26. Jahreskongress der
Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)
Das Wunder des Hörens. Musikalisches Hören zwischen
Kunstanspruch, Kreativität und Wissenschaft
02. – 04. Oktober 2026
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltungsprogramm
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Die momentane Konferenzzeit ist: 01. Sept. 2026 11:04:37 MESZ
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Tagesübersicht |
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III. Musikpädagogische Ansätze zwischen Musiktheorie, Gehörbildung und Kunstanspruch Ort: Haus 2, Studiobühne | |
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16:00 - 16:30
Einzelvortrag Themen: Sektion III: Musikpädagogische Ansätze zwischen Musiktheorie, Gehörbildung und Kunstanspruch Stichworte: kompositionspädagogik, freie improvisation, audiation, hörerziehung, gehörbildung Hören, Reagieren, Strukturieren: Freie Improvisation als Propädeutik des Komponierens im Grundschulalter Hochschule Luzern, Schweiz Der Weg zum eigenen Komponieren wird im Grundschulalter oft durch die Barriere der traditionellen Notenschrift erschwert. Unter der Prämisse des Hörens als einer aktiven Form des Musikverstehens wird in diesem Vortrag ein kompositionspädagogisches Modell vorgestellt, das die freie Improvisation im Kollektiv als vorbereitende Schule für das bewusste kompositorische Gestalten nutzt. Im Zentrum des Ansatzes steht das interaktive Beziehungsgefüge zwischen äußerem Hören, schnellem Reagieren und dem anschließenden inneren Strukturieren. Beim gemeinsamen Improvisieren mit Instrumenten, Stimme oder Alltagsgegenständen sind Kinder gefordert, klangliche Ereignisse im Raum kognitiv zu verarbeiten und Muster zu erkennen. Aus dem spontanen Spiel entstehen so musikalische Gestalten, die im nächsten Schritt reflektiert, isoliert und fixiert – also komponiert – werden. Das Komponieren erwächst hierbei organisch aus einer zuvor hörend erfahrenen Praxis. Der Beitrag demonstriert anhand von Praxisbeispielen, wie durch diese Methode Kernkompetenzen der Hörerziehung spielerisch gefördert werden. Die Kinder entwickeln ein feines Gespür für musikalische Parameter wie Dichte, Textur, Kontrast und zeitliche Makrostrukturen. Damit zeigt das Modell auf, wie die vermeintlich theoretische Disziplin der Musiktheorie und das oft als isoliert empfundene Fach Gehörbildung im schöpferischen Tun produktiv miteinander verschmelzen. Die vorgestellten Ergebnisse unterstreichen das Potential einer Hörerziehung, die sich nicht in theoretischer Abstraktion verliert, sondern als integratives Kernfach musikalischer Bildung aktiv das kreative Erleben von Kindern formt. Kurzer Lebenslauf der vortragenden Autorin / des vortragenden Autors: Johanna Kulke hat in Luzern Violine, Klavier, Komposition, Mu- | |


