Conference Agenda

Session
A16: UAV: Best Practice Beispiele
Time:
Monday, 06/July/2020:
2:00pm - 2:45pm

Session Chair: Alexander Almer
Location: A - Sessions

Presentations

Drone Risk Austria - Ein multidisziplinärer Ansatz zur Unterstützung der Risikobewertung von Drohnenmissionen in Österreich

Gernot Paulus1, Dariia Strelnikova1, Karl-Heinrich Anders1, Thomas Schneider1, Daniela Meier2, Stefan Eisenbach2, Thomas Lutz3, Gerhard Lippitsch4, Klaus Gäbler4,5

1FH Kärnten, Geoinformation und Umwelt, Österreich; 2UBIMET GmbH; 3FREQUENTIS AG; 4Austro Control; 5UNIGIS Absolvent

Unmanned Aerial Systems (UAS) werden als eine vielversprechende Quelle des Wirtschaftswachstums angesehen. Die Roadmap für die Integration von Drohnen in den europäischen Luftraum prognostiziert, dass in Zukunft die Zahl der Drohnenoperationen in städtischen Gebieten auf Tausende von gleichzeitigen Flügen steigen wird. Die neue einheitliche europäische Rechtsvorschrift folgt einem operationszentrierten risikobasierten Ansatz, sodass jede Drohnenoperation im Hinblick auf das Risikoniveau behandelt wird, welches sie für Personen und gefährdete Objekte darstellt. Die entstehenden Risiken werden nach dem Specific Operation Risk Assessment (SORA) Ansatz bewertet. Damit wird die Risikobewertung zu einem integralen Bestandteil von professionellen Drohnenoperationen. Eine große Anzahl von gleichzeitigen UAS-Operationen setzt eine automatische Risikobewertung und einen hohen Automatisierungsgrad des UAS-Verkehrsmanagements (UTM) voraus. Dabei kommt der Bereitstellung von nationalen Geodaten in maschinenlesbarer Format, welche für die automatische Risikobewertung erforderlich sind, eine besondere Bedeutung zu. Die Risikobewertung im Take-Off Projekt Drone Risk Austria umfasst die Risikokategorien BODEN, LUFT und WETTER. Drone Risk Austria wird (1) Konzepte für die nationale Geodatenintegration entwickeln, (2) eine prototypische Implementierung der erarbeiteten Konzepte durchführen und (3) eine Schnittstelle zur Bereitstellung der integrierten Geodaten in ein UTM-System implementieren.



Drohnenbasierte optische Ermittlung von heterogenen Oberflächenströmungsmustern in der Nähe von Fischaufstiegshilfen

Dariia Strelnikova1, Gernot Paulus1, Sabine Käfer2, Karl-Heinrich Anders1, Peter Mayr3, Helmut Mader4, Ulf Scherling1, Rudi Schneeberger5

1Fachhochschule Kärnten, Österreich; 2Verbund Hydro Power GmbH; 3flussbau iC; 4Universität für Bodenkultur Wien; 5ViewCopter e. U.

Strömungsmuster stellen einen wichtigen Reiz für Fische zur Auffindbarkeit von Fischaufstiegshilfen (FAH) dar. Diese Machbarkeitsstudie untersucht die Möglichkeit einer nicht-intrusiven Bestimmung von Oberflächenströmungsmustern in einem alpinen Fluss in der Nähe einer Fischaufstiegshilfe. Das neu entwickelte Methodenkonzept basiert auf hochauflösenden drohnengestützten Videos und der optischen Analysemethode „Particle Image Velocimetry“ (PIV). Die berechneten Strömungsmuster zeigen eine gute Übereinstimmung mit den hydraulischen Referenzmessungen, welche mithilfe eines Universal-Messflügels durchgeführt wurden. Die Ergebnisse dieser Machbarkeitsstudie sind als eine Grundlage zur Schaffung einer effizienten und standardisierten Methodik zur Strömungsanalyse in der Nähe von FAH zu sehen.



Drohnenerfassung von Großmöwenkolonien im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer

Marc Schnurawa

BioConsult SH GmbH & Co. KG, Deutschland

Seit 1991 werden Brutvögel im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer systematisch erfasst. Konventionelle Erfassungsmethoden umfassen Paar-, Nester sowie Flugzeugzählungen. 2017 hat BioConsult SH eine Pilotstudie im Auftrag der Nationalparkverwaltung zum Einsatz von Drohnen für Brutvogelmonitoring von Großmöwenkolonien durchgeführt und die Ergebnisse mit konventionellen Zählungen verglichen. Alle vorkommenden Großmöwen konnten optisch auf Artniveau bestimmt werden. Auf Grund des Erfolges der Pilotstudie wurde 2018 und 2019 weitere Gebiete beflogen und neben der Anzahl der Brutpaare auch die Reaktion der Vögel auf die Drohne untersucht.