26. Jahreskongress der
Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)
Das Wunder des Hörens. Musikalisches Hören zwischen
Kunstanspruch, Kreativität und Wissenschaft
02. – 04. Oktober 2026
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Die momentane Konferenzzeit ist: 01. Sept. 2026 11:04:18 MESZ
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Tagesübersicht |
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II. Musikalische Wahrnehmung aus Sicht der Neuro- und Kognitionswissenschaften sowie der Psychoakustik Ort: Haus 2, Studiobühne | |
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15:00 - 15:30
Einzelvortrag Themen: Sektion II: Musikalische Wahrnehmung aus Sicht der Neuro- und Kognitionswissenschaften sowie der Psychoakustik, Sektion IV: Freie Themen und Offene Studierenden-Sektion Stichworte: US-amerikanische Musik, Streichquartett, Vokalensemble, Harmonik, Akkordfortschreitungen Punkt, Oval, Fläche: Harmonische Strategien in Caroline Shaws Musik für Streichinstrumente und Singstimmen Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, Deutschland Zwei wesentliche Schwerpunkte im Schaffen der US-amerikanischen Performerin und Komponistin Caroline Shaw (*1982) sind Stücke für Streichquartett und für verschiedene Vokalensembles. Die Wahl dieser Besetzungen steht in enger Verbindung mit Shaws eigener künstlerischer Praxis als Sängerin und Geigerin und entspringt ihrer Zusammenarbeit mit Ensembles, mit denen sie kooperiert oder in denen sie mitwirkt. Weitere Einflüsse auf ihre Musik stammen aus den Bereichen der Botanik, Architektur, conceptual art und aus Gesangstechniken verschiedener ethnischer Gruppen. Der Beitrag behandelt einige für Shaws Kompositionen typische, werkübergreifend wiederkehrende Merkmale, insbesondere bezogen auf deren Harmonik: Akkordfortschreitungen (modale Stufenfolgen, nicht-funktionale Progressionen), Sequenzstrukturen (häufig in veränderter Form gegenüber traditionellen Modellen) und statische Flächen (Patterns, gewebeartige Texturen, Ostinati). Diese Beobachtungen werden in Shaws populärstem Werk, der Partita for Eight Voices (2012, Pulitzer Prize for Music 2013) nachverfolgt. Anhand von Beispielen aus ihrem Werkkorpus für Streichquartett, etwa Entr’acte (2011) und Punctum (2009), wird außerdem gezeigt, wie die Komponistin bestimmte satztechnische Strategien als dramaturgische Elemente oder im Sinne eines musikalischen Narrativs nutzt und Zitate aus älterer Musik als Mittel der Erinnerung und des re-enactments einsetzt. Kurzer Lebenslauf der vortragenden Autorin / des vortragenden Autors: Wendelin Bitzan ist Musiker, Musikforscher und digitaler Urheber. Er studierte die Fächer Musiktheorie, Musikpädagogik, Klavier und Tonmeister in Detmold und Berlin und wurde an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien im Fach Musikwissenschaft promoviert. Nach Tätigkeiten an Musikhochschulen und Universitäten in Berlin, Rostock und Detmold und Vertretungsprofessuren in Dortmund und Dresden lehrt er derzeit als hauptamtlicher Dozent für Musiktheorie an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Seine Publikationen erscheinen in Periodika, Sammelbänden und auf Webseiten, bevorzugt im Open Access oder als frei zugängliche Lehrmaterialien (OER). Wendelin wirkt außerdem als freier Komponist und Fachautor und konzertiert als Kammermusiker, Liedbegleiter und als Interpret eigener Kompositionen. Er setzt sich in Berufsverbänden und als Publizist für die Interessenvertretung freischaffender Musiker:innen ein. | |


