26. Jahreskongress der
Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)
Das Wunder des Hörens. Musikalisches Hören zwischen
Kunstanspruch, Kreativität und Wissenschaft
02. – 04. Oktober 2026
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Die momentane Konferenzzeit ist: 01. Sept. 2026 11:04:37 MESZ
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Tagesübersicht |
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IV. Freie Themen Ort: EHK, Chorsaal | |
| Präsentation 2 | |
13:00 - 13:30
Einzelvortrag Themen: Sektion IV: Freie Themen und Offene Studierenden-Sektion Stichworte: Osteuropa, Historische Satzlehre, Frühbarock, Quintenzirkel, Musiktheoriegeschichte Der erste Quintenzirkel? Mykola Dylec’kyjs „Idea grammatiki musikijskoj“ und die Musiktheorie des slawischen Frühbarock Hochschule für Musik Freiburg, Deutschland Obwohl der aus Kiew stammende Komponist und Musiktheoretiker Mykola Dylec’kyj (ca. 1630 – 1690) eine Rolle als Vermittler zwischen westeuropäischer Renaissance- und ostslawischer Kirchenmusik innehat, ist sein musiktheoretisches Werk im deutschsprachigen Raum bislang nur wenig rezipiert worden. Der Vortrag widmet sich seiner Idea grammatiki musikijskoj (Idee der musikalischen Grammatik), einem der bedeutendsten Traktate des slawischen Frühbarock, und untersucht deren Beitrag zur Kompositionslehre seiner Zeit. Besondere Beachtung verdient dabei Dylec’kyjs Konzept der musikalischen „Amplifikation“, mit dem er detaillierte Werkzeuge und Modelle zur formalen Konzeption und zur systematischen Erweiterung musikalischer Ideen lieferte. Ein zentrales Element bildet dabei seine Konzeption des Quintenzirkels. Während dessen erste systematische Darstellung in der westlichen Musikgeschichtsschreibung häufig Johann David Heinichen zugeschrieben wird, findet sich in Dylec’kyjs Traktat eine Visualisierung bereits über dreißig Jahre früher. Ziel des Beitrags ist es, Dylec’kyjs musiktheoretisches Werk als eigenständigen, innovativen Beitrag zur europäischen Musiktheorie einem deutschsprachigen Fachpublikum näherzubringen. Kurzer Lebenslauf der vortragenden Autorin / des vortragenden Autors: Jakob Kasakowski studiert derzeit Musiktheorie im Master bei Ludwig Holtmeier und Cosima Linke an der Hochschule für Musik Freiburg. Zuvor absolvierte er einen Bachelor in Musiktheorie sowie einen künstlerischen Bachelor und Master im Fach Klavier an der Hochschule für Musik Saar bei Jörg Nonnweiler und Kristin Merscher. Weitere künstlerische Impulse erhielt er von Pierre-Laurent Aimard, Bernd Goetzke und Sheila Arnold. Er ist Stipendiat des Claudia-Meyer-Stipendiums sowie der Richard-Wagner-Stipendienstiftung, Träger des Theo-Brandmüller-Preises und hat beim Walter-Gieseking-Wettbewerb 2022 die Höchstplatzierung erreicht. Neben solistischen Auftritten ist er in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen aktiv. | |


