26. Jahreskongress der
Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)
Das Wunder des Hörens. Musikalisches Hören zwischen
Kunstanspruch, Kreativität und Wissenschaft
02. – 04. Oktober 2026
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Die momentane Konferenzzeit ist: 01. Sept. 2026 11:06:28 MESZ
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Tagesübersicht |
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IV. Freie Themen Ort: EHK, Chorsaal | |
| Präsentation 3 | |
13:30 - 14:00
Einzelvortrag Themen: Sektion IV: Freie Themen und Offene Studierenden-Sektion Stichworte: Kammermusik, Romantik, Amanda Röntgen-Maier, Tradition, Analyse Tradition und Eigenständigkeit in der Kammermusik Amanda Röntgen-Maiers Conservatorium Maastricht, Niederlande Amanda Röntgen-Maier (1853–1894) gehört zu den Komponistinnen des späten 19. Jahrhunderts, deren Werke trotz ihrer Qualität bis heute nur selten im musiktheoretischen Diskurs berücksichtigt werden. Erst in den letzten Jahren wurde das Oeuvre der gebürtigen Schwedin durch mehrere Aufnahmen zugänglich gemacht. Im Kontext aktueller Diskurse um Diversität und die Erweiterung des musikalischen Kanons widmet sich der Vortrag ihrer Kammermusik anhand des Klaviertrios Es-Dur und des Klavierquartetts e-Moll. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich diese Werke zwischen spätromantischer Tradition und individueller kompositorischer Gestaltung verorten lassen. Untersucht werden dabei vor allem formale, motivische und harmonische Aspekte der Kompositionen. Die Analyse zeigt, dass Röntgen-Maier zwar merklich an kompositorische Modelle ihrer Zeit anknüpft, diese jedoch eigenständig adaptiert. Besonders auffällig sind der differenzierte Umgang mit thematischem Material, die Gestaltung formaler Zusammenhänge sowie die enge Verzahnung der Instrumentalstimmen. Gerade in der kammermusikalischen Faktur wird eine persönliche kompositorische Handschrift sichtbar. Zugleich soll Röntgen-Maiers Musik in ihren zeitgenössischen Kontext eingeordnet werden. Bezüge zu Komponist:innen wie Johannes Brahms, Clara Schumann oder Edvard Grieg machen ihre Verankerung im spätromantischen Idiom deutlich, ohne die Werke auf reine Nachfolgeerscheinungen zu reduzieren. Der Vortrag versteht sich damit als Beitrag zu einer Musiktheorie, die den tradierten Kanon kritisch hinterfragt und weniger präsentes Repertoire stärker in den Blick nimmt. Kurzer Lebenslauf der vortragenden Autorin / des vortragenden Autors: Benjamin Betzer studierte Schulmusik und Musiktheorie in Würzburg. Nach Lehraufträgen in Musiktheorie und Schulpraktischem Klavierspiel in Würzburg und Mainz ist er seit 2023 hauptamtlich als Dozent am Conservatorium Maastricht tätig. | |


