26. Jahreskongress der
Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)
Das Wunder des Hörens. Musikalisches Hören zwischen
Kunstanspruch, Kreativität und Wissenschaft
02. – 04. Oktober 2026
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Die momentane Konferenzzeit ist: 01. Sept. 2026 11:06:10 MESZ
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Tagesübersicht |
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III. Musikpädagogische Ansätze zwischen Musiktheorie, Gehörbildung und Kunstanspruch Ort: Haus 2, Studiobühne | |
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17:00 - 17:30
Einzelvortrag Themen: Sektion III: Musikpädagogische Ansätze zwischen Musiktheorie, Gehörbildung und Kunstanspruch Stichworte: eartraining, digital, Lehre, Gehörbildung, Höranalyse ear-training.org: Erfahrungsbericht und Auswirkungen auf die Lehre in Mannheim Musikhochschule Mannheim, Deutschland Seit über zwölf Jahren betreibt die Mannheimer Musikhochschule die Lehrplattform ear-training.org, die im Rahmen des Förderprogramms der „Stiftung Innovation in der Hochschullehre“ (2021–24) inhaltlich erweitert und technisch modernisiert wurde. Nach der intensiven COVID-bedingten Nutzung zeigt sich nun eine stabile Integration in den hybriden Lehrbetrieb – Anlass für einen ersten systematischen Erfahrungsbericht. Im Zentrum steht dabei weniger die Plattform selbst als die Rückwirkungen ihrer Nutzung auf Präsenzformate und Curricula. Die teilweise Verlagerung des klassischen Musikdiktats ins Digitale schafft Freiräume für komplexere musikalische Praxisformen im Präsenzunterricht – ein Wandel, der Zielsetzung und Charakter des Fachs spürbar verändert. Der nachhaltigste Effekt von ear-training ist somit nicht das digitale Produkt selbst, sondern das dadurch veränderte Profil der Präsenzlehre. Der Beitrag skizziert zunächst die Konzeption und den Einsatzbereich von ear-training. Anschließend werden die daraus resultierenden Veränderungen in der Präsenzlehre erläutert: insbesondere die Verlagerung hin zu einer stärker kompetenz- und praxisorientierten Lehre sowie zu einer individualisierten Profilbildung durch Wahlangebote. Diese Veränderungsprozesse werden jedoch nicht vorbehaltlos als Fortschritt im Sinne einer Optimierung verstanden, sondern kritisch im Kontext der fachhistorischen Entwicklung reflektiert. So geraten grundlegende Spannungsfelder in den Blick, die ein modernes Verständnis der Gehörbildung prägen – etwa das Verhältnis von reproduktivem, kreativem und reflexivem Hören sowie das Zusammenspiel von Theorie, Praxis und Wahrnehmung. Kurzer Lebenslauf der vortragenden Autorin / des vortragenden Autors: Dres Schiltknecht studierte Klavier, Komposition, Musiktheorie und Dirigieren in Lausanne sowie Klavier und Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Nach anfänglicher Aktivität als Pianist (Preisträger des Concours international de piano d’Orléans 2000) folgen ab 2003 diverse Anstellungen als Dozent in Musiktheorie und Gehörbildung (am Konservatorium Bern sowie den Musikhochschulen Lausanne und Mannheim). Seit 2009 ist Dres Schiltknecht Professor für Musiktheorie und Gehörbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Musiktheoretische Veröffentlichungen zu den Themenbereichen Tonfeld-Theorie, Debussy, Intervallwahrnehmung und Enharmonik. Vorträge und Workshops im In- und Ausland, Gestaltung und Konzeption der e-Learning-Plattform »ear-training.org«. | |


