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Sitzungsübersicht
Sitzung
LOG
Zeit:
Donnerstag, 19.03.2020:
12:30 - 14:00

Ort: Virtueller Raum 2

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Präsentationen

Vergleichende Bewertung der Paketdistribution mit Drohnen und Lieferwagen

Thomas Kirschstein

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Drohnen gelten als eine der technologischen Innovationen, die das Potential haben, zukünftige Logistikprozesse zu revolutionieren. Dies begründen viele mit, dass die avisierten Leistungseigenschaften von Drohnen den aktuellen Herausforderungen der Logistikdienstleister, insbesondere in den Bereichen City-Logistik und Last-Mile-Logistik, entsprechen. Drohnen gelten als

schnell, flexible und kostengünstig. Darüber hinaus gelten Drohnen auch als umweltfreundlich, da sie E-Fahrzeuge darstellen. Kritisch werden dagegen insbesondere organisatorische (Übergabeproblematik), sicherheitsspezifische (Unfälle) und versichersicherungsspezifische (Haftung) Aspekte gesehen.

Weiterhin ist bis dato unklar, inwieweit sich die versprochenen Potentiale tatsächlich realisieren lassen, wenn ganze Distributionssysteme auf Drohnen umgerüstet werden. In diesem Vortrag wird daher untersucht, wie hoch der Energiebedarf für die stationäre Paketdistribution bei Nutzung von Drohnen sowie konventionellen und elektrischen Lieferwagen ist. Dabei zeigt sich, dass

Umwelteinflüsse wie Windbedingungen und die Schwebflugdauer einen bedeutenden Einfluss auf den Energiebedarf von Drohnen haben. Die Ergebnisse von Simulationsrechnungen deuten darauf hin, dass ein rein drohnen-basiertes Paketdistributionssystem deutlich mehr Energie benötigt als die Distribution mit Lieferwagen. Insbesondere E-Lieferwagen zeigen sowohl einen geringeren Energieverbrauch als auch geringere Emissionen in den meisten Szenarien.



Non-monetary coordination mechanisms for time slot allocation in warehouse delivery

Paul Karänke, Martin Bichler, Soeren Merting, Stefan Minner

TU München, Deutschland

Recent empirical evidence suggests that retail logistics suffers from a lack of coordination. While carriers try to optimize their routes, they often experience very long waiting times at loading docks, which renders their individual planning useless. To reduce such inefficiencies, carriers need to coordinate.

This problem has received considerable attention in practice, but the design of coordination mechanisms is challenging for several reasons: First, the underlying package assignment problem is an NP-hard optimization problem.

Second, efficiency, incentive-compatibility, and fairness are important design desiderata for coordination mechanisms, but in most economic environments they are conflicting.

Third, logistics is competitive and price-based mechanisms where carriers might have to pay for time slots suffer from low adoption.

We draw on recent advances in market design, more specifically randomized matching mechanisms, which set incentives for carriers to share information truthfully such that a central entity can coordinate their plans in a fair and approximately efficient way. This yields a new and powerful approach for coordination in logistics.

We report numerical experiments based on field data from a real-world logistics network to analyze the average reduction in waiting times and the computation times required. Our results show that randomized matching mechanisms provide an effective means to reduce waiting times at warehouses without requiring monetary transfers by the carriers. They are computationally efficient and provide a practical solution to wide-spread coordination problems.



Choice-Modelle für die Angebots-Optimierung im öffentlichen Personenverkehr

Jörn Schönberger

Technische Universität Dresden

Im Zusammenhang mit der Diskussion über die Gestaltung zukünftiger Mobilitätskonzepte wird die Stärkung öffentlicher Verkehrssysteme als wesentlicher Baustein gesehen. Neben der Schaffung zusätzlicher Beförderungskapazitäten durch Streckenaus und –neubau müssen auch die durch Nutzer erwerbbaren Leistungen (“Mobilitätsprodukte”) angepasst bzw. spezifiziert werden. Hierbei ist insbesondere auch die Integration neuer Angebotsformen aus dem “Shared Mobility”-Bereich zu berücksichtigen. Dadurch entstehen komplexe Gestaltungsspielräume für zukünftige Mobilitätsprodukte. Anbieter dieser Produkte müssen genau überlegen, welche Produkte tatsächlich als Angebots-Portfolio realisiert werden. Hierbei sind tendenziell widersprüchliche Zielsetzungen wie Einfachheit, Klarheit, Wirtschaftlichkeit und Individualität gegeneinander abzuwägen.

Im Rahmen dieses Vortrags soll ein erster Einblick in Entscheidungsunterstützungskonzepte für die Portfolio-Optimierung im Zusammenhang mit öffentlichen Mobilitätsprodukten der Zukunft gegeben werden. Als methodische Basis wird die Integration von (diskreten) Choice-Modellen und mathematischen Optimierungsmodellen vorgeschlagen, um gleichzeitig das individuelle Nachfrageverhalten verschiedener Nutzer(gruppen) und die abgestimmte Portfolio-Zusammenstellung zu realisieren.



 
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