Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
S1: Developmental Evaluation – Michael Pattons Evaluationsansatz zur Bewältigung von Unsicherheit und Komplexität, Eine Einführung mit Beispielen aus der Praxis
Zeit:
Mittwoch, 15.09.2021:
8:30 - 12:30


Name/-n (Institution): Dr. Maria Gutknecht-Gmeiner, IMPULSE – Evaluation und Organisationsberatung

Zielgruppe: Evaluierende, Auftraggeber/innen von Evaluationen sowie andere Interessierte, die Evaluationen in komplexen und dynamischen Umfeldern durchführen

Didaktik: Theoretische Inputs, Arbeiten an Fallstudien und eigenen Beispielen in Gruppenarbeiten, moderierte Diskussion und Reflexion, Anwendung auf eigene Praxis

TN-Zahl: 20


Zusammenfassung der Sitzung

Ziele des Seminars

Klassische Evaluationsansätze gehen von klar definierten Evaluationsgegenständen und relativ stabilen Umweltbedingungen aus.  In der Praxis sind Evaluator*innen jedoch immer wieder mit veränderlichen Rahmenbedingungen und sich anpassenden, flexiblen Maßnahmen konfrontiert. Dies ist z.B. bei innovativen Projekten der Fall oder generell im Kontext von adaptiven Management von Projekten und Programmen.

Für diese Fälle wurde von Michael Patton in den vergangenen mehr als 25 Jahren unter Einbezug von Konzepten aus der Komplexitätsforschung und der Systemtheorie die Developmental Evaluation (oder in der deutschen Übersetzung „evolutive Evaluation“) entwickelt.

Das Seminar nimmt eine Begriffsbestimmung der Developmental Evaluation vor und grenzt sie von anderen Ansätzen ab. Es gibt einen Überblick über zentrale Elemente der Developmental Evaluation und klärt Kriterien und Voraussetzungen für die Wahl dieses Evaluationsansatzes. Rolle und Aufgaben der Evaluatorin/des Evaluators, methodische Vorgangsweisen und organisatorische Rahmenbedingungen werden kurz vorgestellt sowie Chancen und Grenzen in der Anwendung diskutiert.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • verstehen die Verortung der Developmental Evaluation in der Evaluationstheorie und -praxis
  • kennen wichtige Elemente der Developmental Evaluation
  • können Anwendungsgebiete in der Evaluationspraxis erkennen und Entscheidungskriterien für den Einsatz von Developmental Evaluation anwenden
  • kennen grundlegende Bedingungen und Herausforderungen der Developmental Evaluation
  • können die Rolle der Evaluatorin/des Evaluators in der Developmental Evaluation einschätzen
  • wissen über Chancen und Grenzen Bescheid und
  • erweitern ihr theoretisches und praktisches Verständnis von Evaluation.

Zielgruppe

Evaluierende, Auftraggeber/innen von Evaluationen sowie andere Interessierte, die Evaluationen in komplexen und dynamischen Umfeldern durchführen (wollen).

Teilnahmevoraussetzung

Die Teilnahme ist prinzipiell auch für Personen mit geringen Vorerfahrungen möglich. Allerdings erhöht sich die Nützlichkeit des Seminars für Teilnehmer/innen mit Evaluationserfahrung und mit einer grundlegenden Kenntnis von theoretischen Konzepten und Modellen der Evaluation. Sollten Sie nicht sicher sein, ob das Seminar für Sie Sinn macht, steht Ihnen die Referentin gerne für eine kurze persönliche Beratung zur Verfügung (Kontaktdaten s. unten).

Angabe, welche Kompetenzfelder und -bereiche der Empfehlungen zur Aus- und Weiterbildung in Evaluation im Wesentlichen behandelt werden

  • Theoretische Grundlagen, analytische Ansätze und Modelle der Evaluation
  • Design- und Methodenkompetenz: adäquate Berücksichtigung von Komplexität in der Evaluation
  • Reflexionsfähigkeit, Problemlösekompetenz: schwierige Entscheidungen im Evaluationsverlauf

Inhalt, Ablauf und Form sowie Dokumentation des Workshops

Inhalte

Begriffsbestimmungen und Abgrenzung der Developmental Evaluation von anderen Ansätzen

Zentrale Elemente der Developmental Evaluation

Anwendungskriterien und Einsatzmöglichkeiten

Rolle und Aufgaben der Evaluator/innen

Methodische Vorgangsweisen und organisatorische Rahmenbedingungen

Chancen und Grenzen der Developmental Evaluation

Anwendung im eigenen Arbeitskontext

Ablauf

Das Seminar ist als interaktiver Workshop konzipiert, die Teilnehmer/innen sind eingeladen eigene „Fälle“ und offene Fragen mitzubringen. Dazu wird im Vorfeld des Seminars ein kurzer Fragebogen ausgeschickt und eine Reflexionsübung angeboten.

  • Reflexionsübung im Vorfeld
  • Theoretische Kurzinputs
  • Arbeiten an Fallbeispielen in Gruppen
  • Ergebnispräsentation, Diskussion und Reflexion im Plenum

Dokumentation

  • Präsentationsfolien 
  • Handouts
  • Literatur zu Developmental Evaluation
  • Ergebnisse von Gruppenarbeiten

Workshop bezogene Referenzen der Referentin

Maria Gutknecht-Gmeiner ist seit etwa Mitte der 1990er Jahre in der Evaluation tätig. Seit Beginn der 2000er Jahre beschäftigte sie sich intensiv mit der Entwicklung von Evaluationsverfahren und mit der Forschung über Evaluation. Sie hat sich in ihrer eigenen Evaluationspraxis mehrfach mit dem Ansatz der Development Evaluation auseinandergesetzt.

Maria Gutknecht-Gmeiner ist seit vielen Jahren in verschiedenen Arbeitskreisen der DeGEval aktiv: Gender Mainstreaming und Professionalisierung (auch als Ko-Sprecherin), Berufliche Bildung, Umwelt. Sie ist darüber hinaus international vernetzt und Mitglied der European Evaluation Society sowie der American Evaluation Association.

Als Pädagogin liegt ihr die Aus- und Weiterbildung in der Evaluation am Herzen. Sie war Mitglied des Autor/innenteams der „Empfehlungen zur Didaktik der Evaluation“, die vom Arbeitskreis Aus- und Weiterbildung in der Evaluation 2011 verabschiedet wurden.

Kontaktdaten

Dr. Maria Gutknecht-Gmeiner, IMPULSE-Evaluation und Organisationsberatung, Dr.-Josef-Resch-Pl. 14/3, 1170 Wien, m.gutknecht-gmeiner@impulse.at; +43 664 23 65 980, www.impulse.at




 
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