Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
V16: Texterschließung
Zeit:
Freitag, 06.03.2020:
9:00 - 10:30

Ort: H 1

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Präsentationen

Die Digitale Edition der Protokolle des Bayerischen Ministerrats – ein Erfahrungsbericht

Maximilian Schrott, Matthias Reinert

Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Deutschland

Mit dem neunten Band der Edition „Protokolle des Bayerischen Ministerrats 1945-1962“ beschritt die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaft neue Pfade. Erstmals versuchte sie die Erstellung einer Edition auf TEI-XML-Basis. Ziel war es sowohl einen gedruckten Band, als auch ein funktionsstarke digitale Version möglichst nahtlos aus denselben Dokumenten heraus zu erstellen. Gleichzeitig wollte man es dem Bearbeiter mittels einer eigens im Oxygen XML Editor angelegten Arbeitsumgebung ermöglichen, seine bisherige Arbeitsweise weitgehend unverändert und ohne Voraussetzung von XML-Kenntnissen. Die Drucklegung des Bandes konnte im Sommer 2019 erfolgreich abgeschlossen werden. Der Vortrag stellt das Projekt vor, beschreibt die Entwicklung des neuen Editionskonzepts, zeigt die Arbeitsumgebung und berichtet von den Herausforderungen und Erkenntnissen, die sich im Projektverlauf ergaben.



Syntaktische Profile für Interpretationen jenseits der Textoberfläche

Melanie Andresen1, Anke Begerow2, Lina Franken1, Uta Gaidys2, Gertraud Koch1, Heike Zinsmeister1

1Universität Hamburg, Deutschland; 2Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Viele Verfahren des Text Mining und Distant Reading beschränken sich auf eine wortbasierte Auswertung von Texten. Auch wenn auf Basis der Wortformen und ihrer linearen Abfolge bereits neue Perspektiven auf Texte gewonnen werden (z. B. mittels der Voyant Tools), schöpfen diese Methoden das Potential von Texten bei Weitem nicht aus. In diesem Beitrag vergleichen wir zwei Ansätze zur Berechnung von Kollokationen, einen oberflächenorientierten Ansatz und einen auf Dependenzannotationen basierten. An zwei Fallstudien aus den Fächern Kulturanthropologie und Pflegewissenschaft wird demonstriert, wie die beiden Ansätze eine qualitative Interpretation von Textdaten in Hinblick auf gesellschaftliche bzw. soziale Phänomene unterstützen können. Die Erstellung eines eindeutigen Goldstandards, der eine formale Evaluation erlauben würde, ist bei dieser Art Fragestellung nicht möglich.



 
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