26. Jahreskongress der
Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)
Das Wunder des Hörens. Musikalisches Hören zwischen
Kunstanspruch, Kreativität und Wissenschaft
02. – 04. Oktober 2026
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltungsprogramm
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Die momentane Konferenzzeit ist: 01. Sept. 2026 11:06:15 MESZ
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Tagesübersicht |
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III. Musikpädagogische Ansätze zwischen Musiktheorie, Gehörbildung und Kunstanspruch Ort: EHK, Chorsaal | |
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15:00 - 15:30
Einzelvortrag Themen: Sektion III: Musikpädagogische Ansätze zwischen Musiktheorie, Gehörbildung und Kunstanspruch Stichworte: Kompositionspädagogik, Typologie, Gehörbildung, Transformationsprozesse Vom Alltagshören zum schöpferischen Hören. Potentiale auditiver Transformationsprozesse für die Kompositionspädagogik Kunstuniversität Graz, Österreich Die aktuelle Kompositionspädagogik geht von einem ebenso elementaren wie ästhetisch breiten Kompositionsbegriff aus (vgl. Schmidinger, 2020). Analog dazu ist die aktuelle Gehörbildung von einem sehr breiten Hör-Begriff geprägt, der das Alltagshören (vgl. Rupert Murray Schafer, 1992/2002) ebenso wie das musikalische, kreative und schöpferische Hören (vgl. Peter Heilbut, 1988) mitumfasst. Diese auditiven Transformationsprozesse vom Alltagshören zum schöpferischen Hören bieten zahlreiche Anknüpfungen für die Kompositionspädagogik. Daher untersucht dieser Vortrag die didaktisch-methodische Schnittmenge von Kompositionspädagogik und Gehörbildung und stellt als ein Ergebnis eine in langjähriger Unterrichtserfahrung in beiden Bereichen entwickelte Typologie von Höreinladungen zur Diskussion, die über Transformationsprozesse in unterschiedlichen kompositionspädagogischen Aufgabenstellungen münden. Diese Höreinladungen beziehen unhörbare Klänge ebenso wie Umgebungsgeräusche, instrumentale ebenso wie vokale Klänge mit ein. Schwerpunkte dabei bilden einerseits das Aktivieren und Entwickeln des auditiven Vorstellungsvermögens, des inneren Hörens, sowie das Hören aktueller Musik als Ausgangspunkte von Hörprozessen, die ihrerseits wiederum Kompositions- und damit auch Notationsprozesse auslösen. Begleitende Einblicke in eine Didaktik der Notation, „ohne die Hören nicht funktionieren kann“ (Clemens Kühn, 1983/2011), bereichern und erweitern das Feld der Schnittmenge von Kompositionspädagogik und Gehörbildung … Kurzer Lebenslauf der vortragenden Autorin / des vortragenden Autors: Komponist sein ist für Helmut Schmidinger weniger eine Berufsbezeichnung als viel mehr eine Haltung, die, der Übersetzung des Wortes compositio folgend, das Verbindende über das Trennende stellt. Hörbar wird das in seinen unterschiedlichen BeziehungsWeisen zur vielfältigen Musiktradition oder in der variantenreichen Verbindung von Literatur und Musik. Komponieren für und mit Kindern und Jugendlichen ist Helmut Schmidinger eine Herzensangelegenheit, die er bei seiner Lehrtätigkeit an der Kunstuniversität Graz im Rahmen des Studiums der Kompositions- und Musiktheoriepädagogik weitergibt. Außerdem leitet er dort eine Kompositionsklasse für Kinder und Jugendliche. Im Rahmen seiner Dissertation hat Schmidinger eine theoretische Grundlegung der Kompositionspädagogik als Fachrichtung der Musikpädagogik vorgelegt. | |


