Musiktheorie hat dieser Paradigmenwechsel neuen Perspektiven Raum gegeben. Wie veränderte die Verstärkung und Verzerrung das Spiel und die Harmonik in von der E-Gitarre geprägten Genres (z. B. im Falle des Power-Chords)? Welche Rolle übernehmen tontechnische Effekte (dynamische Filterverläufe, Frequenzbänder, Hall, Delay) für den formalen Aufbau und die Dramaturgies, wenn zugleich die Komplexität harmonischer und melodischer Verläufe abnimmt? Bislang wurden diese neuen, klangzentrierten Ansätze mit wenigen Ausnahmen nur unzureichend in der Hörerziehung im Rahmen musikwissenschaftlicher Lehre berücksichtigt, insbesondere im deutschsprachigen Bereich. Während computergestützte Analyseverfahren – insbesondere mithilfe des Sonic Visualizer – mittlerweile weite Verbreitung gefunden haben, existiert noch keine systematische Hörerziehung im Bereich des sogenannten Critical Listening. Dieses Lehrparadigma wurde seit den 1970er-Jahren im Bereich der Tonmeister- und Tontechnikausbildung international entwickelt, um die auditiven Fähigkeiten im Bereich klanglicher Charakteristika zu schulen (Frequenzbänder, Obertongehalt, Verzerrung). Der Workshop setzt sich zum Ziel, anhand des im Projekt METRONOM (Abteilung Musikwissenschaft, MLU Halle-Wittenberg, Drittmittelgeber: Stiftung Innovation in der Hochschullehre, Projektleiter Golo Föllmer) entwickelten gleichnamigen digitalen Lehrbaukastens einen Vorschlag zur systematischen, die musikalische Gehörbildung ergänzende Hörerziehung vorzustellen. Dazu werden in einem ersten Teil theoretische und musikpsychologische Grundlagen erläutert. Begleitet von Hörübungen demonstriere ich im zweiten Teil die mögliche Einbindung in Präsenz-Lehre, Musikanalysesitzungen und darüberhinausgehende Seminarinhalte im Bereich Timbre und Klang. Der Workshop soll auch Raum für Verbesserungen, eigene Vorschläge und Bedarfe im Bereich der Hörerziehung erschließen, welche in Zukunft in Lehrmaterialien bzw. die Webseite einfließen könnten. Sie können sich bereits im Vorfeld auf der Webseite www.uni-halle.de/metronom mit Inhalten und Funktionen vertraut machen. Kurzer Lebenslauf der vortragenden Autorin / des vortragenden Autors: BIO: Alan van Keeken (geb. 1990) studierte Musikwissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Von 2018 bis 2021 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Musikobjekte der populären Kultur“ am ZPKM der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Brsg.) mit Arbeitsort Rock’n’Popmuseum Gronau. Von 2021 bis 2026 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Musikwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beschäftigt. Dort betreute er als Koordinator von 2024 bis 2026 das hier vorgestellte Lehrforschungsprojekt. Seit 2022 arbeitet er an seiner Dissertation zur elektronischen Heimorgel in Westdeutschland. 2023 war er in diesem Zusammenhang als Gastwissenschaftler am Deutschen Museum in München tätig. Schwerpunkte seiner Forschung sind deutschsprachige populäre Musik, Popmusikanalyse, die Geschichte der Musiktechnologie und technische Gehörbildung. | ||


