29. Jahrestagung der DeGEval
Evaluation und Zeit
23. - 25. September 2026 | Frankfurt a. M.
Veranstaltungsprogramm
Hier können Sie das Tagungsprogramm unserer 29. DeGEval-Jahrestagung einsehen.
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Hinweis: Blau eingefärbte Sitzungen beziehen sich inhaltlich auf das Tagungsthema "Evaluation und Zeit".
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Tagesübersicht |
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E4: Zertifizierung in offenen Berufsfeldern: Modelle, Erfahrungen und Perspektiven für die Evaluation
Sitzungsthemen: Allgemeine Einreichung, 3.1 Professionalisierung der Evaluation (AK), 3.9 Sonstige übergreifende Themen der Evaluation
Session des AK Professionalisierung | |
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E4: Zertifizierung in offenen Berufsfeldern: Modelle, Erfahrungen und Perspektiven für die Evaluation Die Frage nach Zertifizierungen im Feld der Evaluation wird seit vielen Jahren diskutiert und ist häufig mit starken Positionen verbunden. Während einige darin einen potentiellen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung sehen, befürchten andere eine unangemessene Vereinfachung der komplexen Anforderungen evaluativer Praxis oder hohe Zugangshürden für Praktiker*innen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen. Statt diese Debatte erneut normativ zu führen, möchte die Session einen vergleichenden Blick auf verschiedene Zertifizierungs-Modelle werfen, mit denen offene Berufsfelder ohne geschützte Berufsbezeichnung mit Fragen der Qualitätssicherung, Sichtbarkeit und Professionalisierung umgehen. Die Session wird vom Arbeitskreis Professionalisierung eingereicht und knüpft an eine AK-Session der letzten Jahrestagung 2025 an, in denen sich der AK mit möglichen Zukünften von Aus-, Fort- und Weiterbildung für Evaluation beschäftigt hat. Die Frage nach Zertifizierungen oder vergleichbaren Modellen ist dabei eine von mehreren möglichen Strategien, um Professionalisierung weiterzuentwickeln. Wir halten es für unbedingt geboten, uns mit der Community auf der Jahrestagung nach und nach mit diesen Strategien auseinanderzusetzen. In drei kurzen Impulsbeiträgen werden unterschiedliche Zertifizierungs-Ansätze vorgestellt:
Die drei Beispiele zeigen unterschiedliche Strategien, mit denen Professionen versuchen, Qualität sichtbar zu machen, ohne den Zugang zu einem offenen Berufsfeld vollständig zu regulieren. Ein besonderer Fokus der Session liegt darauf, die verschiedenen Modelle vor dem Hintergrund der spezifischen Situation der Evaluation zu reflektieren. Anders als viele vergleichbare Beratungs- oder Reflexionsberufe versteht sich Evaluation traditionell als ein Feld mit starker akademischer Verankerung, das eng mit Forschung, Methodenentwicklung und wissenschaftlichen Standards verbunden ist. Gleichzeitig ist diese akademische Verankerung im deutschsprachigen Raum derzeit in Frage gestellt – nicht zuletzt durch die jüngste Abwicklung des Evaluations-Masterstudiengangs in Saarbrücken. Vor diesem Hintergrund stellt sich erneut die Frage, welche Rolle Zertifizierungen, Qualifikationsnachweise oder alternative Modelle künftig für die Professionalisierung im Evaluationsfeld spielen können. Im Anschluss an die geplanten Kurzinputs wird die Session bewusst dialogisch gestaltet. In einem moderierten Austausch sammeln die Teilnehmenden Einschätzungen, Erfahrungen und Erwartungen aus der Evaluationscommunity. Leitfragen sind unter anderem:
Die Session soll damit nicht zu einer schnellen Positionierung führen, sondern einen differenzierten Überblick über mögliche Modelle geben und eine informierte Diskussion innerhalb der Community anregen. Dramaturgie der 90-Minuten-Session
Die Session richtet sich an Evaluator*innen aus der Praxis, an Evaluationsforscher*innen von Hochschulen und an alle, die sich für Fragen der Professionalisierung und Qualitätssicherung im Evaluationsfeld interessieren. | |