Conference Agenda
For the first time, the DeGEval Annual Conference features an international stream. This stream presents findings from the CEval Evaluation GLOBE Project, which comprises 50 country case studies and 11 reports from transnational organizations, offering a global overview of developments in the institutionalization and professionalization of evaluation, as well as of enabling and hindering factors.
Sessions in the international stream are marked in orange. Yellow indicates sessions held entirely in English (outside the international stream), while light yellow marks sessions with individual English contributions. All other sessions are conducted in German, even if their titles appear in English in the translated programme overview.
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Session Overview |
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C6: Between Aspiration and Reality: Institutionalization of Evaluation for Evidence-Based Policymaking in International Cooperation
Session des AK Entwicklungspolitik / Humanitäre Hilfe | ||
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Zwischen Anspruch und Realität: Institutionalisierung von Evaluation für evidenzbasierte Politikgestaltung in der internationalen Zusammenarbeit. In der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) ist die Institutionalisierung von Evaluation in den letzten Jahren stark vorangeschritten. Diese wird u.a. durch staatliche Akteure, aber auch durch den öffentlichen Diskurs vorangetrieben. Wesentliche Treiber sind zum einen zunehmende Ansprüche an Transparenz und Rechenschaft, zum anderen die Erfahrung, dass sich aus Evaluationen lernen lässt und so Maßnahmen zielgerichteter und wirkungsvoller gestaltet werden können. Wirkungs- und Lernorientierung haben eine lange Tradition in der EZ. Für die Nutzung von Evaluationen spielt jedoch nicht nur eine Rolle wie die einzelne Evaluation durchgeführt und aufbereitet wird, sondern auch wie die Akzeptanz der rezipierenden Stelle ist. Die Institutionalisierung von Evaluation trägt dazu bei, dass diese nach festgelegten Standards und Kriterien umgesetzt wird und in administrativen Regelungen und Verfahren verankert wird. Dies erhöht die Legitimation und die Akzeptanz von Evaluationsergebnissen und birgt die Chance, dass diese stärker in Entscheidungsprozesse einfließen. Gleichzeitig bestehen auch Herausforderungen und Grenzen für die Institutionalisierung von Evaluation, wenn diese dazu führt, dass Evaluation als bürokratische Verpflichtung wahrgenommen wird und möglicherweise Lernorientierung und methodische Kreativität behindert oder von den betroffenen Akteuren als Einschränkung für eigenständige Handlungsspielräume wahrgenommen wird. Ziel der Session: Ziel der Session ist zum einen eine Bestandsaufnahme der Institutionalisierung von Evaluation im Politikfeld der EZ im internationalen Kontext sowie spezifisch in Österreich und in Deutschland. Diskutiert werden soll unter anderem die Frage, welche unterschiedlichen Formen der Institutionalisierung von Evaluation bestehen und wie die Institutionalisierung gefördert werden kann. Darüber hinaus soll aus der Perspektive verschiedener Akteure aufgezeigt werden, wo Lücken, Grenzen, Chancen oder Herausforderungen der Institutionalisierung von Evaluation bestehen. Dadurch soll eine Annäherung an die Frage „Wie kann Institutionalisierung von Evaluation zu einer evidenzbasierten (und kohärenten) Politikgestaltung beitragen?“ erfolgen. Struktur, Inhalte und Vortragende der Session: Im Rahmen der Session wird es vier einführende Kurzvorträge geben, gefolgt von einer Diskussion. Vortrag 1: Institutionalisierung von Evaluation im internationalen Kontext der Entwicklungszusammenarbeit Inputgeber: Prof. Dr. Jörg Faust, Deutsches Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval). Der Vortrag gibt einen Überblick über unterschiedliche Formen der Institutionalisierung von Evaluation in der internationalen EZ. Dies umfasst auch die Darstellung potenzieller Treiber und aktueller Dynamiken im Hinblick auf die Veränderung von Evaluierungssystemen. Vortrag 2: Das Beispiel Österreich: Ressortübergreifende Evaluierung im Bereich der internationalen Zusammenarbeit Inputgeber: Raimund Magis, Direktor Strategische Ausrichtung der österreichischen Entwicklungspolitik, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) Der Vortrag stellt die Entwicklung der ressortübergreifenden Evaluierung im Politikfeld der internationalen Zusammenarbeit in Österreich dar. Ebenso wird auf die Herausforderungen und Potenziale einer ressortübergreifenden Institutionalisierung von Evaluierung eingegangen. Vortrag 3: Institutionalisierung von Evaluation im Politikfeld der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland mittels standardisierter Evaluierungsleitlinien. Inputgeber: Uwe Gehlen, RL, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Nach einem Überblick über den aktuellen Stand in Bezug auf die Institutionalisierung von Evaluation im System der deutschen EZ geht der Vortrag darauf ein, wie die Institutionalisierung weiterentwickelt werden soll. Er stellt die damit verbundenen Ziele, Vorgaben und Standards dar. Vortrag 4: Faktoren für gelungene Institutionalisierung von Evaluation – Erfahrungen aus dem zivilgesellschaftlichen Sektor Inputgeberin: Petra Kiel, VENRO-AG Wirkungsorientierung Ausgehend von der Annahme, dass die Verankerung von evaluativem Denken und einer auf Lernen ausgerichteten Organisationskultur wichtige Faktoren für eine gelungene Institutionalisierung von Evaluation sind, geht dieser Input der Frage nach, wie das Entstehen einer Evaluationskultur als bottom-up Approach gelingen kann. Diskussion: Was sind wichtige Aspekte einer „gelungenen“ Institutionalisierung von Evaluation? Moderation: Nikolai Hergt, Sibylle Nickolmann, Kirsten Vorwerk (AK Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe) | ||
