Conference Agenda

Session
B45: Digitalisierung & Bildung: Grundlagen und Konzepte
Time:
Thursday, 09/July/2020:
1:00pm - 1:45pm

Session Chair: Robert Vogler
Location: B - Sessions

Presentations

Welchen Beitrag kann die Geoinformationsverarbeitung zur Entwicklung des Digitalen Zeitalters leisten?

Peter Mandl

University Klagenfurt, Österreich

Das Digitale Zeitalter ist inhomogen. Es gibt mehrere Abschnitte bzw. Phasen dieses Zeitalters. Diese Abschnitte werden in einem ersten Konzept eingeführt. In einem zweiten Konzept werden abstrakte Fragestellungen der Geoinformationsverarbeitung zur Lösung von Problemen des Digitalen Zeitalters vorgestellt. Diese Fragestellungen werden zusätzlich mit methodischen geographischen Besonderheiten charakterisiert. Danach werden diese beiden Konzepte unter Zuhilfenahme eines Beispiels, das eine Zugfahrt analysiert, zusammengeführt, d.h. die einzelnen Phasen des Digitalen Zeitalters und die Beiträge, die die Geoinformationsverarbeitung für eine Zugfahrt leisten kann, werden gegenübergestellt. (Abstract leicht gekürzt)



Perspektiven einer kritisch-emanzipatorischen Lehrkräftebildung im Kontext digitaler Transformation

Fabian Pettig

Friedrich-Schiller-Universität Jena, Deutschland

Ausgehend von der theoriegeleiteten Entwicklung eines Lehrveranstaltungskonzepts, welches zum Ziel hat angehende Lehrkräfte zum kritischen Umgang mit Digitalität im Geographieunterricht zu befähigen, zeigt der Beitrag explorative Ergebnisse aus dessen erster Durchführung auf. Die Erkenntnisse werden dazu genutzt, einige Prinzipien für eine geographiedidaktische Lehrkräftebildung zu formulieren, welche die fachspezifischen Bildungsgelegenheiten des Digitalen ebenso im Blick hält, wie die Verschränkung von Theorie und Praxis.

Ausgangspunkt des Beitrags ist die Einsicht, dass der Bildungswert digitaler Lernumgebungen nicht allein in deren Digitalität liegen kann. Vielmehr gilt es, fachspezifische Bildungsanlässe zu fokussieren, welche die digitale Transformation für Geographieunterricht bereithält. Für die geographiedidaktische Lehrkräftebildung ergibt sich hieraus die Frage, auf welche Weise angehende Lehrkräfte diese Bildungsgelegenheiten ausloten und inszenieren lernen können. Professionalisierung wird dabei als die Ausbildung einer kritischen und emanzipatorischen Haltung gegenüber den Möglichkeiten und Herausforderungen von Digitalität für die Ermöglichung geographischer Bildung verstanden.



Geographieunterricht digital – Zur Konzeption eines kollaborativen Seminars zum Gestaltungsprozess von digitalen Lehr-Lernumgebungen

Nicole Raschke

TU Dresden, Deutschland

Ausgehend von der lebensweltlichen Bedeutung der Digitalisierung und der Darstellung verschiedener Dimensionen, in welchen Digitalisierung in geographischen Bildungskontexten verhandelt werden, wird ein Seminarkonzept für Lehrer*innenbildung im Fachbereich Geographie entwickelt und vorgestellt, welches die Herausforderungen, die sich aus verschiedenen Perspektiven ergeben, berücksichtigt. Das Konzept verbindet bildungstheoretische, konzeptionell-fachliche sowie anwendungs- und methodenorientierte Dimensionen in einem an agiler Hochschuldidaktik orientierten invert-classroom design.



Mündigkeit und digitale Geomedien. Implementation eines digitalen Fachkonzepts in der geografischen Lehrkräftebildung

Uwe Schulze1, Detlef Kanwischer1, Inga Gryl2, Alexandra Budke3

1Goethe-Universität Frankfurt am Main; 2Universität Duisburg-Essen; 3Universität zu Köln

Der Aufstieg digitaler Geomedien als Kulturtechnik zur multimedialen Vermittlung geografischen Wissens führt zu veränderten Bildungsanforderungen. Für die Nutzung digitaler Geomedien in der Gesellschaft sind neben technischen Fertigkeiten und Datenkompetenz auch Fähigkeiten zur Argumentation, Reflexion und Partizipation von Bedeutung. Der Aufsatz stellt das Vorhaben der anwendungsbezogenen Entwicklung und Beforschung des digitalen Fachkonzepts „DiGeo“ zum Kompetenzaufbau einer mündigen Nutzung digitaler Geomedien in der geografischen Lehrkräftebildung dar. Es wird eruiert, wie digitale Geomedien als anwendungsfähige Lehr-/Lernmedien transformiert werden können, um den veränderten Anforderungen an partizipative Wissens- und Medienstrukturen im Kontext der Digitalität Rechnung zu tragen.