Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
V14: Quantitative Zugänge zu Musik
Zeit:
Mittwoch, 04.03.2020:
9:00 - 10:30

Chair der Sitzung: Torsten Roeder, Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
Ort: H 2

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Präsentationen

Differenz und Ähnlichkeit in der computergestützten Filiation von Renaissancemusik

Anna Plaksin

Max Weber Stiftung, Deutschland

Die Filiation wird in der Renaissancemusikforschung nicht nur im Rahmen der Edition zur Bewertung von Lesarten verwendet, sondern auch in repertoiregeschichtlichen Studien. Sollen Repertoirestudien durch den Einsatz von computergestützten Methoden auf eine breitere Basis gestellt werden, stellen sich wesentliche Fragen.

So geht es methodisch darum, eine Gruppe ähnlicher Texte entsprechend ihrer Differenz in Relation zu bringen. Damit rückt vor allem die Frage nach dem Verhältnis von Ähnlichkeit und Differenz von in Mensuralnotation überlieferten Quellen in den Fokus. Eine wesentliche Herausforderung stellt hierbei die strukturelle Ambiguität von Mensuralnotation dar, in der Zeichen und Bedeutung nicht stabil ineinander überführbar sind. Zur Auswahl geeigneter Parameter bei der Entwicklung von Substitutionsmodellen, wird eine datenbasierte Evaluationsmethode vorgestellt, die Rückschlüsse auf die Trennkraft der gewählten Parameter ermöglicht.



Zu den Anforderungen einer musikalischen Stilometrie

Johannes Kepper

Universität Paderborn, Deutschland

Der Beitrag stellt Überlegungen zur Übertragbarkeit stilometrischer Methoden auf musikalische Daten an, die sich strukturell erheblich von literarischen Texten unterscheiden. Gleichzeitig werden inhaltlich oder methodisch ähnliche Forschungen aus den Bereichen Music Information Retrieval und Algorithmische Komposition vorgestellt. Im Vergleich zeigt sich, dass sich mit einer unspezifischen, d.h. nicht an die Daten angepassten stilometrischen Analyse mittels Stylo bereits zuverlässigere Komponistenzuordnungen erreichen lassen, als dies menschlichen Hörern im Durchschnitt gelingt.



OMMR4all - ein semiautomatischer Online-Editor für mittelalterliche Musiknotationen

Christoph Wick, Alexander Hartelt, Frank Puppe

Universität Würzburg, Deutschland

OMMR4all verbindet optische Musikerkennung (OMR) mit einem Korrekturframework für mittelalterliche Neumennotationen in einem Online-Editor. Verschiedene OMR-Algorithmen erkennen automatisch Notenlinien, Notensysteme, Layout und Musiksymbole mittels Deep Learning. Ein Overlay-Editor dient zur Korrektur von Fehlern bei jeder Phase der Verarbeitung. Da die Notationsstile zwischen den Bücher eine hohe Varianz zeigen, sind die Standardmodelle von OMMR4all nicht immer passend für die Vorlage. Deswegen können neue Modell basierend auf manuell korrigiertem Material trainiert werden, um die automatische Verarbeitung zu verbessern. Experimente zeigen, dass bereits wenige Seiten (5-10) ausreichend um ein robustes Modell zu erreichen, jedoch erlaubt ein iterativer Trainingsprozess eine stetige Verbesserung der Modelle durch Hinzufügen von neuen annotierten Partituren. OMMR4all zielt auf Musikwissenschaftler ab, die ist ein benutzerfreundliches Werkzeug suchen, um mittels minimalen menschlichen Aufwand große Sammlungen von historischen Material zu kodieren.



 
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