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Sitzungsübersicht
Sitzung
A1: Die Formulierung von Handlungsempfehlungen in FTI-Evaluationen. Typische Schwachstelle, lästige Pflicht oder Kernstück der Politikberatung?
Zeit:
Donnerstag, 16.09.2021:
14:15 - 15:45

Leitung der Sitzung: Dr. Sonja Kind, VDI/VDE-IT (iit)
Leitung der Sitzung: Dr. Leo Wangler, iit in der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Leitung der Sitzung: Dr. Jan Wessels, VDI/VDE-IT

Externe Ressource:
Präsentationen

Die Formulierung von Handlungsempfehlungen in FTI-Evaluationen. Typische Schwachstelle, lästige Pflicht oder Kernstück der Politikberatung?

Christiane Kerlen1, Sonja Kind2, Karoline Rodriguez2, Leo Wangler2, Jan Wessels2

1Kerlen Evaluation Ltd, Vereinigtes Königreich; 2VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

Im Politikzyklus nehmen Handlungsempfehlungen von Evaluationen eine wichtige Funktion ein, weil sie Einfluss auf den Fortbestand und die Art der zukünftigen Umsetzung von Programmen nehmen und damit auch haushaltsrelevant sind. Vor dem Hintergrund knapper werdender Haushaltsmittel nach der Corona-Pandemie ist davon auszugehen, dass Handlungsempfehlungen eine wichtigere Rolle zukommen wird. Im Prozess der Ableitung von Handlungsempfehlungen werden in der Regel verschiedene Stakeholdergruppen, insbesondere die Programmeigner oder Steuerungsgremien einbezogen. Dies soll dazu dienen, dass praxisrelevante Handlungsempfehlungen erstellt werden, die später insbesondere von diesen Akteuren auch umgesetzt werden können.

Soweit die Theorie - in der Praxis zeigt sich jedoch, dass Handlungsempfehlungen je nach Evaluationsvorhaben einen unterschiedlichen Stellenwert bei den Auftraggebenden einnehmen. Mitunter scheinen Handlungsempfehlungen kaum von Bedeutung zu sein, insbesondere, wenn im Rahmen von Erfolgskontrollen nach BHO eher die Messung von Zielerreichung, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit, also die Legitimation einer Maßnahme im Vordergrund steht. her selten sind konkrete Aussagen zur Sinnhaftigkeit der Fortführung eines Programms gewünscht. Bei begleitenden Evaluationen hingegen scheinen Feedbacks zur Reflexion sowie Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Vorhabens stärker gefragt. Bei Ex-ante Evaluationen kommt dieser Aspekt noch deutlicher zum Tragen, weil hier Empfehlungen für die zukünftige Programmgestaltung konkret eingefordert werden.

In der Session wird darauf eingegangen, wie es gelingen kann, im Verlauf einer Evaluation zu praxisrelevanten Handlungsempfehlungen zu kommen und gefragt, welche Bedeutung Handlungsempfehlungen tatsächlich zukommt. Dies steht im Kontext des Tagungsthemas „Wandel durch Evaluation – Evaluation im Wandel“ und der Frage, wie Empfehlungen formuliert sein müssen, damit sie von den Auftraggebenden wahrgenommen und ggf. in eine Agenda aufgenommen werden.

Nach einem Impulsvortrag zur Einführung in das Thema durch die Einreichenden (15 Minuten) wird in einer Podiumsdiskussion mit verschiedenen Stakeholdergruppen (Auftraggebende, Projektträger, Evaluierende) diskutiert.

Podium

  • Dorothea Giesen-Thole, GIZ, Stabsstelle Evaluierung (zugesagt)
  • Benedikt Mack, BMBF, Referat 111 (angefragt)
  • Dr. Friederike Weritz, BMWi, Referat ZB7 (zugesagt)
  • Katja Reppel, EU KOM, Auftraggebende
  • Vertreter:in Projektträger
  • Christiane Kerlen, Evaluierende
  • weitere Evaluierende (angefragt)