26. Jahreskongress der
Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)
Das Wunder des Hörens. Musikalisches Hören zwischen
Kunstanspruch, Kreativität und Wissenschaft
02. – 04. Oktober 2026
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Die momentane Konferenzzeit ist: 01. Sept. 2026 11:06:10 MESZ
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Tagesübersicht |
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IV. Freie Themen Ort: EHK, Chorsaal | |
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16:45 - 17:00
Buchpräsentation Themen: Sektion IV: Freie Themen und Offene Studierenden-Sektion Stichworte: J. S. Bach, J. C. Kittel, Choralharmonisierung mit multiplen Bässen, Generalbassharmonik Realizing Multiple-Bass Chorales in the Circle of J. S. Bach: J. C. Kittel’s 24 Chorales Technische Universität Dortmund, Deutschland Dieser Band bietet einen umfassenden Zugang zur Generalbassharmonik des 18. Jahrhunderts und rückt dabei die wenig bekannte Tradition der Choralharmonisierung mit multiplen Bässen aus dem Bachkreis in den Fokus. Im Zentrum stehen Johann Christian Kittels 194 Sätze über 24 Choralmelodien, wobei jeder Melodie acht bis neun verschiedene bezifferte Bassstimmen zugeordnet sind. Die geforderten Realisierungen der multiplen Bässe innerhalb der gegebenen Außenstimmen-Gerüste reichen von schlichter diatonischer Homophonie bis hin zu avancierter Chromatik mit komplexen Diminutionen und verdeutlichen damit das reiche polyphone Potenzial des Choral-Cantus-firmus. Um diese Sätze praktisch nutzbar zu machen, verbindet das Buch die Aussetzungen der Mittelstimmen durch Derek Remeš mit frei verfügbaren digitalen Arbeitsblättern. So lassen sich zunächst eigene Realisierungen zu Kittels bezifferten Bässen erstellen und diese anschließend mit den Modellsätzen von Remeš vergleichen, was den Band auch zum Selbststudium geeignet macht. Eine ausführliche Einleitung ordnet die Sammlung historisch in die Pädagogik des Bachkreises ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der „chord-degree theory“ – der Verknüpfung spezifischer Akkordtypen mit bestimmten Bassstufen (der „Sitz der Akkorde“) –, die das Fundament der harmonischen Syntax des 18. Jahrhunderts bildet. Jede Aussetzung enthält zudem eine Analyse der Bassstufen, um den tonalen Kontext zu verdeutlichen und typische chord-degree-Kombinationen hervorzuheben. Durch die Verbindung historischer Erkenntnisse mit praktischen Übungen und Musterlösungen bietet diese Publikation einen praxisnahen Leitfaden zur Generalbassharmonik des 18. Jahrhunderts. Sie macht damit die lange vernachlässigte Tradition der Choralharmonisierung mit multiplen Bässen aus dem direkten Umkreis Bachs für die heutige Musikpraxis zugänglich. Erhältlich bei The Leupold Foundation in Print- und Digitalausgabe. Kurzer Lebenslauf der vortragenden Autorin / des vortragenden Autors: Univ.-Prof. Dr. phil. Derek Remeš, geboren 1986 in den USA, ist seit 2024 Professor für Musiktheorie an der Technischen Universität Dortmund. Er hat Komposition (Bachelor of Music) und Filmmusik (Bachelor of Music) am Berklee College of Music in Boston (USA, summa cum laude) sowie Musiktheorie-Pädagogik (Master of Arts) und Orgel-Kirchenmusik (Master of Music) an der Eastman School of Music in Rochester (USA) studiert, wo ihm für sein Orgelspiel das Performer’s Certificate für »outstanding performing ability« verliehen wurde. An der Hochschule für Musik Freiburg schloss er 2020 eine Promotion über J.S. Bachs Kompositionslehre ab (summa cum laude). 2019 bzw. 2021 erschienen seine Bücher »Realizing Thoroughbass Chorales in the Circle of J. S. Bach« und »The Art of Preluding: Deconstructing and Reconstructing the Preludes in J. S. Bach’s Well-Tempered Clavier I & II«. Seine Artikel sind unter anderem in Music Theory Online, Eighteenth-Century Music, Early Music, Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie und Musik & Ästhetik zu finden. Außerdem ist er seit 2019 Mitherausgeber des Journals Music Theory and Analysis. Als internationaler Referent hat Herr Remeš in den letzten Jahren zahlreiche Vorträge und Meisterkurse in Europa, den USA und China gehalten. Weitere Informationen finden Sie auf www.derekremes.com. | |


