Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
V17: Linked Open Data 1
Zeit:
Freitag, 06.03.2020:
9:00 - 10:30

Chair der Sitzung: Joachim Veit, Universität Paderborn
Ort: H 2

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Präsentationen

(Re-)Collecting Theatre History: Wissensdinge, Biographien, Wirkungsräume

Andreas Mertgens, Enes Türkoğlu, Nora Probst

Universität zu Köln, Deutschland

Im Projekt (Re-)Collecting Theatre History werden seit März 2017 in Kooperation mit der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln und dem Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin ausgewählte Nachlässe der Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts digital zusammengeführt. Mit dem Cologne Center for eHumanities als technischem Partner werden diese Nachlässe digitalisiert, Metadaten erfasst und eine Plattform entwickelt, die nicht nur objektbezogene Datenkontexte sondern auch prosopographische und theatergeschichtliche Forschungsfragen berücksichtigt. Hierfür werden aus den erfassten Objektdaten Datensätze extrahiert, die unterschiedlich modelliert und definiert sind - nämlich als Akteure oder Ereignisse. Das Projekt untersucht so das Spannungsverhältnis von Biographie und Geschichte, um aus den biographischen Koordinaten, die durch die Objekte ermittelt werden, eine Theatergeschichte zu erzählen, die quer zu den historisch anerkannten Epochengrenzen verläuft. Auf diese Weise werden die Übergänge zwischen zentralen Epochen der Theater- und Kulturgeschichte der Moderne einer fachwissenschaftlichen Neukonfiguration unterzogen.



Automatische Extraktion und semantische Modellierung der Einträge einer Bibliographie französischsprachiger Romane

Andreas Lüschow

Universität Trier, Deutschland

Elektronische Dokumente und Daten lassen sich aufgrund ihrer maschinenlesbaren Form leicht mit automatischen Methoden der Informationsextraktion erschließen und analysieren. Im Kontext des Semantic Web führt eine Verlinkung unterschiedlicher Datenbestände außerdem zu einer Anreicherung und damit deutlich erhöhten Sicht- und Nutzbarkeit dieser Daten. Unzählige Dokumente liegen jedoch ausschließlich in gedruckter Form vor. In der vorliegenden Arbeit wurden die Einträge einer Bibliographie französischsprachiger Romane der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mithilfe verschiedener Ontologien (FRBR, DCTerms, PRISM, SPAR) und Standards modelliert, um durch Anwendung eines Verfahrens der Informationsextraktion (Conditional Random Fields, CRF) die dort enthaltenen bibliographischen Daten in eine RDF-Repräsentation zu überführen. Die durchschnittliche Extraktionsgenauigkeit der sechs erstellten Modelle erreichte dabei rund 96 %. Zusätzlich wurden die Daten durch Verlinkung mit der Virtual International Authority File (VIAF) angereichert. Schwierigkeiten bereiten vor allem spezielle Inhalte, die mit herkömmlichen Ontologien nicht abgebildet werden können, sowie die teilweise fehlerhafte Datengrundlage.



Das Werk bildender Künstler*innen im Kontext – Digitale Werkverzeichnisse im semantischen Netz

Maria Effinger, Nicole Sobriel

Universitätsbibliothek Heidelberg, Deutschland

Im Rahmen des DFG-Programms „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ entwickeln die Universitätsbibliothek Heidelberg und die SLUB Dresden mit dem Fachportal arthistoricum.net ein maßgeschneidertes Angebot für die kunsthistorische Fachcommunity. Die Universitätsbibliothek Heidelberg zeichnet dabei u.a. für den Bereich des elektronischen Publizierens im Open Access verantwortlich, ihr aktueller Fokus liegt dabei auf kollaborativen, mit Linked-Data-Technologien realisierten, dynamischen Publikationsmöglichkeiten und deren Weiterentwicklung. Der Vortrag soll zeigen, welche unterschiedlichen Lösungsansätze für die Bereitstellung digitaler Werkverzeichnisse im Kontext von arthistoricum.net aktuell an der UB Heidelberg erarbeitet und zum Teil auch schon umgesetzt werden.

Die webbasierte und kollaborative Arbeits- und Publikationsweise sowie die multiplen Verbindungen von Bild und Text schaffen gegenüber bisherigen Printpublikationen neue Möglichkeiten der Visualisierung und Verbreitung stets aktueller Forschungsergebnisse. So können die zwischen den in der Datenbank erfassten Artefakten oder Personen bestehenden komplexen, geographischen, überlieferungskontextuellen, sprachlichen, inhaltlichen, ikonographischen oder editorischen Bezüge komfortabel recherchiert, visualisiert und dynamisch ausgebaut werden.



 
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