Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.

 
 
Sitzungsübersicht
Sitzung
A2: Kooperative Evaluation als besonders nutzenstiftende Form des Zusammenwirkens zwischen Auftraggebenden und externen Evaluierenden
Zeit:
Donnerstag, 15.09.2022:
14:30 - 16:00

Leitung der Sitzung: Michaela C. Willig, LKA NRW
Leitung der Sitzung: Karin Sassen, Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen
Leitung der Sitzung: Stefan Schmidt, SCHMIDT EVALUATION

Zusammenfassung der Sitzung

Von prognostischer Kriminalprävention mit Blick auf Wohnungseinbrüche im Projekt „SKALA“ über die Professionalisierung der Verkehrsunfallaufnahme bis zur pädagogischen Betreuung jugendlicher Intensivtäter und Intensivtäterinnen im Projekt „Kurve kriegen“: Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) evaluiert im Auftrag des Ministeriums des Inneren des Landes Nordrhein-Westfalen regelmäßig eine Vielzahl von Prozessen, Projekten und Maßnahmen in unterschiedlichen Politikfeldern. Dabei wird immer wieder auch auf die Kompetenz externer Evaluierender zurückgegriffen.

Der Zentralstalle Evaluation (ZEVA) des LKA NRW kommt dabei eine wichtige Schnittstellenfunktion zu: Sie gestaltet die Ausschreibung und kooperiert in den folgenden Phasen der Evaluation wie Planung, Durchführung und Abschluss eng mit den externen Beauftragten. Als zentrale Ansprechpartnerin ergänzt sie die Fach- und Methodenkompetenz der Externen um Feld- und Institutionskenntnis. Formell sind die Mitarbeitenden der ZEVA damit dem Politikfeld zugehörig und praktisch den Evaluierenden eng verbunden. Teils übernehmen die Mitarbeitenden der ZEVA auch eigenständig Datenerhebungen oder Teile der Berichtslegung und bilden gemeinsam mit den extern Beauftragten das Evaluationsteam.

Der Nutzen im Zusammenwirken stellt sich für die ZEVA somit vor allem als Prozessnutzen dar. Durch die spezielle Fokussierung auf Schnittstellen können auch rollenspezifische Machtinteressen gezielt bearbeitet und Lösungsstrategien gesucht werden. Als interne Organisationseinheit der Polizei NRW nimmt sie Evaluationsergebnisse in Empfang und kann von den Auftragnehmenden entwickelte Empfehlungen aufgrund der Institutionskenntnisse fundiert hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit prüfen. Insbesondere bei problematischen Botschaften können die Auftragnehmenden auf eine konstruktive Begleitung im weiteren Prozess bauen.

Die Session wird durch die Leitung der ZEVA (Ingo Dungs/Michaela C. Willig) eröffnet und moderiert. Der Ablauf wird den Kooperationsprozess politikfeldübergreifend erlebbar machen und mit folgendem Methoden-Mix gestaltet:

  • kurze Impulsvorträge der externen Partner zu den oben genannten Beispielen
  • Podiumsdiskussion mit den externen Partnern zu Spielräumen und Chancen, welche durch die kooperative Zusammenarbeit entstehen
  • Aktivierung der Teilnehmenden durch Erarbeitung von Lösungsvorschlägen für typische Herausforderungen interner Evaluationsstellen

Durch den Austausch zwischen Podium und Plenum erschließen sich für die Teilnehmenden die konstruktiven Aushandlungs- und Lernprozesse von Auftraggebenden und Auftragnehmenden im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Integrität und politischem Interesse. Die ZEVA als “Dolmetscherin”, kompetente Vermittlerin und engagierte Partnerin präsentiert und diskutiert dabei erfahrungsbasiert auch die Entstehung und Lösung von Konflikten. In der Session generieren die Teilnehmenden durch die praxisnahe Diskussion neue “lessons learned” im Themenfeld “Machtwissen? Evaluation zwischen Evidenz und Politik“.

Folgende Partner der ZEVA beteiligen sich an der Session:

  • Stefan Schmidt von schmidt evaluation berichtet über die Implementierung einer neuen polizeilichen Organisationseinheit mit dem Ziel der Professionalisierung der Unfallaufnahme, die vor allem polizeiintern von Bedeutung ist.
  • Dr. Christian Erzberger von der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e. V. bewegt sich mit dem Projekt SKALA (System zur Kriminalitätsauswertung und Lageantizipation) im von der Polizeiforschung stark beachteten Thema der vorhersagenden Polizeiarbeit (predictive policing) im Bereich Wohnungseinbruchsprävention und damit im Feld der Nicht-Evidenz.
  • Rico Schnathorst von Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH stellt mit „Kurve kriegen“ seine Erfahrungen mit der Evaluation eines in der Öffentlichkeit stark wahrgenommenen Projektes der pädagogischen und polizeilichen Jugendarbeit dar.


Zeige Hilfe zu 'Vergrößern oder verkleinern Sie den Text der Zusammenfassung' an
Präsentationen

Kooperative Evaluation als besonders nutzenstiftende Form des Zusammenwirkens zwischen Auftraggebenden und externen Evaluierenden

Ingo Dungs1, Michaela C. Willig1, Stefan Schmidt2, Dr. Christian Erzberger3, Rico Schnathorst4, Karin Sassen1

1Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen, Deutschland; 2schmidt evaluation; 3Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e. V.; 4Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH



 
Impressum · Kontaktadresse:
Datenschutzerklärung · Veranstaltung: 25. DeGEval Jahrestagung
Conference Software - ConfTool Pro 2.6.146
© 2001–2023 by Dr. H. Weinreich, Hamburg, Germany