Veranstaltungsprogramm

Sitzung
A4: Wandel bei der internen und externen Evaluation von Schulen
Zeit:
Donnerstag, 16.09.2021:
14:15 - 15:45

Leitung der Sitzung: Dr. Susanne Frühauf, Hessische Lehrkräfteakademie
Leitung der Sitzung: Ute Schoppmann

Gastgeber: AK Schulen


Zusammenfassung der Sitzung

Übergreifende Problemstellung:

Evaluationen haben im schulischen Kontext einen gewissen Grad an Verbindlichkeit erlangt. Die schulinterne Evaluation ist in den meisten Orientierungs- und Qualitätsrahmen der Länder verankert und auch bei übergreifenden Projekten von Universitäten und Ministerien sind Evaluationen meist obligatorischer Bestandteil der Projektanträge. Doch nicht immer erfüllen diese Evaluationen ihren Zweck (sofern es überhaupt einen gibt).

In den drei Beiträge in dieser Session werden Verfahren vorgestellt, die sich diesem Problem widmen und dabei an unterschiedlichen Stellen ansetzen. Ein verbindendes Element der drei Beiträge ist dabei, dass stets auch wichtige Fragen der Akzeptanz und der Evaluationskultur adressiert werden.

 

Kurze Zusammenfassung der Einzelbeiträge:

Die ersten beiden Beiträge widmen sich der schulinternen Evaluation.

Im ersten Beitrag setzen Dirk Groß, Philipp Brandenburger und Johannes Miethner (Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz, Deutschland) bei Qualifizierungsmaßnahmen zum Thema interne Evaluation an. Sie haben sich intensiv mit primären Zielgruppen, den zu erwerbenden Kompetenzen, Fortbildungsformaten und didaktischen Settings auseinandergesetzt und werden erste Qualifizierungsmaßnahmen vorstellen, die sie auf Grundlage dieser Überlegungen entwickelt haben.

Im zweiten Beitrag werden Erich Svecnik und Angelika Petrovic (IQS - Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen, Österreich) ein ausgearbeitetes und technisch unterstütztes Verfahren vorstellen, welches der schulinternen Evaluation vorgelagert ist. Es besteht aus zwei Phasen, einer Einschätzung der 14 Qualitätsbereiche des Qualitätsrahmens durch das Lehrkräfteteam, und einer anschließenden Lehrerkonferenz, in der mithilfe von Leitfragen die schuleigenen Fragestellungen für die interne Evaluation konkretisiert werden.   

Im dritten Beitrag werden Matteo Carmignola, Franz Hofmann (beide Universität Salzburg, Österreich), Daniela Janko und Clemens Reindl (beide FH Campus Wien, Österreich) die Begleitevaluationen eines nationalen Schulentwicklungsprojekts vorstellen. Sie werden dabei u. A. erläutern, wie sie large-scale Erhebungen und retrospektive Fokusinterviews integriert haben, wie sie dabei die Anonymität gewahrt haben und wie zentrale Konstrukte operationalisiert wurden.  

 

Schlagwörter: schulinterne Evaluation, Selbstevaluation, formative Evaluation, Schulentwicklung, Konstruktoperationalisierung, Implementationsforschung


Präsentationen

Ein niederschwelliges Verfahren zur Identifikation von Evaluationsdesiderata und zum Einstieg in die interne Evaluation

Erich Svecnik, Angelika Petrovic

IQS - Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen, Österreich



Theoriegestützte Evaluation von Schulentwicklungsprojekten am Beispiel von evalGruKo

Matteo Carmignola1, Franz Hofmann1, Daniela Janko2, Clemens Reindl2

1Universität Salzburg, Österreich; 2FH Campus Wien, Österreich



Das kann doch (nicht) jeder! Fort- und Weiterbildung zur internen Evaluation in Schulen

Dirk Groß, Brandenburger Philipp, Miethner Johannes

Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz, Deutschland