Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.

 
Nach Track oder Beitragstyp der Sitzung filtern 
Nur Sitzungen am Veranstaltungsort 
 
 
Sitzungsübersicht
Ort: SH 2.107
2. OG im Seminarhaus
Datum: Dienstag, 30.08.2022
8:15 - 8:50Typische Fehler beim Vergleich zweier Datensätze unter Rückgriff auf Boxplots: Eine Pilotstudie
Ort: SH 2.107
 

Typische Fehler beim Vergleich zweier Datensätze unter Rückgriff auf Boxplots: Eine Pilotstudie

Abt, Martin; Loibl, Katharina; Leuders, Timo; Reinhold, Frank

Pädagogische Hochschule Freiburg, Deutschland

Die Fläche im Boxplot wird häufig fehlinterpretiert. Eine plausible Erklärung hierfür stellt ein nicht vollzogener Konzeptwechsel dar. Eine Pilotstudie mit N=38 Studierenden untersucht durch kongruent und inkongruent gestaltete Items das Auftreten dieses Fehlkonzepts. Mittels Clusteranalyse konnte neben einer Gruppe, die das Fehlkonzept nicht zeigte, und einer, die das Fehlkonzept konsequent anwendete, eine dritte Gruppe mit intermediärem Wissen identifiziert werden, in der das Auftreten des Fehlkonzepts davon abhing, ob in Items der Median oder das erste Quartil zu betrachten war.

 
9:00 - 9:35Das Geometrische Quadrat: Wie reagieren Lernende auf ein historisches Unterrichtsmittel?
Ort: SH 2.107
 

Das Geometrische Quadrat: Wie reagieren Lernende auf ein historisches Unterrichtsmittel?

Schöneburg-Lehnert, Silvia; Krohn, Thomas

Universität Leipzig, Deutschland

In diesem Beitrag werden einige konzeptionelle Überlegungen zur Einbeziehung von Mathematikgeschichte des 17. Jahrhunderts im Mathematikunterricht am Beispiel des historischen Unterrichtsmaterials „Organum mathematicum“, speziell am Inhalt des Geometrischen Quadrats in dessen Geometrie-Fach thematisiert, die damit verbundene Quellenarbeit erläutert sowie Erfahrungen aus dem Unterricht vorgestellt.

 
10:30 - 11:05Eine empirische Studie zum Erwerb des Ableitungsbegriffs auf Basis der Prozess-Objekt-Dualität
Ort: SH 2.107
 

Eine empirische Studie zum Erwerb des Ableitungsbegriffs auf Basis der Prozess-Objekt-Dualität

Litteck, Kristin1; Rolfes, Tobias2; Heinze, Aiso1

1IPN Kiel, Deutschland; 2Goethe-Universität Frankfurt

In diesem Beitrag wird ein Begriffserwerbsmodell zum Ableitungsbegriff auf Basis der Prozess-Objekt-Dualität mathematischer Begriffe vorgestellt. Mit Schülerinnen und Schülern der Einführungsphase der Sekundarstufe II wurde ein eigens entwickeltes Testinstrument eingesetzt, um deren Begriffswissen zum Ableitungsbegriff zu erfassen. Nach einer IRT-Skalierung sowie weiteren Analysen der verwendeten Items werden Aussagen über die Struktur des Begriffswissens zum Ableitungsbegriff und die Passung des angenommenen Begriffserwerbsmodells getroffen.

 
14:00 - 14:35Herausforderungen anwendungsbezogener Aufgaben – eine curriculare Perspektive auf den Forschungsstand
Ort: SH 2.107
 

Herausforderungen anwendungsbezogener Aufgaben – eine curriculare Perspektive auf den Forschungsstand

Malik, Sara1; Rezat, Sebastian2

1Universität Paderborn, Deutschland; 2Universität Paderborn, Deutschland

Aus dem aktuellen Stand der Forschung ist bereits bekannt, dass anwendungsbezogene Aufgaben vielfältige Herausforderungen auf sprachlicher und fachlicher Ebene an Lernende aller Altersstufen stellen können. Inwieweit diese Forschungsergebnisse aus curricularer Perspektive systematisiert und interpretiert werden können, ist unklar. Im Vortrag werden die Ergebnisse einer Metanalyse des Forschungsstandes sowie erste Ergebnisse einer Aufgabenanalyse, die aus curricularer Perspektive konzeptioniert wurden, zur Diskussion gestellt.

 
14:45 - 15:20Anwendungsorientierter Unterricht als Prädiktor für das Interesse am Fach Mathematik?
Ort: SH 2.107
 

Anwendungsorientierter Unterricht als Prädiktor für das Interesse am Fach Mathematik?

Spreitzer, Carina; Müller, Florian H.; Krainer, Konrad

Universität Klagenfurt, Österreich

Mithilfe einer Strukturgleichungsanalyse wird untersucht, inwiefern anwendungsorientierter Unterricht in Mathematik mit der wahrgenommenen Befriedigung grundlegender psychologischer Bedürfnisse (Basic Needs), autonomer Formen der Motivation und dem Interesse am Fach seitens der Schüler:innen zusammenhängt. Die theoretische Basis bildet die Selbstbestimmungstheorie nach Ryan und Deci (2017). Die Daten beziehen sich auf Schüler:innen (N = 256) der sechsten bis zur elften Schulstufe. Erste Ergebnisse zeigen, dass anwendungsorientierter Unterricht zur Befriedigung der Basic Needs beiträgt.

 
17:30 - 18:05Flexibel und originell? Kreative Leistungen mathematisch besonders begabter, leistungsstarker Lernender
Ort: SH 2.107
 

Flexibel und originell? Kreative Leistungen mathematisch besonders begabter, leistungsstarker Lernender

Zehnder, Moritz

Universität Bayreuth, Deutschland

Kreativität ermöglicht Innovation und wird auch deshalb als wichtige Fähigkeit des 21. Jahrhunderts angesehen. Die vorliegende Untersuchung betrachtet kreative Leistungen mathematisch begabter, leistungsstarker Lernender der Jahrgangsstufen 9 und 10. Es wird ergründet, inwiefern sie kreative Lösungen zu Problemen, die sich auf vielfältige Art lösen lassen (sog. multiple solution tasks), finden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Lernenden zwar eher selten originelle Lösungen angeben, jedoch flexibel Lösungsansätze variieren.

 
18:15 - 18:50Neue Wege im Mathematikunterricht - Auf den Spuren Mathilde Vaertings
Ort: SH 2.107
 

Neue Wege im Mathematikunterricht - Auf den Spuren Mathilde Vaertings

Werth, Gerda

Universität Paderborn, Deutschland

Im Jahr 1921 erschien Mathilde Vaertings Werk „Neue Wege im mathematischen Unterricht, zugleich eine Anleitung zur Förderung und Auslese mathematischer und technischer Begabungen“. Mit ihrem Buch möchte Vaerting eine Methode aufzeigen, wie Schüler*innen durch einen kognitiv anregenden Mathematikunterricht zu eigenständigen Leistungen motiviert und deren Erkenntnisgewinn gefördert werden können. Dabei schließt sie explizit Mädchen ein, und dies in einer Zeit, in der diese endlich auch Mathematik an Schulen lernen durften, ihnen die Begabung dafür aber vielfach abgesprochen wurde.

 
Datum: Mittwoch, 31.08.2022
8:15 - 8:50Wissenschaftspropädeutik im Mathematikunterricht der gymnasialen Oberstufe aus Sicht von Lehrkräften
Ort: SH 2.107
 

Wissenschaftspropädeutik im Mathematikunterricht der gymnasialen Oberstufe aus Sicht von Lehrkräften

Fesser, Patrick; Rach, Stefanie

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Deutschland

Laut der KMK gehört seit 1972 Wissenschaftspropädeutik zur Zieltrias der gymnasialen Oberstufe. Allerdings liegen bisher für den regulären Mathematikunterricht in Bezug auf die unterrichtliche Umsetzung von dieser Zieldimension kaum Erkenntnisse vor. Im Rahmen dieses Projekts soll untersucht, was Lehrkräfte unter Wissenschaftspropädeutik verstehen und wie sie diese Zieldimension bei der Planung und Durchführung von Unterricht einbeziehen.

 
9:00 - 9:35Beziehungen zwischen Bedeutungselementen und grafischen Darstellungen in der Trigonometrie
Ort: SH 2.107
 

Beziehungen zwischen Bedeutungselementen und grafischen Darstellungen in der Trigonometrie

Büttner, Maximilian; Erath, Kirstin

Martin-Luther-Universität Halle-W., Deutschland

Im Vortrag wird ein Beziehungsnetz aus Grundvorstellungen zum Thema Trigonometrie vorgestellt. Dieses Beziehungsnetz hat einerseits das Ziel den Lerngegenstand strukturierter und spezifizierter darzustellen, andererseits sollen damit Lernprozesse differenzierter ausgewertet werden können. Um dies zu ermöglichen, werden die Grundvorstellungen auf analytischer Ebene in Bedeutungselemente und grafische Darstellungen aufgefächert, welche durch unterschiedliche Vorstellungsdynamiken miteinander verbunden sind.

 
9:45 - 10:05Einsatz einer mehrschrittigen digitalen Aufgabe mit elaborativem Feedback zum Thema Eigenwerttheorie
Ort: SH 2.107
 

Einsatz einer mehrschrittigen digitalen Aufgabe mit elaborativem Feedback zum Thema Eigenwerttheorie

Dittmann, Phillip

Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

Für Ingenieurstudierende stellen mathematische Veranstaltungen zu Studienbeginn oft eine große Hürde dar. Digitale Aufgaben zum selbstständigen Üben können hier als Unterstützung angeboten werden. Aus diesem Grund wurde eine mehrschrittige Aufgabe mit elaborativem Feedback zur Eigenwerttheorie entwickelt und erprobt. Studierende, die diese Aufgabe abschlossen, erreichten mehr Punkte in der entsprechenden Klausuraufgabe. Die studentischen Rückmeldungen zeigten zudem, dass der Nutzen der prüfbaren Zwischenschritte hoch eingeschätzt wurde, die Eingabe der Ergebnisse jedoch zu Problemen führte.

 
10:05 - 10:25Welche Merkmale zeigen Instruktionssensitivität von Testitems?
Ort: SH 2.107
 

Welche Merkmale zeigen Instruktionssensitivität von Testitems?

Schönenberger, Stephan1; List, Marit Kristine2; Naumann, Alexander2; Leininger, Stephanie1; Hochweber, Jan1; Hartig, Johannes2

1Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG), St. Gallen, Schweiz; 2Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF), Frankfurt, Deutschland

Anhand eines Tests zu linearen Funktionen und Gleichungen wurden Testitems entwickelt, die den Lernzuwachs abbilden und in Beziehung zu Unterrichtsqualitätsmerkmalen stehen sollen, d.h. instruktionssensitiv sind. Zentrale Frage ist, welche Merkmale der Items diese Beziehung beeinflussen können. Mit Fokusgruppendiskussionen wurden Merkmale bestimmt und systematisch in der Testentwicklung variiert. Mittels Prä-Post-Design wurden Lernzuwächse der Schülerinnen und Schüler festgestellt und gleichzeitig Ratings von Lehrpersonen und Lernenden mit Bezug zu Unterrichtsqualitätsmerkmalen erhoben.

 
10:30 - 11:05Muster im Blick – Differenzierte Betrachtung mathematischer Potenziale zu Strukturierungsfähigkeiten
Ort: SH 2.107
 

Muster im Blick – Differenzierte Betrachtung mathematischer Potenziale zu Strukturierungsfähigkeiten

Heiderich, Sabrina; Greta, Brodowski

Technische Universität Dortmund, Deutschland

Das Projekt SMArt_Pattern untersucht, inwieweit Ergebnisse aus psychometrischen Tests zur fluiden Intelligenz und der Mathematikleistung in einer normalverteilten und geschlechtsparitätischen Stichprobe (n=80) mit lernprozessorientierten Daten zur Strukturierungsfähigkeit – als zentrales Begabungsmerkmal – von Punktmustern zusammenhängen. Für eine Prozessanalyse wird das Verfahren des Eye Tracking mit einem begleitenden Interview kombiniert. Korrelations- und Clusteranalysen liefern tiefere Einsichten in Zusammenhänge und Inkohärenzen der Produkt- und Prozessparameter.

 
Datum: Freitag, 02.09.2022
8:15 - 8:50MS20: Zwischen Reduktion und intellektueller Ehrlichkeit an Schulen in sozial belasteten Stadtteilen
Ort: SH 2.107
 

Zwischen Reduktion und intellektueller Ehrlichkeit an Schulen in sozial belasteten Stadtteilen

Hoffkamp, Andrea

TU Dresden, Deutschland

Der Unterrichtsalltag an Schulen in sozial belasteten Stadtteilen ist fachlich und pädagogisch komplex. Oftmals besteht die Gefahr, dass Reduktionen ungünstig vorgenommen und die Inhalte in kleinste Häppchen zerlegt werden. Der Alltag verlangt einen detaillierten Blick in Tiefenstrukturen und auf die spontan zu treffenden Entscheidungen. Dabei werden Reduktion und intellektuelle Ehrlichkeit mitunter als Gegenspieler empfunden. In diesem Beitrag soll es deshalb um das Verhältnis dieser vermeintlichen Pole im Sinne eines achtsamen Mathematikunterrichts gehen.

 
9:00 - 9:35MS20: Nachhaltigkeit im Mathematikunterricht - Der Achtsame Unterricht mit der Sache
Ort: SH 2.107
 

Nachhaltigkeit im Mathematikunterricht - Der Achtsame Unterricht mit der Sache

Wilhelm, Katharina

Universität des Saarlandes, Deutschland

Der Vortrag beleuchtet den Zusammenhang von Mathematik und einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Neben einer Bestandsauf-nahme wird die Bedeutsamkeit des Themas für den Unterricht analy-siert. Der Achtsame Unterricht – als Weiterentwicklung des Sanften Un-terrichts von B. Andelfinger – wird als geeignete Unterrichtskultur vor-geschlagen, als Mittler, um das Gelernte auch über den Unterricht hin-aus bei der Bewältigung künftiger Herausforderungen, so auch in der Nachhaltigkeitsdebatte, anzuwenden. Unterrichtspraktische Beispiele runden den Beitrag ab.

 
9:45 - 10:20MS20: enaktiv - ikonisch - symbolisch – epistemologisch betrachtet und semiotisch präzisiert
Ort: SH 2.107
 

enaktiv - ikonisch - symbolisch – epistemologisch betrachtet und semiotisch präzisiert

Lambert, Anselm; Jonas, Lotz

Universität des Saarlandes, Deutschland

Die brunersche Trias der Darstellungsmodi ist weit verbreitet. Leider oft in einer verkürzten Form, die zum Fehlschluss führt, dass die symbolische Ebene allein von formal-algebraischen Darstellungen gebildet wird. Klarheit schaffen die semiotischen Unterscheidungen von Modalität (enaktiv, ikonisch, symbolisch) und Kodalität (formal-algebraisch, konstruktiv-geometrisch, verbal-begrifflich) sowie von Arten verwendeter Zeichen (objekthaft, entlehnt, kodifiziert) und dem Umgang mit diesen (naiv, verständig).

 
10:30 - 11:05MS20: Fundamentale Ideen der Mathematik im Unterrichtsalltag
Ort: SH 2.107
 

Fundamentale Ideen der Mathematik im Unterrichtsalltag

von der Bank, Marie-Christine

Universität des Saarlandes, Deutschland

...Im Vortrag wird ein strukturiertes und strukturierendes Modell einer Theorie Fundamentaler Ideen, welches die Pluralität der mathematischen und didaktischen Forschungstradition berücksichtigt, entwickelt. Diese Gesamtperspektive nimmt dabei explizit individuelle Denkweisen und Einstellungen, die typisch für mathematisches Forschen sind, in den Blick. Um diese Theorie Fundamentaler Ideen für den Unterrichtalltag nutzbar zu machen, bedarf es ihrer unterrichtspragmatischen Reduktion auf einen Vernetzungspentagraphen, dessen Anwendungspotential an konkreten Unterrichtsbeispielen demonstriert wird.

 

 
Impressum · Kontaktadresse:
Datenschutzerklärung · Veranstaltung: GDM 2022
Conference Software - ConfTool Pro 2.6.145+TC
© 2001–2022 by Dr. H. Weinreich, Hamburg, Germany