Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Mini Oral Session 3
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9:30 - 9:40
Robotische Resektionen bei kolorektalem Karzinom mit synchronen Lebermetastasen - sollen wir das tun Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien, Österreich Einleitung Die Zahl der robotischen Kolon und Leberresektionen steigt mit der Implementierung der Robotik im chirurgischen Alltag. Die robotischen Resektionen können in der Zukunft als Standartoperationen eingeführt werden. Derzeit wird die robotisch-assistierte Operation für die Behandlung der synchronen kolorektalen Metastasen bei selektionierten Patienten verwendet. Die Vorteile der Robotik in Sinne von einer minimal invasiven operativen Belastung, wenig postoperativen Schmerzen, schnellerer Genesung, geringerer Verweildauer und Komplikationen, führen dazu, dass robotische Eingriffe in allen Patienten durchführbar werden könnten. Material und Methode Durchführen einer retrospektiven Analyse aller synchronen robotischen Resektionen bei kolorektalem Karzinom (CRC) mit synchronen Lebermetastasen (CRLM) im Zeitraum 01.2023 bis 09.2025 im Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien. Die Patienten wurden nach Tumorboardbeschluss und Operationsfreigabe ohne weitere Selektionierung für eine roboter-assistierte Operation geplant. Resultate Es wurden insgesamt 4 Patienten (zwei Frauen und zwei Männer) mit durchschnittlichem Alter 60,5 Jahre (43-70) operiert. Es wurden zwei robotische vordere Rektumresektionen mit Anastomosierung, eine Rektumextirpation mit Belassung des Sphinkters und eine Hemikolektomie rechts mit CME durchgeführt. Atypische Leberresektionen der CRLM wurden bei allen Patienten simultan mit der Darmresektion durchgeführt. Durchschnittliche Operationszeit was 328 Minuten (205-562). Es kam zu keinen intraoperativen Komplikationen oder signifikantem Blutverlust. Eine Patientin hat postoperativ ein subkutanes Hämatom im Bereich des Bergeschnitts entwickelt, sonst traten keine postoperativen Komplikationen. Mittlere Verweildauer war 6 Tage. Keine ungeplante Wiederaufnahme wurde beobachtet. Zusammenfassung Die synchrone robotische Resektionen bei Kolonkarzinom mit Lebermetastasen zeigen insgesamt sehr gute Ergebnisse mit geringeren Komplikationen als auch kürzerer Verweildauer. 9:40 - 9:50
Hat die Anastomosenkonfiguration Einfluss auf die Insuffizienzrate? Eine Metaanalyse LKH Univ.-Klinikum Graz, Österreich Einleitung: Unter den verschiedenen Anastomosenformen in der kolorektalen Chirurgie ist die End-zu-End-Anastomose die am häufigsten durchgeführte Technik. Die vaskuläre Anatomie des Kolons begünstigt jedoch die Durchblutung proximal der Resektionsstelle, was nahelegt, dass alternative Anastomosekonfigurationen möglicherweise effektiver sind. Ziel der Arbeit ist die Bewertung der Anastomoseninsuffizienz (AL) bei mechanisch oder manuell angelegten Seit-zu-End-, End-zu-Seit-, Seit-zu-Seit- oder End-zu-End-Anastomosen bei Patienten mit ileokolischen, kolokolischen oder kolorektalen Anastomosen. Methoden: MEDLINE, EMBASE, Cochrane Library of Systematic Reviews und Clinicaltrials.org wurden nach Studien durchsucht, die verschiedene Anastomosetechniken verglichen. Artikel in Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch von Januar 1990 bis August 2024 wurden berücksichtigt. Hauptzielgröße: Anastomoseninsuffizienz als primäres oder sekundäres Studienergebnis bei Erwachsenen. Ergebnisse: Es wurden 20 Studien mit insgesamt 70.127 Patienten analysiert. In der Gesamtauswertung zeigte sich kein signifikanter Unterschied der AL-Raten zwischen den verschiedenen Techniken im Vergleich zur End-zu-End-Anastomose (OR 1,16; 95 % CI 0,91–1,48; P = 0,22), trotz tendenziell niedrigerer Insuffizienzrate (3,05 % vs. 4,00 %). Bei kolokolischen/kolorektalen Anastomosen ergaben sich ähnliche Ergebnisse (n=11, OR 0,94; 95 % CI 0,81–1,10; P = 0,45). Nur bei ileokolischen Anastomosen zeigten sechs Studien Vorteile alternativer Konfigurationen (OR 1,68; 95 % CI 1,16–2,44; P = 0,006). Zusammenfassung: Bei ileokolischen/ileorektalen Anastomosen sind Seit-zu-End-, End-zu-Seit- oder Seit-zu-Seit-Anastomosen End-zu-End-Verfahren überlegen. Bei kolokolischen und kolorektalen Anastomosen ließ sich dieser Vorteil nicht bestätigen. Die optimale Anastomosenform zur Vermeidung von Insuffizienzen bleibt daher unklar. Die meisten Daten stammen aus Beobachtungsstudien mit AL als sekundärem Endpunkt. Randomisierte kontrollierte Studien fehlen bislang. | ||
