26. Jahreskongress der
Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)
Das Wunder des Hörens. Musikalisches Hören zwischen
Kunstanspruch, Kreativität und Wissenschaft
02. – 04. Oktober 2026
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Die momentane Konferenzzeit ist: 01. Sept. 2026 11:03:36 MESZ
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Tagesübersicht |
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I. Musikalische Wahrnehmung und Gestalt Ort: Haus 1, Konzertsaal | |
| Präsentation 3 | |
17:30 - 18:00
Einzelvortrag Themen: Sektion I: Musikalische Wahrnehmung und Gestalt Stichworte: Augustinus, Philosophie der Zeit, Zeitwahrnehmung Dauerndes und Flüchtiges. Zur Vorbildfunktion der Musik in Augustinus Zeittheorie in den Confessiones XI. Universität der Künste Berlin, Deutschland Das Buch XI der Confessiones, in welchem Augustinus einen wesentlichen Teil seiner Zeittheorie entfaltet, gilt innerhalb der europäischen Philosophiegeschichte als einer der einflussreichsten Beiträge zur Philosophie der Zeit. Auffallend ist dabei, dass Augustinus fast ausschließlich auf musikalische Beispiele zurückgreift, um seine Zeittheorie zu veranschaulichen. So sehr seine Betrachtungen dem antiken Denken verhaftet und so rätselhaft sie an manchen Stellen auch sind, für die heutige Leserin bleiben sie dennoch gerade aufgrund des Bezugs zur Musik zugänglich. So werden die Tätigkeiten der menschlichen Seele, wenn sie Musik wahrnimmt, erinnert und „erwartet“ so lebendig beschrieben, dass es nicht schwerfällt, diese Vorgänge selber mitzuvollziehen. Was aber hat Augustinus dazu bewegt, seine Zeittheorie anhand von musikalischen Beispielen darzustellen? Dieser Frage wird anhand von drei wesentlichen zeitphilosophischen Problemen, die Augustinus behandelt, nachgegangen. Es wird gezeigt, dass die doppelte Bestimmung von Zeitlichem als Dauer und Flüchtigem, das Paradox der Zeitmessung in der wahrnehmenden Seele, sowie die mangelhafte Erkenntnisfähigkeit von zeitlichen Dingen anhand von Musik geradezu vorbildlich herausgearbeitet werden können: Als klangliches Phänomen drückt sie die ontologischen Aspekte von Zeit aus; als Artefakt rückt sie die Beschaffenheit der menschlichen Wahrnehmung in den Mittelpunkt; und als mathematisch strukturierte Kunst, d. h. als Musiktheorie, verweist sie auf die Beziehung von Zeit, Ewigkeit und Erkenntnis. Kurzer Lebenslauf der vortragenden Autorin / des vortragenden Autors: Maria Hector studierte Rhythmik/Musik und Bewegung (B.A.) sowie Musiktheorie (M.A.) an der Universität der Künste Berlin. Zur Zeit Lehrbeauftragte für Musiktheorie und Klavierimprovisation an der Universität der Künste Berlin und an der Humboldt Universität zu Berlin. | |


