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Sitzungsübersicht
Sitzung
C1: Geld – Macht - Klimaschutz? Evaluation von nationalen und internationalen Klimaschutzprojekten unter besonderer Berücksichtigung der finanziellen Aspekte
Zeit:
Freitag, 16.09.2022:
9:00 - 10:30

Leitung der Sitzung: Reinhard Zweidler
Leitung der Sitzung: Dominik Jessing, ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung

Zusammenfassung der Sitzung

Fossile Brenn- und Treibstoffe haben uns in Europa lange Wohlstand und Komfort gebracht, gleichzeitig jedoch massive ökologische Schäden rund um den Klimawandel und Abhängigkeiten, die sich in Krisenzeiten als fatal erweisen. Das Ziel, die weltweite Erwärmung auf 2 oder besser 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, erfordert eine zielgerichtete und schnelle Umstellung unserer Wirtschaftsweise, sowohl global als auch lokal.

Die notwendige Transformation braucht neben innovativen Ideen, politischer Tatkraft und Entscheidungsfreude vor allem eines: Geld. Die Finanzierung erfolgt nicht nur über die öffentliche Hand, vielmehr braucht es auch massive Investitionen aus der Wirtschaft. Um Mittel zu mobilisieren, wurden viele Mechanismen geschaffen, welche es ermöglichen sollen, die Gelder in die richtigen Bahnen zu lenken, einerseits Fördermittel, Subventionen oder gezielte Abgaben und Steuern, andererseits aber insbesondere auch «green investments», Klimafonds etc. oder auch spezifische Anlagearten, die an Privatpersonen und institutionelle Anleger gerichtet sind.

Da Mittel nur begrenzt zur Verfügung stehen, sind qualitativ hochwertige Evaluationen notwendig, und zwar sowohl hinsichtlich der geförderten Projekte als auch hinsichtlich der Finanzinstrumente selbst. Herausforderungen für solche Evaluationen sind u.a. die Komplexität der Wirkungszusammenhänge, die Verfügbarkeit von Informationen und die zeitliche Dimension von Wirkungen.

Ohne die Bereitschaft der Akteure zu Evaluationen beizutragen und Evaluationsergebnisse auch für Steuerung zu nutzen, können die vorhandenen Mittel die erwünschten Effekte nicht entfalten oder gar kontraproduktiv wirken. Erfolg hängt hier offensichtlich ab von politischen Konstellationen und den Agenden der beteiligten Akteure.

In unserem Workshop gehen wir der Frage nach, wie Finanzmittel Klimaschutzmaßnahmen steuern und ob und wie es möglich ist, durch aussagekräftige, nützliche Evaluationsergebnisse Beiträge zu sinnvollen Entscheiden zu liefern.

Mit zwei Impulsreferaten führen wir ins Thema ein. In der folgenden Gruppenarbeit geht es darum, die Erfahrungen aus dem Kreis des Publikums mit einzubeziehen. Folgende Fragen werden diskutiert:

  • Wie werden Klimaschutznahmen finanziert? Welche Rolle spielen öffentliche Hand, Rolle Wirtschaft und privates Kapital?
  • Wie wird die Wirksamkeit des Einsatzes von Finanzmitteln evaluiert? Wer entscheidet darüber, wann und wie evaluiert wird?
  • Wie geht die Evaluation um mit den komplexen Wirkungszusammenhängen, den mitunter langen Zeiträumen in denen sich Wirkungen entwickeln und der schwierigen Kommunikation des Themas?
  • Welche Erfahrungen wurden in der Praxis gemacht und was können wir für die Evaluationspraxis lernen?

Zusammen mit den Ergebnisdokumentationen von vorherigen Veranstaltungen des Degeval AK Umwelt will das Sprecherteam mittelfristig eine Handreichung für gute Evaluation im Umweltbereich erstellen.

Workshop mit zwei Impulsreferaten von je 7 bis 10 Minuten, Gruppenarbeit und anschließend moderierte Diskussion

1. Finanzierung von Klimaschutzaktivitäten und ihre Evaluierung

Dr. Harald Diaz-Bone; Direktor EY Climate, Zürich

Die Finanzinstrumente im Klimaschutz und die Notwendigkeit der Evaluation der unterstützten Projekte

Das Impulsreferat liefert einen Überblick über bestehende Finanzierungsinstrumente im Klimaschutz mit besonderem Fokus auf diejenigen der Wirtschaft. Es wird aufgezeigt, dass für aussagekräftige Evaluationen sowohl Kenntnis der Finanzwelt als auch solche im wissenschaftlich-technischen Bereich notwendig sind und welche weiteren Bedingungen erfüllt sein müssten, um taugliche Aussagen über die Güte der geförderten Programme und Projekte und die Wirksamkeit der Investitionen zu machen. Dabei wird auch dargelegt, welche Informationen Investierende benötigen, um sinnvolle Entscheide treffen zu können und es werden Beispielen benannt, wo Evaluationen ihren Zweck erfüllen konnten.

2. Evaluation wissenschaftlicher Produktentwicklung im Bereich Klimaservices

Susanne Schuck-Zöller, Dr. Elke Keup-Thiel; Senior Scientists, Helmholtz-Zentrum Hereon/Climate Service Center Germany (GERICS) et al.

Klimaserviceprodukte sowie ihre Entstehungsprozesse reflektieren und bewerten

Im Bereich Klimaservices werden dringend Evaluationsansätze benötigt, die helfen, ihre Qualität zu bewerten. Das Climate Service Center Germany (GERICS) ist eine selbstständige wissenschaftliche Organisationseinheit des Helmholtz-Zentrums Hereon mit Sitz in Hamburg. Es entwickelt Produkte und Dienstleistungen, um Entscheidungsträger bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Gleichzeitig arbeitet es an der Definition von Qualitätsaspekten und Kriterien. Dabei werden den tradierten Evaluationskriterien der Grundlagenforschung neue Ansätze an die Seite gestellt, die den besonderen Herausforderungen der Umwelt- und Klimaforschung gerecht werden.


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Präsentationen

Geld – Macht - Klimaschutz? Evaluation von nationalen und internationalen Klimaschutzprojekten unter besonderer Berücksichtigung der finanziellen Aspekte

Reinhard Zweidler1, Dominik Jessing2, Christelle Nowack3, Harald Diaz-Bone4, Susanne Schuck-Zöller5, Elke Keup-Thiel6

1EBP Schweiz AG, Mühlebachstrasse, 11, 8032 Zürich, Schweiz; 2ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH, Wilckensstraße 3, 69120 Heidelberg,; 3DRL Projektträger, Heinrich-​Konen-Straße 1, 53227 Bonn; 4EY Climate, Maagpl. 1, 8005 Zürich, Schweiz; 5Hereon-GERICS - Deutsches Institut für Klimaservices, Fischertwiete 1, 20095 Hamburg; 6Hereon-GERICS - Deutsches Institut für Klimaservices, Fischertwiete 1, 20095 Hamburg



 
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