Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Mini Oral Session 2
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15:50 - 16:00
Lokale Exzision rektaler Neoplasien – Weiterentwicklung einer etablierten OP Methode Chirurgische Abteilung, Barmherzige Brüder Graz, Österreich Einleitung/Background Die lokale Exzision rektaler Neoplasien (Adenome, T1 Rektumkarzinome) in konventioneller Technik mittels Analspreitzer oder minimal-invasiv mittels transanaler endoskopischer Mikrochirurgie (TEM/TAMIS) ist eine etablierte Technik. Moderne flexible Portsysteme und in jüngster Zeit die Anwendung von künstlicher Intelligenz haben die TEM/TAMIS noch zusätzlich hinsichtlich R0 Rate verbessert. Wir präsentieren unsere retrospektiven Daten und Erfahrungen aus einem spezialisierten Darmzentrum. Methoden/Methods Die Daten aller Patienten, die an unserem Darmzentrum von 1.1.2020-31.12.2024 wegen eines endoskopisch nicht abtragbarem Rektumpolypen einer TEM/TAMIS oder konventionellen Entfernung unterzogen wurden, wurden im Rahmen einer internationalen retrospektiven Studie ausgewertet. Ergebnisse/Results Insgesamt wurden 61 Patienten (26 weiblich, Æ 67 Jahre) einer transanalen Abtragung einer rektalen Neoplasie behandelt. Bis auf vier Patienten wurden alle anderen endoskopisch mittels TAMIS Port behandelt. Die Tumore waren durchschnittlich 33 mm groß und lagen im unteren Rektumdrittel (5 cm, Min 0cm, Max 12 cm ab ano). Die durchschnittliche OP-Zeit betrug 79 min (Min 10, Max 202 min). In 36 Fällen wurde präoperativ endoskopisch der Verdacht auf eine benigne Läsion, in 11 Fällen auf eine maligne Läsion und in 14 Fällen eine unklare Einschätzung geäußert. In 19 Fällen wurde in der endgültigen Histologie eine Malignität bestätigt. Eine Infiltration des Resektionsrandes wurde in 19 Fällen (31%) festgestellt, wobei in zwei der malignen Fälle (10,5%) eine R1 Resektion vorlag und eine Komplettierungs-TME angeschlossen wurde. Die Weiterentwicklung der lokalen Exzision rektaler Neoplasien durch Ergänzung der flexiblen Portsysteme und hochauflösender Videoendoskopie inklusive KI unterstützter Floureszenzangiografie haben die R0 Rate und die Möglichkeit des Organerhalts wesentlich verbessert. | ||
