26. Jahreskongress der
Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)
Das Wunder des Hörens. Musikalisches Hören zwischen
Kunstanspruch, Kreativität und Wissenschaft
02. – 04. Oktober 2026
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
Bitte beachten Sie, dass sich alle Zeitangaben auf die Zeitzone des Konferenzortes beziehen.
Die momentane Konferenzzeit ist: 01. Sept. 2026 11:05:02 MESZ
|
Tagesübersicht |
| Sitzung | |
|
III. Musikpädagogische Ansätze zwischen Musiktheorie, Gehörbildung und Kunstanspruch Ort: Haus 2, Studiobühne | |
| Präsentation 4 | |
17:30 - 18:00
Einzelvortrag Themen: Sektion III: Musikpädagogische Ansätze zwischen Musiktheorie, Gehörbildung und Kunstanspruch Stichworte: Stenografie, Visualisierung, Hörgedächtnis, Muster, Notation Zwischen Generalbass, lead-sheet und Particell – stenografische Notationsformen von Musik im Gehörbildungsunterricht Hochschule für Musik und Theater München, Deutschland Der Vortrag beschäftigt sich mit der Visualisierung musikalischer Abläufe im Gehörbildungsunterricht. Diese kann (wie auch die Notation von aufzuführender Musik) unterschiedlich konkret sein – von einer groben Skizze bis hin zu einer detaillierten Partitur. Ein möglicher Orientierungspunkt bildet der Grundgedanke von Stenografie als „Kurzschrift, die durch vereinfachte Zeichen und Kürzel für Wörter und Silben eine um ein Vielfaches schnellere Mitschrift als die Langschrift ermöglicht“ (vgl. Wikipedia). Der Vortrag demonstriert die Übertragung dieses Ansatzes in einen musikalisch geprägten Lernkontext. Unterrichtsziel ist eine Verschiebung von Notationen mit klar erkennbarer Nähe zum üblichen Notentext hin zu Gedankenstützen („soviel wie nötig, so wenig wie möglich“). Angestrebt wird die praktische Wiedergabe eines Beispiels aus dem Hörgedächtnis. Letzteres soll sich sukzessive verbessern – und damit einhergehend die notwendige Notation immer „knapper“ werden lassen. Die Erarbeitung epochenübergreifender Muster (analog zu Wörtern und Silben) verbessert dabei auch in anderen Formaten gehörbildnerischen Arbeitens das Erinnerungsvermögen und bietet eine gewinnbringende Schnittmenge zur Musiktheorie. Viele stenografische Notationsformen werden dabei in der musikalischen und kompositorischen Praxis schon lange verwendet: basso seguente, lead-sheets, Particelli, guidelines, … Der Vortrag gibt einen Überblick über die verwendeten Notationsformen, die Entwicklung im Unterricht und reflektiert die gemachten Erfahrungen. Dazu gehört die Wahl der Kurzschrift im Zusammenhang mit den musikimmanenten Strukturen des Beispiels sowie die individuelle Reflexion der eigenen Fähigkeiten durch die Studierenden (Welcher Grad von Notation ist notwendig, damit ich das Beispiel sicher wiedergeben kann?). Ergänzend soll auch der umgekehrte Weg, also die Verwendung von Kurzschriften als Ausgangspunkt einer zunehmend ins Detail gehenden Beschäftigung (z.B. unter Einbezug von Fehlerhören), vorgestellt werden. Kurzer Lebenslauf der vortragenden Autorin / des vortragenden Autors: Tanja Spatz studierte Schulmusik, Musiktheorie und Gehörbildung an der HfM Freiburg. Nach Stationen in Hannover, Freiburg und Stuttgart lehrt sie seit dem SoSe 2026 als Professorin für Gehörbildung an der HMT München. | |


