Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Mini Oral Session 1
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11:50 - 12:00
Implementierung eines Fast Track Konzeptes für kolorektale Eingriffe – erste Erfahrungen Ordensklinikum Linz BHS, Österreich Einleitung/BackgroundPerioperative Konzepte wie das Fast Track Programm sind seit Jahrzehnten für eine Vielzahl von chirurgischen Eingriffen definiert. Ziel der Analyse ist es, die ersten Ergebnisse der Implementierung bezüglich Adhärenz eines Fast Track Programmes für kolorektale Eingriffe zu zeigen. Methoden/MethodsFür diese Analyse wurden alle einem definierten Fast-Track-Konzept („periTrack“) folgenden elektiven onkologischen kolorektalen Eingriffe (n=42) von 05/2025 bis 08/2025 eingeschlossen. Zur Datenanalyse wurden präoperative, intraoperative und postoperative Parameter herangezogen, und die Adhärenz zu den definierten Items gemessen und einem 3-monatigen Vergleichszeitraum vor Start des Programmes gegenübergestellt. Die Daten sind deskriptiv als Median (range) und absolute Werte (%) angegeben. Ergebnisse/ResultsDie überwiegende Anzahl der Patienten war weiblich (61.9%, n=26) vs männlich (38,1%, n=16), mit einem mediane Alter von 67,5 Jahren (39 - 87) und einem medianen BMI von 25,9 (19,3 – 39,7). Hierbei wurden 16 rechtsseitige Resektionen, 5 linksseitige Resektionen, 19 Rektumresektionen und 2 Rektumexstirpationen durchgeführt. Als Vergleichsgruppe wurden 9 rechtsseitige Resektionen, 3 linksseitige Resektionen und drei Rektumresektionen vor Beginn des Programms herangezogen. Hierbei zeigte sich vor Programmstart eine Gesamtadhärenz zu den Items von 55% (präoperativ 60% / intraoperativ 67% / postoperativ 36%), welche im Programm auf 75% (präoperativ 83% / intraoperativ 80% / postoperativ 59%) gesteigert werden konnte. Der postoperative Krankenhausaufenthalt lag vor Implementierung bei 7 Tagen und danach bei 6 Tagen, der Blutverlust bei 100 ml (vorher) und 50 ml (danach) und die Wiederaufnahmerate konnte von 13,3% vor Programmstart auf 2,4% nach Start gesenkt werden. Zusammenfassung/ConclusionDie Implementierung war erfolgreich in Bezug auf Gesamtadhärenz und zeigte eine Reduktion von Aufenthaltsdauer und Wiederaufnahmerate. 12:00 - 12:10
Der PNPLA3-Polymorphismus aggraviert Chemotherapie-assoziierte Leberschädigung und beeinflusst das Gesamtüberleben von Patienten mit kolorektalen Lebermetastasen nach Leberresektion. 1Abteilung für Chirurgie, Klinik Favoriten, Wien, Österreich.; 2Department of Surgery, Division of Hepatobiliary and Pancreas Surgery, Mayo Clinic, Rochester, MN, USA.; 3Abteilung für Chirurgie, Barmherzige Schwestern Krankenhaus, Wien, Österreich.; 4Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich.; 5Abteilung für Chirurige, Landeskrankenhaus Wiener Neustadt, Wiener Neustadt, Österreich.; 6Division of Surgery and Oncology, Department of Clinical Science, Intervention and Technology, Karolinska Institutet, Stockholm, Sweden; 7Universitätsklinik für Allgemeinchirurgie, Klinische Abteilung für Viszeralchirurgie, Allgemeines Kranknehaus, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich.; 8Institut für Krebsforschung, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich.; 9Institut für klinische Pathologie, Molekularpathologie und Mikrobiologie, Klinik Favoriten, Wien, Österreich.; 10Zentrum für Physiologie und Pharmakologie, Institut für Gefäßbiologie und Thromboseforschung, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich; 11Biocenter, Institut für Bioinformatik, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich.; 12Department of HPB surgery, Karolinska University Hospital, Stockholm, Sweden. Einleitung/Background Neoadjuvante Chemotherapie (NAC) bei Patienten mit resektablen, colorektalen Lebermetastasen (CRLM) wird kontroversiell diskutiert. Chemotherapie-assoziierte Leberschädigung (CALI) könnte das Fehlen eines Benefit beim Gesamtüberleben (OS) erklären. Einzelne Nukleotid-Polymorphismen (SNPs) wurden mit dem Entstehen einer chronischen Lebererkrankung in Verbindung gebracht. Methoden/Methods 551 Patienten aus 4 internationalen Zentren mit CRLM und NAC vor Leberresektion wurden inkludiert. Das Ausmaß der Leberschädigung nach NAC wurde mittels des APRI+ALBI Score quantifiziert. Der APRI+ALBI Score ist ein Leberfunktionstest, der mit dem Entwickeln einer CALI korreliert. Das Vorhandensein des PNPLA3 SNP wurde untersucht. Ergebnisse/Results Patienten mit einem APRI+ALBI-Score ≥-2,46 nach NAC zeigten ein verringertes OS nach Leberresektion (medianes OS APRI+ALBI <-2,46=46,1 Monate; medianes OS APRI+ALBI ≥-2,46=34,3 Monate; p=0,027). Der PNPLA3 SNP zeigte eine enge Assoziation mit der Entwicklung einer chemotherapieassoziierten Steatohepatitis (p=0,007) sowie einer Steatose (p=0,004) nach NAC. Um den Zusammenhang von CALI und dem PNPLA3 SNP weiter zu untersuchen, wurde der APRI+ALBI-Score vor und nach NAC berechnet. Vor der NAC konnte eine gleichmäßige Verteilung der Patienten mit und ohne PNPLA3 SNP über und unter den APRI+ALBI cutoff von ≥-2,46 beobachtet werden. Nach der NAC hingegen befanden sich alle Patienten mit homozygotem PNPLA3-Polymorphismus in der Hochrisikogruppe über dem APRI+ALBI cutoff. Zusammenfassung/Conclusion Erhöhte APRI+ALBI-Scores nach NAC sind mit verringertem OS nach Leberresektion bei CRLM-Patienten assoziiert. Außerdem prädisponiert das Vorhandensein eines PNPLA3-Polymorphismus Patienten dazu, während der NAC eine CALI zu entwickeln. APRI+ALBI und der PNPLA3 SNP können mittels Blutentnahme bestimmt werden und könnten Patienten mit hohem Risiko für das Entwickeln einer CALI und verringertem postoperativen OS identifizieren. | ||
