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Sitzungsübersicht
Sitzung
D3: Neues Machtwissen für den Umwelt- und Klimapolitikbereich?
Zeit:
Freitag, 16.09.2022:
10:45 - 12:15

Leitung der Sitzung: Dr. Franziska Pfitzner-Eden, ZUG gGmbH

Zusammenfassung der Sitzung

In den letzten Jahren hat das Thema Evaluation im Umwelt- und Klimapolitikbereich deutlich an Bedeutung gewonnen. Als Antwort auf die bestehende Klimakrise sind öffentliche und private Investitionen in bestehende Förderprogramme und Initiativen zum Klima-, Umwelt- und Biodiversitätsschutz stark angestiegen und eine Vielzahl an neuen Förderprogrammen ist ins Leben gerufen worden. Auch die Frage nach deren Wirksamkeit und Ergebnissen ist damit vermehrt in den Fokus gerückt. Um diesem Fokus gerecht zu werden, reagierte das BMU u.a. mit der Einrichtung einer eigenen Projektträgerorganisation in 2017 (der Zukunft-Umwelt-Gesellschaft gGmbH) mit einem designierten Team für Monitoring und Evaluation.

Wie in allen anderen Politikfeldern ist belastbare Evidenz von hoher Bedeutsamkeit, um wirksame Programme zu schaffen. Allerdings ist es bei Umwelt-, Klima- und Biodiversitätsprojekten nicht einfach belastbare Evidenz zu generieren. Hierbei handelt es sich um ein Feld, welches erfahrene Evaluator*innen der Internationalen Initiative for Impact Evaluation als „wicked“ bezeichnen (vergl. Jimenez & Puri, 2017) – also ein Feld, in dem es aufgrund der hohen Zahl und Komplexität von Einflussfaktoren besonders herausfordernd ist, verlässliche Evidenz zu erzeugen. Gleichzeitig bergen die etablierten Machtstrukturen zwischen Politik, beauftragten Evaluator*innen und Wissenschaft weitere Herausforderungen für die Schaffung benötigter Evidenz. Denn – wer entscheidet, welche Fragen gestellt und ob Ergebnisse veröffentlicht werden? Auf der anderen Seite ist die Verwertung wissenschaftlicher Evidenz für die politische Entscheidungsfindung ebenfalls nicht einfach (Science-Policy Gap) in diesem komplexen Feld.

Was bedeuten diese Herausforderungen für die Erzeugung und den Nutzen des durch Evaluationen geschaffenen Wissens in diesem Bereich? Dieser übergreifenden Frage widmen wir uns im Rahmen einer interaktiven Paneldiskussion mit Fokus auf den Umwelt- und Klimabereich, passend zum Thema der Jahrestagung. Das Panel besteht aus erfahrenen Expert*innen von der auftraggebenden Seite (Ministerien, Projektträger) und auftragnehmenden Seite (Evaluator*innen, Wissenschaft).

Die Panelist*innen positionieren sich jeweils ihrer Expertise und Rolle entsprechend zu verschiedenen Leitfragen (folgend gelistet). Die Moderatorin nimmt eine aktive Rolle ein, in der sie gezielt Beiträge der Panelist*innen aufgreift, zusammenfasst und für die weitere Diskussion besonders kontroverse Aspekte zurückspielt. Um die Session interaktiver zu gestalten, wird das Publikum zwischendurch gezielt mit live Umfragen eingebunden. Zudem wird die Diskussion in den letzten 20 min für Fragen/Diskussionsbeiträge aus dem Publikum geöffnet.

Leitfragen:

  1. Welche Chancen und Risiken bestehen für das Politikfeld Umwelt und Klima durch eine stärkere Evidenzbasierung?
  2. Was sind Beispiele für M&E-Systeme/Formate wo die Nutzung der Ergebnisse durch die Politik gut funktioniert? Was können wir daraus lernen?
  3. Was konkret macht es Politik schwer empirische Evidenz anzunehmen/Handlungsempfehlungen umzusetzen? Wie kann man dem entgegenwirken?
  4. Welche Instrumente/Ansätze/Ideen gibt es, um die etablierten Machtstrukturen zwischen Politik und Evaluation aufzubrechen?
  5. Was sind Beispiele für Spannungen zwischen politischen Handlungszielen und Evaluationsergebnissen, die konstruktiv und produktiv aufgelöst wurden? Was sind Beispiele für Spannungen, wo dies nicht geklappt hat? Was können wir daraus lernen?
  6. Inwiefern kann Evaluation dabei unterstützen, den Science-Policy Gap zu überbrücken?

Moderatorin: Dr. Franziska Pfitzner-Eden, Referentin für Monitoring und Evaluation, ZUG gGmbH

Panelist*innen:

  • Dr. Philipp Behrens LL.M., Referatsleiter, Referat IK I 6, Internationale Klimaschutzinitiative, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (bestätigt)
  • Gottfried von Gemmingen, Referatsleiter GS 22 – Evaluierung und Ressortforschung, DEval, DIE, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (angefragt)
  • Dr. Christine Wörlen, Geschäftsführerin der Arepo GmbH (bestätigt)
  • Sigrun Meyer, Fachgebietsleitung - Monitoring, Evaluierung und Wissensmanagement, ZUG gGmbH (bestätigt)
  • Motje Seidler, Senior Consultant, ODER Paola Adriázola, Managing Consultant, Syspons GmbH (bestätigt)


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Neues Machtwissen für den Umwelt- und Klimapolitikbereich?

Franziska Pfitzner-Eden

ZUG gGmbH, Deutschland



 
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