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Präsentationen mit dem Text „undogmatisches“

V3: Interpretationsspielräume
Zeit: 04.03.2020: 9:00-10:30 · Ort: H 3

Interpretationsspielräume. Undogmatisches Annotieren literarischer Texte in CATMA 6

Jan Horstmann, Janina Jacke

Universität Hamburg, Deutschland

Damit sich Annotation als Methode in der Literaturwissenschaft etablieren kann, müssen Annotationstools die theoretischen und methodischen Spezifika literaturwissenschaflicher Textauslegung abbilden. Dieser Beitrag demonstriert am Beispiel der Annotations- und Analyseplattform CATMA 6, wie dies aussehen kann. Literaturwissenschaftliche Textauslegung zeichnet sich besonders durch verschiedenartige Spielräume aus: Textinterpretation kann mannigfaltige Ziele haben, literarische Texte sind oft ambig und deswegen unterschiedlich auslegbar und die Arbeit am Text kann methodisch unterschiedlich gestaltet sein. Diese Spielräume zu schaffen und zugleich behutsam zu reglementieren, ist eine große Herausforderung für Annotationsprogramme. In CATMA 6 wird diesem Desiderat durch eine Vielzahl besonderer Funktionaliäten begegnet: (1) Drei Annotationmodi erlauben eine an Phasen und persönliche Arbeitsweise angepasste Texterforschung; (2) Mehrfachannotationen ermöglichen die Untersuchung verschiedener Textdimensionen und die Formulierung konkurrierender Interpretationshypothesen; (3) mit Metaannotationen können Interpretationshypothesen kontextualisiert, argumentativ gestützt oder modalisiert werden; und (4) im Rahmen kollaborativer Annotation können Interpretationen in einem individualisierbaren Projektsetting gemeinsam erarbeitet und ausgehandelt werden.

 
 
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