Veranstaltungsprogramm

Sitzung
A5: Wandel im Gesundheitswesen durch Evaluation
Zeit:
Donnerstag, 16.09.2021:
14:15 - 15:45

Leitung der Sitzung: Dr. Mary Lindner, Dr. Mary Lindner - VerhältnisPerspektive

Gastgeber: AK Gesundheitswesen


Zusammenfassung der Sitzung

Die Session „Wandel im Gesundheitswesen durch Evaluation“ setzt sich mit den evaluatorischen Möglichkeiten zur Entwicklung und Verbesserung der gesundheitsförderlichen Versorgungsstruktur auseinander. In zwei Vorträgen werden unterschiedliche methodische Ansätze nicht nur vorgestellt, sondern auch ihre methodischen Potenziale und Effekte auf unterschiedlichen Ebenen erläutert. So wird im Rahmen der Session diskutiert, wie die Verwendung von qualitativen und quantitativen Methoden im Feld ein Beitrag leistet, um komplexe programmatische Herausforderungen zu bewältigen. Zudem findet eine Auseinandersetzung mit den Schlussfolgerungen statt, die nicht nur die Verhaltensebene, sondern insbesondere die Verhältnisebene betreffen, so dass die gesundheitsförderlichen Ansätze dauerhaft effektiv und effizient umsetzbar sind.

 

Zusammenfassung der Einzelbeiträge

Den Auftakt der Session bildet der Vortrag „Mobile geriatrische Remobilisation – Ein Bestandteil der abgestuften geriatrischen Versorgung“ von Andrea Sallegger (EPIG GmbH, Österreich). Der Beitrag möchte zeigen, dass es für die medizinische Versorgung hospitalisierter älterer Personen mit „Frailty Syndrom“ von Vorteil ist Versorgungsangebote anzubieten, die spezielle fachliche Zugänge sowie diagnostische und therapeutische Ansätze nicht nur im stationären, sondern in Zukunft vielmehr im ambulanten Bereich umsetzen. Mit anderen Worten: Die vorgestellte Studie ermöglicht auf Basis des vorgestellten Designs und der generierten Ergebnisse eine Diskussion, ob und wie die mobile geriatrische Remobilisation vergleichbare oder bessere ökonomische wie medizinische Effekte erzielt als die stationäre Versorgung.

Im Vortrag „Wandel durch Evaluation: Voraussetzungen, Herausforderungen und Lösungsansätze einer evolutiven Evaluation am Beispiel eines regionalen Gesundheitsförderungsprogramms“ stellt Ludwig Grillich (Donau-Universität Krems, Österreich) die Ergebnisse einer komplexen „Developmental Evaluation“ (DE) vor. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Evaluation des Programms „Regionale Gesundheitskoordination“ (RGK), welches auf der Verhaltens- und auf der Verhältnisebene untersucht wurde. Der Vortrag stellt die Herausforderungen, die sich dabei ergaben dar und berichtet über notwendige Voraussetzungen und Lösungsansätze, die sich für die Gestaltung von DE bei komplexen gesundheitsförderlichen Programme ergeben. Interessant dabei ist für die Diskussion, dass eine zentrale Herausforderung war, dass während der Umsetzung des Piloten neue programmrelevante Fragestellungen entstanden und neue relevante Informationsquellen identifiziert wurden. Damit die Evaluation zum Lernen beitragen und Veränderung im Programm bewirken konnte, musste sie auf beides responsiv reagieren. Diese flexible Vorgehensweise steht jedoch im Widerspruch zu fixen “deliverables” und einem vorher festgelegten Zeit- und Kostenbudget.

 

Schlag- und Stichworte: Gesundheitswesen, komplexe Interventionen, Gesundheitsförderung, Evaluationsmethoden, Effektivität, Effizienz


Präsentationen

Mobile geriatrische Remobilisation - Ein Bestandteil der abgestuften geriatrischen Versorgung

Gernot Fassolder, Maria Plank, Melanie Wallner, Wolfgang Habacher

EPIG GmbH, Österreich



Wandel durch Evaluation: Voraussetzungen, Herausforderungen und Lösungsansätze einer evolutiven Evaluation am Beispiel eines regionalen Gesundheitsförderungsprogramms.

Ludwig Grillich

Donau-Universität Krems, Österreich